Vegas Golden Knights v Anaheim Ducks - Game Four

Am heutigen Donnerstag stehen in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 eine wegweisende Partie und ein Showdown auf dem Spielplan. In der Eastern Conference treffen beim Serienstand von 2:2 die Montreal Canadiens und die Buffalo Sabres zum fünften Mal aufeinander. Wobei die Sabres im KeyBank Center von Buffalo Heimrecht genießen (7:00 PM ET, Fr. 1:00 Uhr MESZ).

Alles oder Nichts heißt es für die Anaheim Ducks gegen die Vegas Golden Knights nach der bitteren 2:3-OT-Niederlage am Dienstag. Beim Serienstand von 2:3 dürfen sich die Ducks im heimischen Honda Center keinen weiteren Ausrutscher leisten, um nicht vorzeitig die Sommerpause antreten zu müssen (9:30 PM ET, Fr. 3:30 Uhr MESZ).

Folgend fünf Schlagschüsse zu diesen beiden Duellen.

Montreal beeindruckt durch Tiefe

Auch wenn sie am Dienstag auf eigenem Eis knapp mit 2:3-Toren den Kürzeren zogen, den Canadiens muss nicht bange sein, denn sie hatten über weite Strecken der Partie die größeren Spielanteile und vor allem bei nummerischen Gleichgewicht auf dem Eis die bessere Spielanlage. Den Canadiens in die Karten spielen dürfte, dass ihre Offensivabteilung nur schwer auszurechnen ist. In der diesjährigen Postseason sammelten mit Ausnahme von Verteidiger Jayden Struble (sieben Spiele) und Center Oliver Kapanen (vier Spiele), die jedoch nicht jede Partie bestritten, bereits 19 der 21 eingesetzten Spieler Scorerpunkte. Punktbester Mann der Frankokanadier ist zudem mit Lane Hutson ein Verteidiger. Der 22-jährige Blueliner punktete in drei der vier Auftritte gegen die Sabres (vier Assists) und kommt dieses Jahr auf zehn Punkte (zwei Tore, acht Assists) in elf Playoff-Partien.

Torriecher gefunden und Punkteserie 

In der regulären Saison hatten sich die Sabres auf den Torriecher von Tage Thompson verlassen können, der mit 40 Toren und 81 Punkten Buffalos offensivstärkster Mann war. Zwischenzeitlich war dem 28-jährigen Center in den Playoffs die Torgefahr abhandengekommen. Zwischen Spiel 2 in der Ersten Runde und Spiel 2 in der Zweiten Runde hatte Thompson sieben Spiele lang nicht mehr getroffen, doch in den zwei jüngsten Auftritten gegen Montreal bereitete er jeweils ein Tor vor und traf jeweils selbst. Einen Lauf hat auch Thompsons Sturmkollege und Landsmann Josh Doan. Der 24-jährige US-Amerikaner sammelte in den letzten fünf Partien sieben Punkte (ein Tor, sechs Assists) und würde gerne seinen Erfolgsstreak auf sechs Spiele ausbauen.

BUF@MTL, GM 4: Benson kontrolliert den Puck vor dem Tor und trifft per Rückhandschuss

Ducks unter Druck stark

Wenn es darauf ankommt, dann ist mit den Ducks zu rechnen. In der Ersten Runde verloren sie das erste Match gegen die Edmonton Oilers, um dann mit 4:2-Siegen die nächste Runde zu erreichen, und in der Serie gegen die Golden Knights kamen die Ducks bereits zweimal zurück, nachdem sie sich in Spiel 1 und in Spiel 3 geschlagen geben mussten. Warum sollte den Kaliforniern nicht auch in Spiel 6 der Serienausgleich gelingen?

Anaheims Trainer Joel Quenneville ist sich sicher, dass seine Schützlinge Lust darauf haben: „Unsere Jungs werden sich darauf freuen. Es ist eine tolle Gelegenheit. Wir stehen unter keinem Druck. Wir müssen zu Hause rausgehen, hart und einfach spielen und uns vom heimischen Publikum mitreißen lassen. Es ist ein Spiel, um wieder ins Spiel zu kommen und noch eine weitere Partie zu bestreiten. So ist unsere Einstellung.“

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Anaheim Ducks

Strafen nehmen untersagt

Es ist eine alte Binsenweisheit, dass man auf der Strafbank sitzend kein Spiel gewinnen kann. Ein besonderes Augenmerk darauf sollten die Ducks und die Golden Knights legen, denn die Zweitrunden-Kontrahenten können mit durchaus beeindruckenden Zahlen aufwarten, wenn sie nummerisch überlegen auf dem Eis standen. Anaheim hat mit 33,3 Prozent die beste Powerplay-Erfolgsquote unter den noch verbliebenen Teams und die zweitbeste in den diesjährigen Playoffs. Die Golden Knights stehen dem mit 24,2 Prozent und den drittbesten Überzahlformationen unter den restlichen Mannschaften nur wenig nach. In den vier Auftritten gegen die Ducks nutzten die Golden Knights 36,4 Prozent ihrer Powerplays (vier von elf), während die Ducks auf einen Wert von 23,1 Prozent kamen (drei von 13).

Ein Bollwerk hinten drin

Warum das Toreschießen den Ducks gegen Vegas schwerer fällt als gegen die Oilers, dürfte am letzten Mann der Golden Knights liegen. Carter Hart erweist sich als äußerst solider Rückhalt für die Mannen von Trainer John Tortorella. Mit Ausnahme von Spiel 4, in dem Hart viermal bei 22 Schüssen hinter sich greifen musste, um den Puck aus dem Netz zu holen, beeindruckt er durch teils unglaubliche Rettungstaten und Statistiken. 97,1 Prozent, 92,6 Prozent, 93,9 Prozent und 94,4 Prozent der Schüsse hielt Hart in den Spielen 1, 2, 3 und 5. „Carter hat eine Vorreiterrolle übernommen und in entscheidenden Momenten einige wirklich wichtige Paraden für uns gezeigt“, lobt ihn Teamkollege Rasmus Andersson.

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