Rund 25 Minuten lang hatte San Jose alles im Griff: Sie brachten mit aggressivem Forechecking Colorado unter Druck, setzten sich über lange Phasen im Offensivdrittel fest und verbuchten reihenweise gute Möglichkeiten. Das Problem: Nur Evander Kane traf dabei ins Tor. "Wir hatten ein paar hochkarätige Torchancen, die wir nicht genutzt haben. Wir müssen einen Weg finden, noch mehr Scheiben zum Tor zu bekommen", sagte Kane auch im Hinblick auf Spiel 3.
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Die schwache Chancenverwertung sollte sich dann rächen: Gabriel Landeskog, Tyson Barrie und Ex-Shark Matt Nieto drehten die Partie zu Gunsten der Avalanche. Umstritten war vor allem das 2:1, bei dem die Kalifornier einen Icing-Pfiff erwarteten und für einen kurzen Moment aufhörten zu spielen. "Die Lektion ist, dass du dich in den Playoffs auf nichts verlassen darfst. Du musst sicher gehen und weiterspielen", hofft San Joses Trainer Peter DeBoer auf einen Lerneffekt, denn in dieser Szene zahlte seine Mannschaft viel Lehrgeld.
An mangelnder Erfahrung kann es bei den Sharks eigentlich nicht liegen, zumal gerade die Routiniers mit gutem Beispiel vorangehen: Joe Thornton, mit 39 Jahren der älteste Spieler im Kader, erlebt seinen zweiten Frühling, führt und treibt die dritte Reihe mit Kevin Labanc und Marcus Sorensen an. Brent Burns, mit 34 Jahren der drittälteste Hai, war in Spiel 2 an allen drei Sharks-Treffern direkt beteiligt (zwei Tore, ein Assist) und kommt auf neun Scorerpunkte (drei Tore, sechs Assists) in den letzten vier Partien. Michael Haley, vierältester Spieler im Team Teal, kehrte nach Verletzungspause zurück und hatte mit fünf Checks die meisten seiner Mannschaft.