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Die Nashville Predators waren in der laufenden Saison nicht gerade vom Erfolg verwöhnt und müssen um ihre Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs bangen. Am Dienstag gelang ihnen in der heimischen Bridgestone Arena ein 6:3-Erfolg gegen die Montreal Canadiens, der ihnen zwei wichtige Punkte im Kampf um einen der begehrten Plätze für die Postseason bescherte (16-14-6, 38 Punkte).

Maßgeblichen Anteil am Sieg, durch den sie als Tabellensechster im Klassement der Central Division mit den vor ihnen platzierten St. Louis Blues (18-17-3, 39 Punkte) und Colorado Avalanche (19-14-3, 41 Punkte) aufschlossen, hatten Nashvilles Schweizer Eishockeycracks, Rechtsaußen Nino Niederreiter und Kapitän Roman Josi.
Niederreiter leistete beim ersten Auftritt der Predators im Neuen Jahr zu drei Treffern die Vorarbeit. Es war sein zweites Spiel in seiner mittlerweile zwölfjährigen NHL-Karriere, die er zur Saison 2010/11 bei den New York Islanders begann, in dem ihm drei Assists gelangen. Zuletzt vollbrachte der 30-jährige Churer das Kunststück von drei Vorlagen, vor über neun Jahren am 3. November 2013 in Diensten der Minnesota Wild, bei deren 4:0-Sieg gegen die New Jersey Devils.
Bei seinem jüngsten 3-Punkte-Spiel, seinem ersten für die Predators und dem zehnten seiner Karriere, erwischten die Predators einen Traumstart, auch dank ihm.
Es lief die fünfte Minute, als Niederreiter bei Überzahl die Scheibe zu Mattias Ekholm spielte. Der Verteidiger zog von der blauen Linie ab und Cody Glass lenkte den Puck, an Montreals Schlussmann Sam Montembeault vorbei, rein.

MTL@NSH: Josi baut Predators' Führung im 2. aus

"Wenn man viel schießt, passieren normalerweise auch gute Dinge. Meiner Meinung nach war unser Powerplay letztes Jahr der Hauptgrund dafür, dass wir in die Playoffs gekommen sind. Wir wissen also, dass wir es in Gang bringen müssen, und wir haben das gleiche Personal, also können wir es schaffen. Es geht darum, wieder etwas Selbstvertrauen zu bekommen", erklärte Ekholm, der es in der Partie auf ein Tor und einen Assist brachte.
Nur 99 Sekunden nach dem Führungstor erhöhte Colton Sissons auf 2:0 und knapp fünf Minuten darauf sorgte Ekholm, unter erneuter Beteiligung von Niederreiter, für das 3:0.
Die Canadiens kamen anschließend noch bis auf ein Tor heran, doch Nashville wusste nach dem 3:2 im 2. Drittel einen Gang hochzuschalten. Tommy Novak stellte in der 39. Minute den alten 2-Tore-Vorsprung wieder her und noch vor der zweiten Pause fiel in Schweizer Koproduktion das 5:2. Hinter dem Tor der Canadiens überließ Niederreiter den Puck Thomas Novak, der sah seinen heraneilenden Kapitän und Josi netzte, vom linken Bullykreis aus, per Handgelenkschuss ein.
Die Partie war durch Josis Treffer vorentschieden, Nashville hatte aber noch einen Pfeil im Köcher, den Josi herausholte und Matt Duchene ins Schwarze lenkte. Bei 5-gegen-3 in der 45. Minute setzten sich die Predators im Drittel ihrer Gäste fest, ließen die Scheibe laufen und im entscheidenden Moment hatte Josi ein Auge für Duchene, dem er den Puck quer zuspielte und der mit einem satten Schuss vom Kreis einnetzte.

Josi zählt schon seit Jahren zu den Leistungsträgern der Predators und auch sein Landsmann Niederreiter, der im Sommer von den Carolina Hurricanes zum Team gestoßen war, ist vollends in Nashville angekommen.
Niederreiter punktete in sechs der letzten acht Partien der Predators (zwei Tore, sechs Assists) und hat mittlerweile 21 Punkte (zwölf Tore, neun Assists) in 36 Spielen auf seinem Konto gutgeschrieben. Er ist Nashvilles zweitbester Vollstrecker nach Filip Forsberg mit 14 Toren und belegt in der teaminternen Scorerwertung den fünften Platz hinter Forsberg (14-19--33), Josi (9-21--30), Duchene (11-17--28) und Mikael Granlund (4-20--24).
Die Ausgeglichenheit des Kaders und dass viele Spieler in der Lage sind, Tore zu schießen und zu punkten, erfreut ebenso Predators-Trainer John Hynes: "Wenn einem solche Spieler zur Verfügung stehen, ist das ein Rezept, um regelmäßig zu gewinnen, und es setzt einzelne Spieler nicht so sehr unter Druck, ein Tor erzielen zu müssen. Wenn man eine Vielzahl an Torschützen in der Aufstellung hat, hat das Team die besten Chancen, das Eis als Sieger zu verlassen, und ich bin der Meinung, dass dies auch den internen Wettbewerb erhöht. Wenn man Eiszeit bekommt und spielen will, muss man in der Lage sein, mit jenen, die gut spielen, mitzuhalten."
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Hynes sieht seine Mannschaft auf dem richtigen Weg.
"Wir haben in den letzten dreieinhalb Wochen bis vier Wochen ziemlich intensiv daran gearbeitet, wie wir zu Toren kommen. Wie bei allem, wenn etwas ein wenig stagniert oder man in einem kleinen Trott steckt, kommt man nicht so einfach aus dem Trott heraus. Wir haben viel Wert auf Videoanalyse, 1-on-1-Meetings, Trainingszeit gelegt. Ich glaube, wir hatten alle das Gefühl, dass sich unser Spiel schon vor zwei oder drei Wochen in die richtige Richtung entwickelt hat", verriet Hynes.
Die nächsten Gelegenheiten ihr Offensiv-Potenzial abzurufen, haben die Predators am Donnerstag, wenn sie Carolina einen Besuch abstatten (7 p.m. ET; NHL.tv; Fr. 01:00 Uhr MEZ) und tags darauf bei den Washington Capitals gastieren (7 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 1:00 Uhr MEZ).