Dass es allerdings kein winterlicher Abendspaziergang in Toronto werden würde, dürfte den Blues klar gewesen sein. Zumal die Gastgeber über eine der stärksten Angriffsreihen per se und mit Auston Matthews und Mitch Marner eben noch ihre Superstars zur Verfügung haben. So ließen sich die Maple Leafs nicht abschütteln, blieben immer in Schlagdistanz. Matthews verkürzte noch vor der zweiten Drittelpause auf 4:5. Und Michael Bunting sicherte dem Team von Coach Sheldon Keefe mit dem 5:5 im Schlussabschnitt zumindest einen Zähler.
In Toronto durfte man sich auch noch darüber freuen, dass Matthews mit seinem Treffer und der Vorlage zum 2:3 durch William Nylander die Marke von 500 Scorerpunkten geknackt hat, und das als viertjüngster Spieler in der Geschichte der NHL. Mit 25 Jahren und 108 Tagen muss er sich nur hinter Sidney Crosby (22, 244), Connor McDavid (24, 35) und Alex Ovechkin (24, 140) einreihen. Matthews brauchte nur 445 Spiele, womit er in der Geschichte der Maple Leafs am schnellsten bei 500 Punkten war und damit schneller als Mats Sundin und Rick Vaive (495).
"Das hat schon eine ganz besondere Bedeutung mit der ganzen Geschichte der Organisation und den vielen Spielern, die das Trikot vor uns getragen haben", sagte Matthews, der nun bei 501 Scorerpunkten steht. Er sei glücklich, jedes Jahr mit großartigen Spielern zusammenzuspielen und ein tolles Team zu haben.
Über den Sieg freuten sich am Ende allerdings die Blues, weil Schenn auch noch den entscheidenden Penalty versenkte und sich Keeper Jordan Binnington (20 Saves) zuvor gegen Rasmus Sandin ganz lang gemacht hatte. "Das ist enorm wichtig. Darauf können wir aufbauen", meinte Schenn. Ja, im dritten Drittel hätte das Team besser spielen können. Aber Toronto habe alles versucht, und die Blues hätten sich dem Sturm entgegengestellt.