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21.11. Spiel-Vorschau: Punkten ist Pflicht

Fünf der sechs Teams, die in der Nacht auf Mittwoch antreten, liegen aktuell außerhalb der Playoffränge

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch kommt es zu drei Aufeinandertreffen zwischen sechs Mannschaften, von denen sich aktuell fünf außerhalb der Playoffränge befinden. Für jene Teams kommt es auf jeden Zähler an. Dementsprechend ist davon auszugehen, dass in den Partien um jede Scheibe bis auf das Äußerste gekämpft und für ausreichend Unterhaltung gesorgt sein wird.

Fünf Aspekte auf die es zu achten gilt:

Bekommt Vancouver die Kurve?

Nach zwei Heimniederlagen in Folge (0-1-1) begeben sich die Vancouver Canucks auf eine Auswärtstour an die Ostküste. Ihren sechs Spiele umfassenden Roadtrip starten die Westkanadier im Wells Fargo Center der Philadelphia Flyers. Die stark in die Saison gestarteten Canucks konnten bisher in der Fremde häufiger überzeugen (6-3-0) als vor heimischer Kulisse (3-5-3). Ihre Aussichten stehen somit gar nicht einmal so schlecht, dass etwas Zählbares gegen die seit vier Partien sieglosen Flyers herausspringt (0-2-2).

Video: VAN@CGY: Vanek schießt ein Tor im 900. NHL-Spiel

Der Österreicher Thomas Vanek konnte sich zwar in den letzten drei Partien als Vorbereiter für die Canucks auszeichnen, wartet aber mittlerweile seit fünf Spielen auf einen Torerfolg. Treffsicherer erwies sich da der Schweizer Sven Baertschi, der es in seinen vergangenen fünf Auftritten auf drei Tore und zwei Vorlagen brachte. Baertschi liegt mittlerweile mit 15 Scorerpunkten (7 Tore, 8 Assists) auf Rang 3 in der teaminternen Scorerwertung. Um wieder Anschluss an die Playoffränge zu bekommen, sollte aber von den in die Jahre gekommenen Daniel und Henrik Sedin mehr kommen.

Können die Blues ihren Vorsprung weiter ausbauen?

Mit vier Punkten Vorsprung führen die St. Louis Blues die Tabelle in der Western Conference an. Nun erwarten sie im heimischen Scottrade Center den Tabellenvorletzten, die Edmonton Oilers. Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit für das Team von Headcoach Mike Yeo, das in dieser Saison erst in zwei von neun Heimspielen unterlegen war (7-2-0). Die Blues stellen mit bereits 70 geschossenen Toren den stärksten Sturm im Westen. Vor allem die Reihe mit Jaden Schwartz (10 Tore, 16 Assists), Vladimir Tarasenko (10 Tore, 12 Assists) und Brayden Schenn (8 Tore, 18 Assists) war ein Torgarant für St. Louis. Mit Alex Pietrangelo (7 Tore) und Joel Edmundson (6 Tore) haben die Blues auch noch die momentan torgefährlichsten Verteidiger in ihrem Kader. Wer zweifelt da noch daran, dass die Blues ihre Tabellenführung vorübergehend auf sechs Zähler ausbauen werden?

Wann platzt bei den Oilers der Knoten?

Durchhalteparolen sind bei den Edmonton Oilers angesagt. So richtig erklären lässt es sich nicht, dass die Westkanadier nur drei ihrer letzten sieben Begegnungen für sich entscheiden konnten (3-3-1) und immer noch im Tabellenkeller rumdümpeln. Dem deutschen Center Leon Draisaitl gelangen in den vergangenen fünf Partien gerade einmal zwei Vorlagen. Etwas besser lief es bei Ryan Nugent-Hopkins (2 Tore, 2 Assists) und bei Connor McDavid (4 Tore, 3 Assists). Es ist erst fünf Tage her, dass die Oilers von den Blues ihre Grenzen aufgezeigt bekommen haben: Sie verloren mit 1:4 gegen den Tabellenprimus. Ist nun die Zeit gekommen Revanche zu nehmen und auf die Erfolgsspur zurückzufinden?

Video: EDM@NJD: McDavid bedient Draisaitl zum OT-Siegtor

Gelingt es den Stars ihre Heimstärke auszuspielen?

Auf eigenem Terrain fühlen sich die Dallas Stars besonders wohl. Bisher verloren die Texaner nur zwei von neun Heimauftritten (7-2-0). Heute Nacht erwarten sie die Montreal Canadiens, deren Defensive die drittmeisten Gegentreffer hinnehmen musste (74). Das sind keine schlechten Aussichten für Jamie Benn (11 Tore, 10 Assists) und Tyler Seguin (8 Tore, 10 Assists), einem der abschlussstärksten Sturm-Duos in der NHL, ihre Ausbeute weiter zu erhöhen. Seguin ist seit mittlerweile sechs Partien ohne Torerfolg, da kommen doch die Canadiens gerade recht zu Besuch in das American Airlines Center.

Endet die Tristesse der Canadiens?

Die Canadiens fehlt es in dieser Saison an Konstanz. Sobald sich der Eindruck einschleicht, dass sie sich auf dem richtigen Weg befinden, kommt es postwendend zu Rückschlägen. Wie zuletzt, als sie zwei Heimspiele in Folge verloren, nachdem sie zuvor in drei von vier Partien punkten konnten (2-1-1). Nur über eine kompakt stehende Defensive haben die Frankokanadier überhaupt eine Chance aus Dallas etwas mitzunehmen. Schlussmann Charlie Lindgren war zuletzt, mit zehn Gegentoren in den vergangenen zwei Partien, leicht überfordert, erhielt aber auch viel zu wenig Unterstützung von seinen Vorderleuten. Auch Antti Niemi blieb den Beweis schuldig, dass er ein adäquater Ersatz sei (Fangquote 82,0%; GAA 6,67). Hoffnung gibt den Canadiens, dass sie sich bei Gastauftritten leichter taten. Von ihren letzten vier Spielen auf fremden Eis gewannen sie deren drei (3-1-0).

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