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Nach dem 6:2-Heimsieg in Spiel 3 (Serie: 1:2) des Stanley Cup Dinales 2022 gehen die Tampa Bay Lightning optimistisch und mit viel Selbstvertrauen in das vierte Aufeinandertreffen mit den Colorado Avalanche. Es ist derselbe Gameplan und dieselbe Einstellung, die erneut zum Erfolg führen soll. Gleichzeitig ist den Lightning aber auch bewusst, dass dies nur über harte Arbeit funktionieren wird.

Coopers Sohn vergibt Noten
Tampa ist in der Finalserie angekommen, konnte im dritten Anlauf das erste Spiel gegen die Avalanche gewinnen und sieht sich auf dem richtigen Weg.

COL@TBL, Sp3: Palat netzt nach Stamkos-Vorlage ein

"Mein Sohn hat zu mir gesagt: Papa, euer erstes Spiel war eine Note 3+, das zweite Spiel eine 6 und für Spiel 3 hat er uns eine 2 gegeben. Also gehen wir in die richtige Richtung", erzählte Lightning-Trainer Jon Cooper. "Aber haben wir uns auch darin verbessert, sie auszubremsen, ihre Angriffe einzudämmen und Alleingänge zu verhindern? Ja, das haben wir."
In der Tat gelang es Tampa Bay in Spiel 3 plötzlich besser, sich gegen das gegnerische Forechecking zu wehren, das Tempo der Avalanche abzubremsen und die permanent anrollenden Angriffswellen einzudämmen.
"Es gab keine Zweifel. Wir waren schon zuvor in solchen Situationen, es gab also keine Panik. Wir mussten ein paar Dinge ändern und haben das im gestrigen Spiel umgesetzt", analysierte Lightning-Verteidiger Zach Bogosian. "Wenn wir uns an unseren Spielplan halten, dann wissen wir, wie wir sie schlagen können."
Erfahrung und Teamgeist als wichtige Faktoren
Tampa glaubt, den Schlüssel gefunden zu haben, um Colorado zu besiegen. Zusätzlich soll die Erfahrung in der Mannschaft, die zuletzt zweimal in Folge den Stanley Cup gewinnen konnte, sich nun auszahlen. Auch der Teamgeist soll eine große Rolle spielen.

TBL@NYR, Sp2: Paul bringt Tampa Bay heran

"Wir gehen es genauso an, wie das letzte Spiel: fokussiert, vorbereitet, an uns glaubend, an den Details arbeitend und darauf konzentriert, was uns erfolgreich macht und uns die beste Chance gibt, zu gewinnen", blickte Lightning-Stürmer Nick Paul voraus. "Gestern war es eine Mannschaftsleistung, ein Spieler hat auf dem anderen aufgebaut. Wir gehen mit derselben Einstellung in das Spiel morgen, werden wieder füreinander spielen und sind bereit für den Kampf."
Spiel 4 wird kein Selbstläufer
Geschenkt wird Tampa Bay in Spiel 4 allerdings nichts bekommen. Schon in Spiel 3 mussten die Lightning extrem hart für den Sieg arbeiten: viele Kilometer abspulen, viele Schüsse blocken, viele Checks austeilen.
Coach Cooper ist noch nicht vollends zufrieden. "Wir haben immer noch Tiefen in unserem Spiel, denn ich finde, dass wir noch immer zu viel Zeit in unserer Defensivzone verbracht haben. Wenn du in Führung gehst, dann besteht die Gefahr, dass du dich ein wenig zu sehr darauf ausruhst, um sie zu verteidigen. Wir haben das Gefühl, dass wir noch mehr geben können und uns in die richtige Richtung entwickeln. Es ist nicht so, dass wir hier sitzen und denken, dass es morgen schon irgendwie laufen wird. Die Spiele werden härter und härter. Ich muss unsere Jungs loben: Sie Jungs wussten, was sie tun müssen und haben es getan. Jetzt geht es darum, es noch einmal zu tun."
Kucherov und Point stehen für Spiel 4 auf der Kippe
Ob mit Nikita Kucherov und Brayden Point zwei wichtige Stürmer einsatzfähig sind, ist dagegen noch offen. Kucherov stürzte im dritten Drittel von Spiel 3 nach einem Crosscheck von Devon Toews unglücklich in die Bande und verletzte sich wohl am linken Bein.

NYR@TBL, Sp4: Kucherov schließt ein Breakaway ab

"Ich hoffe, es geht ihm besser, als wir alle gedacht haben", gab Cooper seine Einschätzung zur Personalie Kucherov. "Es ist immer schwer zu sagen, wenn das Spiel gerade einmal zwölf Stunden her ist. In den nächsten zwei Tagen kann viel passieren. Ich bin froh, dass wir jetzt einen Tag frei haben, denn es sind Playoffs und zu dieser Zeit im Jahr bekommst du viele Dellen und Beulen ab. Ich würde diesen Jungen niemals abschreiben."
Point musste bereits in Spiel 3 verletzt passen und steht für Spiel 4 ebenfalls auf der Kippe. "Pointer ist day-to-day. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Er ist fraglich für morgen", so Cooper. "Bei Kuch denke ich, dass er spielen kann. Ich bin nicht er, aber ich kenne ihn, und er denkt genauso darüber. Wir werden aber noch abwarten, was die Ärzte zu sagen haben."
In Spiel 4 steigt am Mittwochabend (8 p.m. ET; NHL.tv, Sky Sport, ProSieben MAXX, Puls24, MySports; Do. 2 Uhr MESZ) erneut in der Amalie Arena in Tampa.