Die Sharks kamen energiegeladen aus der Kabine und gaben sofort erste Warnschüsse ab. Ihr Torwart Martin Jones musste erst in der 6. Minute erstmals eingreifen. Bei einem druckvollen Wechsel der zweiten Sturmreihe (Kane/Hertl/Radil) knipste San Jose die Torlampe dann zum ersten Mal an diesem Abend an: Brent Burns zog von der blauen Linie ab, Evander Kane staubte zum 1:0 ab (8.).
Die Avalanche fanden weiterhin kaum zu ihrem Spiel, konnten die neutrale Zone nur selten überbrücken, wurden meist schon in der eigenen Defensivzone vom gegnerischen Forechecking aufgerieben und konnten ihre Tempo-Stärken somit kaum ausspielen. Stattdessen nahmen die Sharks Grubauer weiter unter Beschuss (11:6 Schüsse im 1. Drittel).
"Wir hatten einige große Chancen zu Beginn, aber wir haben kein Kapital daraus geschlagen", kritisierte Kane. "Ich weiß, dass wir am Ende noch zwei Mal getroffen haben, aber wir müssen einen Weg finden, ihren Torhüter häufiger zu bezwingen."
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich Colorado taktisch ein wenig besser eingestellt, sah sich aber erneut großem Druck der Kalifornier ausgesetzt. Grubauer erwies sich als sicherer Rückhalt und hielt die Avalanche mit tollen Paraden im Spiel. Wie aus dem Nichts dann der Ausgleich für die Avs: Gabriel Landeskog fälschte einen Schuss von Tyson Barrie zum 1:1 ab (29.). Der Treffer tat den Gästen aus Denver sichtlich gut, immer öfter kamen sie nun in der Offensive zur Geltung und entfachten Torgefahr. Barrie feuerte erneut einen Distanzschuss ab und versenkte den Puck mit einer Schlagschuss-Direktabnahme präzise im linken Winkel zum 2:1 für Colorado (37.). Es war Barries erster NHL-Playoff-Treffer überhaupt.