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Schweizer U20 bietet Kanada Paroli

Die Schweizer Auswahl unterliegt bei der Weltmeisterschaft nur knapp den hochfavorisierten Kanadiern

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Gut aus der Affäre ziehen und nicht untergehen, war das Motto mit der die Schweizer Junioren ihre zweite Partie bei der IIHF U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2019 angingen. Kein Geringerer als der amtierende Weltmeister wartete auf sie als Gegner in der Rogers Arena von Vancouver auf sie. Das Vorhaben sollte den Nachwuchscrack gelingen, die dem hochfavorisiertem Titelverteidiger 60 Minuten lang Paroli boten, jedoch am Ende mit 2:3 unterlagen.

Der von den Chicago Blackhawks gedraftete Philipp Kurashev erzielte die beiden Treffer der Eidgenossen, die nur knapp an einer Sensation vorbeischrammten. Zu den zwei Toren von Kurashev leisteten jeweils Nicolas Müller und Nando Eggenberger die Vorarbeit.

Dabei hatte die Partie für die Schweizer gar nicht gut begonnen. Es waren gerade einmal 36 Sekunden absolviert als Cody Glass die Hausherren mit 1:0 in Front schoss. Am Tag zuvor hatte die kanadische Auswahl Dänemark mit 14:0 vom Eis gefegt und es schien sich nun auch für die Schützlinge von Trainer Christian Wohlwend ein Debakel anzubahnen. Doch weit gefehlt, die Schweizer zeigten sich wenig geschockt und vor allem in der Defensive gefestigt. Bis zur ersten Drittelpause ließ sich Schlussmann Akira Schmid kein weiteres Mal bezwingen.

Im zweiten Durchgang erwischten die Schweizer einen Traumstart. Diesmal dauerte es nur 46 Sekunden ehe Kurashev zum 1:1-Ausgleich traf. Die kanadische Auswahl erhöhte daraufhin die Schlagzahl und erarbeitete sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten. Ein Doppelschlag von MacKenzie Entwistle in der 26. und Noah Dobson in der 33. Spielminute brachte die Kanadier auf die Siegerstraße. In diesem Durchgang hatten die Ahornblätter deutlich mehr vom Spiel und hätten gut und gerne noch höher als 3:1 in Führung gehen können. Wieder etwas ausgeglichener gestalteten die Schweizer den Schlussabschnitt, in dem sie weniger zuließen, obwohl sie zwischen der 44. und 52. sogar drei Strafzeiten überstehen mussten. Sie hielten sich nicht nur bei Unterzahl auf dem Eis schadlos, sondern setzten noch einen drauf. Nick Suzuki musste 2 ½ Minuten vor Spielende auf der Strafbank Platz nehmen und Kurashev nutzte die nummerische Überlegenheit auf dem Eis um den kanadischen Torwart Ian Scott ein zweites Mal zu überwinden und den Endstand herzustellen.

Der nächste Gegner der Schweiz ist am Samstag um 22 Uhr MEZ Dänemark. Kanada trifft ein paar Stunden später auf Tschechien.

Die weiteren Spiele vom Donnerstag:

Russland-Dänemark 4:0 (1:0/1:0/2:0)

Russland machte sich durch seine undisziplinierte Spielweise mit 26 Strafminuten im Auftaktspiel gegen Dänemark selbst das Leben schwer und ging mit einem schmeichelhaften Sieg aus der Begegnung, in der die Dänen die größeren Spielanteile hatten, aber erneut im Abschluss Schwächen zeigten. Den Shutout durfte sich Danil Tarasov gutschreiben lassen. Die russischen Torschützen waren Vitalio Kravtsov im ersten, Alexander Romanov im zweiten Drittel sowie in der Schlussphase der Partie Pavel Shen und Ivan Morozov.

Slowakei-Schweden 2:5 (1:2/0:1/1:2)

In der Gruppe B hatte Schweden relativ wenig Mühe mit der Slowakei und durfte sich über seinen zweiten Turniererfolg freuen. Die Schweden bauten damit ihre Siegesserie bei der Vorrunde einer U20-WM auf 46 Spiele aus. Schwedens Teamkapitän Erik Brannstrom mit seinem Treffer zum 4:1-Zwischenstand in der 46. Minute und Doppeltorschütze Emil Bemstrom waren die überragenden Akteure auf dem Eis. Lucas Elvenes und Isac Lundestrom brachten es jeweils auf ein Tor und einen Assist für die Skandinavier. Adam Liska und Milos Fafrak schossen die Treffer für die Slowakei zum 1:1-Ausgleich und zum 2:4.

Finnland-Kasachstan 5:0 (2:0/1:0/2:0)

Als eine Nummer zu groß erwies sich die finnische Auswahl für das Team aus Kasachstan, das eine deutliche Niederlage einstecken musste. Für Finnland war es nach der Auftaktniederlage gegen Schweden der erste Sieg. Als Torschützen zeichneten sich Otto Latvala, Aarne Talvitie, Samuli Vainionpaa, Kaapo Kakko und Aleksi Heponiemi aus. Der finnische Schlussmann Filip Lindberg hatte relativ wenig Mühe sich den Shutout zu verdienen.

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