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Selbstbewusster Playoffkandidat

Die Edmonton Oilers untermauerten am Montag mit dem Sieg gegen die St. Louis Blues ihre Postseasonambitionen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Für die Edmonton Oilers rückt die erste Stanley Cup Playoffteilnahme seit über zehn Jahren immer näher. Am Montag untermauerten sie ihre Playoffambitionen mit einem 3-2 Sieg gegen die St. Louis Blues. Ein Ereignis, das in den letzten Jahren ähnlich selten war, wie eine Postseasonteilnahme. In den vergangenen elf Auftritten im Scottrade Center zu St. Louis gab es für die Oilers zehn Mal bis auf Prellungen und schlechte Laune nichts zu holen. 

Doch in diesem Jahr scheint alles anders zu sein. Mit 39 Punkten nach 34 Spielen rangieren die Oilers in der Pacific Division aktuell auf dem dritten Platz. Die Spitzenreiter San Jose Sharks und Anaheim Ducks scheinen greifbar, der Abstand zu den Verfolgern Calgary Flames und Los Angeles Kings abgesichert. Mit ihrem Kapitän Connor McDavid, der bislang 40 Punkte (12 Tore, 28 Assists) in 34 Spielen erzielte, haben sie den aktuellen Topscorer der Liga in ihren Reihen. Dahinter überzeugt ein ungemein tiefer Kader.

Allen voran Leon Draisaitl drehte im Dezember richtig auf und scheint mit 13 Punkten (7 Tore, 6 Assists) in den letzten zehn Spielen kaum zu bremsen zu sein. Für ihn spiegelte der Schlussabschnitt gegen die Blues wider, was den Erfolg seines Teams in der laufenden Saison bisher ausmacht. "Vor allem im dritten Drittel haben wir so gut gespielt, wie wir schon die ganze Saison spielen", erklärte der zweifache Vorbereiter nach dem Spiel gegen die Blues. "Wir haben hart gespielt. Wir haben unsere Stärken ausgespielt. Wir haben unsere Größe eingesetzt. Wir haben unsere Geschwindigkeit benutzt, wenn wir es mussten."

Für Draisaitl war die Partie gegen die Blues ein Gradmesser dafür, dass es für die Oilers in der aktuellen Spielzeit noch weit gehen kann.

"Das zeigt uns, dass wir mit diesen Teams mithalten können. Wir können es mit den Playoffteams aufnehmen", erzählte er. "Wir müssen einfach sicherstellen, dass wir das jeden Abend beweisen."

Video: EDM@STL: McDavid bedient Nugent-Hopkins zum OT Sieg

Den Fans haben die Oilers bereits bewiesen, dass sie es mit der Konkurrenz aufnehmen können. Noch wichtiger als das ist es jedoch, dass sie es sich auch selbst bewiesen haben. Das Team aus dem Norden Albertas strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Dies unterstrich am Dienstag allen voran Center Ryan Nugent-Hopkins. Nach 2:55 Minuten in der Overtime besiegelte er mit seinem 3-2 den Auswärtserfolg gegen die Blues.

Dieser wichtige Treffer war ein Befreiungsschlag für Nugent-Hopkins, der zuvor in drei Spielen in Folge punktlos blieb. Edmontons General Manager Peter Chiarelli blieb dies nicht unerkannt.

"Ich denke, er ist zurzeit nicht da, wo er beim WorldCup war", erklärte er vor einer Woche auf der Oilershomepage. "Aus welchem Grund auch immer. Er ist nicht da und ich weiß, dass er da sein kann. Mir hat sein Zweiwegespiel sehr gefallen. Ich bin zwar mit seinem Spiel nicht unglücklich aber ich denke, dass es Spieler gibt, die besser sein können und er kann so einer sein. Er muss einfach wieder etwas Selbstbewusstsein erlangen."

Mit seinem Siegtreffer im Scottrade Center sollte er dieses Selbstbewusstsein zurückerlangt haben. Er ist auf dem besten Wege, seine Form vom WorldCup wiederzufinden. Und mit einem selbstbewussten Nugent-Hopkins steht den Oilers nichts entgegen, dass sie es mit den Playoffteams aufnehmen können.

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