DeBoer reagierte und brachte zu Beginn des 2. Durchgangs Backup Aaron Dell (17 Saves, 85 Prozent Fangquote) für Starter Martin Jones (fünf Saves, 71,4 Prozent Fangquote). Die Sharks überstanden die Anfangsoffensive der Golden Knights unbeschadet, entwickelten aber nach wie vor zu wenig Durchschlagskraft in der Offensive. Stattdessen legte Vegas im Powerplay nach: Pacioretty staubte auf seinen eigenen Schuss zum 3:0 ab (33.).
"Mir gefiel es, wie wir zwei Drittel lang gespielt haben, aber wenn man nach zwei Durchgängen mit 3:0 zurückliegt und nur zwölf Schüsse zulässt. Ich bin der Meinung, dass wir eine Menge Chancen hatten. Wir müssen Fleury Anerkennung zollen. Er hat uns heute Abend frustriert. Nach dem vierten Gegentor brach alles zusammen und wir hatten unsere Emotionen nicht mehr im Griff", analysierte DeBoer den Spielverlauf.
Auch im 3. Drittel verteidigten die Hausherren aus "Sin City" souverän und ließen nur wenig anbrennen. San Jose leistete sich dagegen wiederholt haarsträubende Fehler in der Defensive, die Vegas wie schon in der kompletten Serie eiskalt bestrafte: Nach schwacher Rebound-Kontrolle von Dell stand die Sharks-Abwehr nur Spalier, als Alex Tuch den Puck übernahm und zum 4:0 traf - die vorzeitige Entscheidung (47.). Bis zur Schlusssirene verwalteten die Golden Knights den Vorsprung souverän (nur zwei Torschüsse im 3. Durchgang zugelassen), beherrschten weiterhin das Körperspiel (51:37 Checks) gegen zunehmend frustrierte Sharks (32 Strafminuten im 3. Abschnitt) und schraubten das Endergebnis durch einen Treffer von Jonathan Marchessault noch auf 5:0 (57.).
Damit gingen die Golden Knights in der Serie mit 3:1 in Führung und sind nur noch einen weiteren Sieg vom Erreichen der nächsten Playoff-Runde entfernt. Das Heimrecht wechselt vor Spiel 5 zurück nach San Jose, wo die Sharks in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (4 Uhr, MESZ) das Saison-Aus abwenden wollen.