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23.12. Spiel-Vorschau: Chicagos Aufwärtstrend

Die Blackhawks und Kahun befinden sich im Aufwärtstrend, Daley vor seinem 1000. NHL Spiel.

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Am Tag vor Weihnachten stehen acht Duelle vor der Tür. Die Chicago Blackhawks wollen gegen die Florida Panthers den Aufwärtstrend bestätigen und sich den vierten Sieg in Serie holen. Trevor Daley wird mit den Detroit Red Wings sein 1000. NHL-Spiel angehen, die Chancen auf einen Sieg gegen die Toronto Maple Leafs sind jedoch gering. Patrice Bergeron bestreitet nach der Verletzungspause sein zweites Match. Wird er erneut nach Belieben punkten?

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Hält Chicagos Aufwärtstrend an?

Die Chicago Blackhawks klettern in der Tabelle langsam weiter nach oben. Mit drei Siegen in Serie konnten sich die Blackhawks etwas von den Los Angeles Kings und den New Jersey Devils am unteren Tabellenende absetzen. Am Sonntag will Chicago den Trend zuhause gegen die Florida Panthers fortsetzen und seine Siegesserie auf vier ausbauen. Besonders stark war in den vergangenen drei Matches die zuvor sehr anfällige Defensivabteilung. Nur vier Gegentreffer mussten die Blackhawks gegen die Nashville Predators, die Dallas Stars und die Colorado Avalanche hinnehmen. Die Blackhawks sind nicht mehr die Mannschaft mit der schwächsten Verteidigung, nachdem die Ottawa Senators sie in dieser Kategorie überholt haben. 

Video: CHI@COL: Anisimov nutzt freien Puck zur Führung

Mit einem Erfolg gegen die Panthers könnte Chicago einen großen Sprung in der ligaweiten Tabelle machen und nach Punkten mit dem heutigen Gegner gleichziehen. Sollte die Verteidigung an die Leistungen der letzten Spiele anknüpfen, stehen die Chancen darauf nicht schlecht.

Auch Dominik Kahun konnte gegen die Avalanche wieder punkten und will seinen Blackhawks bei der Aufholjagd helfen, damit sie noch von einem Einzug in die Playoffs träumen dürfen.

Siegt Detroit in Trevor Daleys 1000. Spiel?

Wenn die Detroit Red Wings heute bei den Toronto Maple Leafs antreten, ist es für Trevor Daley ein ganz besonderes Match. Der 35-jährige Verteidiger der Red Wings wird sein 1000. NHL-Spiel absolvieren. Er wird damit in einen elitären Kreis von 323 Spielern aufgenommen, die diese Marke ebenfalls erreicht haben.

In seiner Karriere lief Daley die längste Zeit für die Dallas Stars auf. Nach Zwischenstationen bei den Chicago Blackhawks und den Pittsburgh Penguins steht er seit 2017 in Detroit unter Vertrag. Das schönste Geschenkt zu seinem Jubiläum wären zwei Punkte für sein Team. Doch mit den Toronto Maple Leafs wartet eine Herkules-Aufgabe auf die Red Wings.

Mit drei Siegen im Rücken empfangen die Leafs als Tabellenzweiter Detroit, das seine Form derzeit sucht. Nur drei Siege konnte das Team um Thomas Vanek in den letzten zehn Partien einfahren. Am Samstag verloren sie gegen die Florida Panthers mit 1:2 und konnten nicht von der optischen Überlegenheit profitieren. Gegen die fünftbeste Defensive der Liga wird das Tore schießen sicher noch schwerer, als gegen die Panthers. Um Daley einen Sieg im 1000. Spiel zu schenkten, müssen den Red Wings Flügel wachsen.

Wird Bergeron auch im zweiten Spiel nach der Verletzung dominieren?

Patrice Bergeron kehrte am Samstag nach einer Pause von 16 Partien zurück. Während andere Spieler nach einer so langen Verletzung mehrere Spiele benötigen, um wieder in den Rhythmus zu kommen, verstärkte Bergeron seine Boston Bruins auf Anhieb. Wird Bergeron In der PNC Arena erneut punkten und den Boston Bruins gegen die Carolina Hurricanes zu einem Sieg verhelfen. Am Samstag punktete Bergeron vierfach gegen die Nashville Predators. Zwei Tore und zwei Assists steuerte er dem 5:2-Erfolg bei. Das zweite Tor war sein 300. in der NHL.

Video: NSH@BOS: Bergeron trifft im Ersten nach Rückkehr

Bergeron fühlte sich noch nicht bei 100%: "Ich habe gespürt, dass da etwas Rost war, besonders am Anfang, aber es hat sich gut angefühlt. Ich habe die Dinge zu Beginn einfach gehalten und offensichtlich hat es geholfen mit Marchand zu spielen, wir sind es gewohnt gemeinsam auf dem Eis zu stehen."

Eben dieser Marchand steht vor seinem 500. NHL-Punkt. Sollte er gegen die Hurricanes zwei Zähler beisteuern, so hätte er diesen Meilenstein erreicht. 

Wer gewinnt Broadway gegen Broad Street?

Die Rivalität zwischen den New York Rangers und den Philadelphia Flyers wird häufig auch als Broadway gegen Broad Street bezeichnet. In einer weiteren Auflage dieses historischen Duells reisen die Flyers an den Broadway und wollen nicht die zweite Niederlage unter dem neuen Trainer Scott Gordon kassieren. Die Rangers und Flyers kennen sich auch aus elf Playoff-Duellen, von denen sechs an die Flyers und fünf an die Rangers gingen.

Die räumliche Nähe der Divisions-Kontrahenten schürt die Rivalität der beiden Mannschaften zusätzlich. In dieser Spielzeit scheint ein Aufeinandertreffen in den Playoffs eher unwahrscheinlich. Zwar spielen die Rangers stärker als vor der Saison erwartet, doch bereits jetzt haben sie acht Punkte Rückstand auf einen Wildcard-Platz. Bei den Flyers sieht es noch düsterer aus. 32 Punkte aus 34 Matches sind weit weniger als erhofft. 

Das Aufeinandertreffen der Rivalen dürfte von Kampf geprägt sein, da beide Teams mit ihrer derzeitigen Form hadern. Die Rangers und die Flyers konnten jeweils nur in sechs ihrer letzten zehn Partien punkten, für eine Aufholjagd ist das zu wenig.

Wann verlässt L.A. den letzten Rang?

Die Los Angeles Kings könnten ihr Gastspiel bei den Vegas Golden Knights dazu nutzen den letzten Tabellenplatz in der Liga bald abzugeben. Das Selbstvertrauen bei den Kings dürfte nach den Erfolgen gegen die deutlich stärker einzuschätzenden Winnipeg Jets und San Jose Sharks gestiegen sein. Um in Schlagweite der New Jersey Devils zu kommen, müssen die Kings siegen und auf einen Erfolg der Columbus Blue Jackets hoffen.

Video: LAK@SJS: Kovalchuk gelingt das OT-Siegtor

Die Golden Knights sind derzeit jedoch gut in Form, konnten in acht der letzten zehn Begegnungen punkten und sechs davon gewinnen. Bei der Niederlage gegen die Montreal Canadiens am Samstag waren sie die deutlich schwächere Mannschaft. Sie durften sich bei ihrem Torwart Marc-Andre Fleury bedanken, dass sie zumindest einen Punkt in Vegas behielten. Beim bis dato letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams, gewannen die Kings am 8. Dezember zuhause mit 5:1. 

Die weiteren Spiele vom Samstag:

Arizona @ San Jose

Im Duell der beiden Pacific Division Teams gastieren die Arizona Coyotes bei den San Jose Sharks. San Jose galt vor der Saison als einer der Titelkandidaten. Nach einem durchwachsenen Start mussten die Sharks sich erst finden. Mittlerweile rangieren sie in der Division auf Rang zwei, nachdem sie sieben ihrer letzten zehn Partien gewannen. In Arizona sieht es genau andersherum aus. In sieben der letzten zehn Partien blieben die Coyotes ohne Punkt und sind auf den vorletzten Platz in der Division abgerutscht.

NY Islanders @ Dallas

Im American Airlines Center treffen die New York Islanders auf die Dallas Stars. Beide Teams kämpfen um einen Wildcard-Platz in ihrer Conference. Während die Stars von der Schwäche der Edmonton Oilers profitierten und den letzten Wildcard-Spot im Westen innehaben, kämpfen die Islanders darum die Montreal Canadiens einzuholen. Der Rückstand der Islanders beträgt bereits fünf Punkte. Ein Sieg gegen die Stars wäre auch nötig, um die eigene Formkurve nach einer 5-4-1-Bilanz in den letzten Partien wieder nach oben zu korrigieren.

Columbus @ New Jersey

Video: OTT@NJD: Hischier baut Führung im Nachschuss aus

Mit drei Siegen im Rücken reisen die Columbus Blue Jackets zu den New Jersey Devils. Auf dem Papier liegt die Favoritenrolle klar bei den Blue Jackets. Der zweite der Metropolitan Division gastiert beim Letzten derselbigen. Ein Blick auf die jüngsten Ergebnisse gibt den Devils dennoch Hoffnung. Der 5:2-Erfolg gegen Ottawa am Freitag könnte ein Startschuss für einen Aufschwung gewesen sein. Columbus tat sich beim 4:3-Sieg am Samstag gegen die Philadelphia Flyers erstaunlich schwer und verdankte den Sieg Doppelpacker Cam Atkinson.

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