Die Ansprüche seitens Trainer Travis Green sind dabei eindeutig, wie Bärtschi sagte. "Seine Erwartungen ändern sich nie wirklich. Es geht immer um die gleichen Dinge - ein schnelles Spiel, ein möglichst unbequemer Gegner zu sein, als Team zuverlässig in der Defensive zu arbeiten und möglichst gelungene Offensivaktionen zu kreieren."
Auch Green hat den Schweizer Stürmer für die kommende Spielzeit längst nicht abgeschrieben, wie die aktuelle Aussagen des 28-Jährigen zu zeigen scheinen: "Das Wichtigste, was er mir sagt, ist, dass man mit Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten spielen und die Spielzüge machen muss, wenn die Gelegenheit dazu ist", sagte Bärtschi Mitte Dezember.
Bärtschi kann zudem auf beachtliche Erfolge in der Vergangenheit verweisen. Er absolvierte Spielzeiten, in denen ihm 15 (2015/16), 18 (2016/17) und 14 Tore (2017/18) gelangen, bevor eine Gehirnerschütterung ihn auf neun Tore in 26 Spielen in der Saison 2018/19 beschränkte.
Was im vergangenen Sommer für einiges Stirnrunzeln im Umfeld der Canucks sorgte, war der freiwillige Verzicht des Flügelstürmers auf die Teilnahme an der Postseason.
Es gab durchaus Stimmen, die ihm das übelnahmen, die sich wunderten, warum Bärtschi diese Gelegenheit aus eigenen Stücken verstreichen ließ.
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Bärtschi hat hierfür einige ganz klare Antworten parat.
Er betonte wiederholt, dass es ihm damals in der Tat viel mehr um die vielen Unsicherheiten rund um das Thema COVID-19 ging als darum, womöglich in den Kader aufgenommen zu werden, zu trainieren, wahrscheinlich dann aber nicht zu spielen und isoliert zu sein.
Bärtschi nahm seinerzeit noch am Training der 'Phase 2' in der Rogers Arena vor dem Camp im Juli teil. Die zweiwöchige Quarantäne gab ihm nach eigener Aussage damals einen Eindruck davon, wie das Leben in der Bubble von Edmonton sein würde. Sein Sohn Callan war gerade einmal 13 Monate alt gewesen und der Profisportler sah sich vor diesem Hintergrund gezwungen, zusammen mit seiner Frau Laura, eine schwierige Entscheidung zu treffen.
"Ich habe ziemlich viel an die Wand gestarrt und jeden Tag sehr intensiv darüber nachgedacht, was ich tun soll. Was ist das Richtige für mich persönlich und für die Familie, um sie in Sicherheit zu bringen? Zu der Zeit gab es so viele unbekannte Dinge und wir wissen jetzt so viel mehr", erinnert sich Bärtschi an diese schwierigen Tage im vergangenen Sommer.