: Leon Draisaitl (29) of the Edmonton Oilers celebrates his goal against the Anaheim Ducks during the second period in Game Five of the First Round of the 2026 Stanley Cup Playoffs at Rogers Place on April 28, 2026 in Edmonton, Alberta, Canada. (Photo by Paul Swanson/NHLI via Getty Images)

Nach der Entlassung von Trainer Kris Knoblauch am Donnerstag haben die Edmonton Oilers die Suche nach einem Nachfolger offiziell eröffnet – und General Manager Stan Bowman stellte dabei sofort klar, dass die Superstars Connor McDavid und Leon Draisaitl zwar angehört, aber nicht in die eigentliche Trainerentscheidung eingebunden werden.

„Natürlich werden wir mit ihnen sprechen, aber sie werden den Trainer nicht auswählen“, betonte Bowman in einer Medienrunde wenige Stunden nachdem die Nachricht von der Trennung von Knoblauch die Runde gemacht hatte. McDavid und Draisaitl seien als Führungsspieler und Aushängeschilder des Franchise von großer Bedeutung, verfügten jedoch weder über die nötige Management-Perspektive noch wollten sie den Druck tragen, über die Zukunft hinter der Bande mitzuentscheiden. „Sie kennen dieses Team und ihr eigenes Spiel auf Elite-Niveau, deshalb werden wir ihre Einschätzungen einholen. Aber sie werden weder Vorstellungsgespräche führen noch Teil des Entscheidungsprozesses sein.“

Bowman machte zudem deutlich, dass die Verpflichtung eines neuen Trainers nicht überstürzt erfolgen soll. Einen konkreten Zeitplan gebe es nicht. „Wir werden nichts überhasten. Es wird so lange dauern, wie es dauern muss“, erklärte der GM. Ob die Suche eine Woche, zehn Tage oder zwei Wochen in Anspruch nehme, lasse sich derzeit nicht abschätzen.

Inhaltlich sucht Edmonton vor allem einen Coach, der dem Team eine klarere spielerische Identität verleiht. Bowman kritisierte, dass die Oilers in der Saison 2025/26 abgesehen vom starken Powerplay keine verlässliche Grundlage entwickelt hätten. „Unser Überzahlspiel war konstant stark, aber danach war vieles Stückwerk“, beklagte Bowman. Defensivleistungen und Offensivproduktion seien zu schwankend gewesen, um daraus eine dauerhafte Erfolgsbasis zu formen. „Wir brauchen ein Markenzeichen, auf das wir uns jederzeit verlassen können. Wenn das Spiel ins Wanken gerät, muss es eine Grundlage geben, zu der man zurückkehren kann.“

Genau diese fehlende Konstanz gilt als einer der Hauptgründe für die Trennung von Knoblauch, der Edmonton zwar in zwei aufeinanderfolgende Stanley Cup Finals führte, in dieser Saison jedoch bereits in der Ersten Runde der K.o.-Phase an den Anaheim Ducks scheiterte. Nach dem frühen Playoff-Aus hatten sowohl McDavid als auch Draisaitl öffentlich betont, dass sich das Meisterschaftsfenster des aktuellen Kerns zu schließen beginne.

Der nächste Trainer der Oilers übernimmt damit ein erfahrenes, hochkarätig besetztes Team unter erheblichem Erfolgsdruck – mit der klaren Aufgabe, aus individueller Klasse wieder eine belastbare Titelbasis zu formen.

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