Die Ausgangsposition mit der die beiden Franchise ihr Abenteuer NHL starteten, konnte unterschiedlicher kaum gewesen sein. Die Senators sollten im Mutterland des Eishockeys in die Fußstapfen der gleichnamigen legendären Senators treten, die elf Mal den Stanley Cup gewinnen konnten und von 1917 bis 1934 in der NHL spielten, die Lightning waren hingegen die erste NHL-Organisation, die im südlichen Bundesstaat Florida stationiert wurde.
Wie sollte das funktionieren, einen Eishockey-Klub in einer Region zu etablieren, wo doch eher Sportarten wie Football, Baseball, Golf, Tennis und Fischen Popularität genießen?
Nach anfänglichen sportlichen sowie finanziellen Schwierigkeiten im ersten Jahrzehnt ihres Bestehens und Berg- und Talfahrten nach ihrem Stanley Cup Gewinn 2004, muss man resümieren: Es hat tatsächlich geklappt!
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In den vergangenen fünf Spielzeiten leisteten sich die Lightning nur einen Ausrutscher, als sie im Anschluss der Hauptrunde 2016/17 die Stanley Cup Playoffs verpassten. In den anderen Jahren zählten sie und zählen noch zur sportlichen Elite der Liga, wie ein weiterer Finaleinzug nach 2004 in 2014/15, drei Divisions-Meisterschaften (2002/03, 2003/04, 2017/18), drei Conference-Finalteilnahmen in den vergangenen vier Saisons und ein enormer Zuschauerzuspruch zeigen. Seit der Saison 2015/16 beträgt die Auslastungsquote der Amalie Arena mit durchschnittlich 19.092 Besuchern 100 Prozent. Tampa entwickelte sich zu einem NHL-Standort, über den sich keiner mehr zu lächeln wagen traut.
Auch die Senators hatten einen schweren Start in der NHL: Mit gerade einmal zehn Siegen in 84 Partien (10-70-4) und einer Punkte-Quote von 14,3 Prozent waren sie in ihrer ersten NHL-Saison zusammen mit den San Jose Sharks (11-71-2, 14,3 Prozent) das drittschlechteste Team in der Liga-Geschichte nach den Washington Capitals (1974/75: 8-67-5; 13,1 Prozent) und den Philadelphia Quakers (1930/31: 4-36-4; 13,6 Prozent).
Im fünften Jahr ihres Bestehens waren auch die Senators soweit, im Kampf um den Stanley Cup einzugreifen. Von 1996/97 bis zur Spielzeit 2007/08 qualifizierte sich Ottawa elf Mal in Folge für die Playoffs - mit dem Einzug ins Stanley Cup Finale 2007 als Höhepunkt.