Skip to main content

17.1. Spiel-Übersicht: Boston besiegt Ex-Trainer

Bruins punkten bei Julien-Rückkehr weiter - Anaheim stoppt Pittsburghs Lauf

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Autor

Die Boston Bruins punkten zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk: Am Mittwochabend (Ortszeit) fuhr Boston beim 4:1 gegen den Rivalen Montreal Canadiens den nächsten Sieg ein und baute seine Serie damit aus. Hierbei erlebte Habs-Coach Claude Julien eine hochemotionale Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. In der zweiten Partie des Abends bremsten die Anaheim Ducks den Lauf der Pittsburgh Penguins durch einen 5:3-Sieg, bei dem Anaheim bis zur allerletzten Sekunde zittern musste.

Und das geschah alles in der vergangenen Nacht in der NHL:

Boston siegt bei emotionaler Julien-Rückkehr

Im TD Garden trafen sich mit den Boston Bruins und den Montreal Canadiens zwei Original-Six-Teams. Für Habs-Coach Claude Julien bedeutete es die erste Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, an der er zehn Jahre als Trainer gearbeitet, einen Stanley Cup gewonnen hatte (2011) und erst im Februar 2017 entlassen worden war. Den besseren Start erwischten die Canadiens, die bereits nach 31 Sekunden durch Jakub Jerabeks ersten NHL-Treffer mit 1:0 in Führung gingen (1.). Die formstarken Bruins aber drehten im weiteren Verlauf die Partie. David Pastrnak ( 7.), Ryan Spooner (23.), Brad Marchand (44., Powerplay) und David Krejci (57., Empty Net) machten den 4:1-Heimsieg perfekt. Damit punktete Boston auch im 14. Spiel in Folge (10-0-4) und ist nur noch zwei Partien von einem neuen Franchise-Rekord entfernt (15-0-1 im März 2014). Bruins-Goalie Tuukka Rask zeigte 21 Saves (95,5 Prozent Fangquote) und verlor seit Ende November nicht mehr nach regulärer Spielzeit (13-0-2). Für Boston kehrte außerdem Verteidiger Adam McQuaid nach Wadenbeinbruch und 35 Spielen Zwangspause zurück. Für Montreal war es die zweite Niederlage in Folge. Canadiens-Goalie Carey Price kam auf 28 Saves (90,3 Prozent Fangquote).

Video: MTL@BOS: Pastrnak vollendet schönes Passspiel im 1.

Anaheim muss bis zur letzten Sekunde zittern

Die Pittsburgh Penguins sind auf ihren Drei-Spiele-Roadtrip nach Kalifornien ohne ihren Stammtorwart Matt Murray aufgebrochen, der wegen des Todes seines Vaters James Murray in die Heimat nach Ontario gereist ist. Er wird auf unbestimmte Zeit ausfallen. Auf der ersten Etappe, im Honda Center gegen die Anaheim Ducks, erhielt erneut Tristan Jerry den Start für die Pens (28 Saves, 87,5 Prozent Fangquote). Im ersten Abschnitt schoss Evgeni Malkin Pittsburgh in Front (19.), im zweiten Durchgang antwortete Anaheim mit vier Toren am Stück durch Rickard Rakell (25.), Adam Henrique (26.), Chris Wagner (30.) und Ondrej Kase (39.). Die Penguins gaben sich aber nicht auf und kamen dank Phil Kessel (49.) und Jake Guentzel (55.) noch einmal gefährlich nahe auf 3:4 heran. Erst zwei Zehntel vor der Schlusssirene besorgte Hampus Lindholm den erlösenden 5:3-Endstand für die Ducks (60.). Für die Penguins endete eine Serie von vier Siegen in Folge. Einen echten Lauf haben weiterhin die Stürmer Crosby (13 Punkte in fünf Spielen), Malkin (neun in vier) und Kessel (15 in zehn), die allesamt weitere Scorerpunkte sammelten. Der Deutsche Tom Kühnhackl kam in Pittsburghs vierter Sturmreihe neben Riley Sheahan und Ryan Reaves auf 10:59 Minuten Eiszeit. Anaheims Torwart John Gibson zeigte 30 Saves (90,9 Prozent Fangquote).

Video: PIT@ANA: Kase trifft mit Rückhand im Alleingang

Aufgeschnappt:

"Vor so etwas hast du immer ein bisschen Angst, weil es ein bisschen emotional ist. Gleichzeitig versuchst du, deine Emotionen unter Kontrolle zu halten, damit du das Spiel coachen kannst. Ich weiß zu schätzen, was sie für mich getan haben und habe nur gute Dinge über diesen Klub zu sagen, der mir die Chance gab, zehn Jahre lang hier zu arbeiten." - Claude Julien, Trainer Montreal Canadiens, der während einer TV-Unterbrechung im ersten Drittel mit einem Video und jeder Menge Applaus von Fans und Ex-Spielern geehrt wurde.

"Wir haben so viel Vertrauen in unser Spiel, dass wir wissen, dass wir über 60 Minuten unsere Chancen bekommen, wenn wir hart arbeiten und bei unserer defensiven Haltung bleiben. Wir fühlen uns gut in unserem System, weshalb es momentan einfach läuft." - Torey Krug, Verteidiger Boston Bruins

"Es war ein schlechtes Spiel von uns, mit dem wir auch nicht glücklich sind. Es sah fast so aus, als wollte keiner von uns den Puck haben. Wenn du so gegen eine Mannschaft spielst, die wahrscheinlich eine der besten Offensivreihen hat, und ihnen Möglichkeiten gibst, dann bezahlst du am Ende dafür." - Max Pacioretty, Kapitän Montreal Canadiens

Die Three Stars des Abends:

1st Star: Tuukka Rask, Boston Bruins (21 Saves, 95,5 Prozent Fangquote)
2nd Star: Brad Marchand, Boston Bruins (ein Tor, ein Assist)
3rd Star: Ondrej Kase, Anaheim Ducks (ein Tor, ein Assist)

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.