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Saisonvorschau 2016/17: Western Conference

Predators könnten diesmal den Vierkampf an der Spitze der Central Division für sich entscheiden

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

CENTRAL DIVISION

Chicago Blackhawks
(2015-16: 47 Siege - 26 Niederlagen - 9 OT/SO Niederlagen, 3. Central)

Neigt sich die Goldene Ära der Blackhawks langsam dem Ende zu? Ganz so weit dürfte es noch nicht sein, doch der dreifache Stanley Cup Champion aus den letzten sieben Jahren wird es kommende Saison in der starken Central Division noch schwerer fallen, sich einen der ersten Drei Plätze in der Division zu sichern. Dem Salary Cap geschuldet, mussten die Blackhawks einige wichtige Stürmer wie Andrew Ladd, Andrew Shaw oder Teuvo Teravainen abgeben und sind dadurch in der Tiefe nicht mehr so gut aufgestellt. Chicagos Defensive hat auch durch die Verpflichtung von Brian Campbell gewonnen und mit Corey Crawford verfügen sie über einen starken Rückhalt im Tor.

Mein Tipp: 3. Platz in der Central

Colorado Avalanche
(2015-16: 39 Siege - 39 Niederlagen - 4 OT/SO Niederlagen, 6. Central)

Den Avalanche steht ein weiteres ganz schweres Jahr bevor. Nachdem Cheftrainer Patrick Roy im August überraschend das Handtuch geworfen hat, übernahm Jared Bednar die Aufgaben als Verantwortlicher hinter der Bande. Mit der Verpflichtung von Fedor Tyutin und Patrick Wiercioch haben die sportlich Verantwortlichen versucht die Defensive zu verstärken. Sie ist aber weiterhin dünn besetzt. Auch im Sturm fehlt es den Avalanche hinter Matt Duchene, Gabriel Landeskog, Nathan MacKinnon und dem 39-jährigen Jarome Iginla an Durchschlagskraft. Eventuell schafft Mikko Rantanen, Colorados Erstrundenpick (Nr. 10) beim NHL Draft 2015 kommende Spielzeit den Durchbruch.

Mein Tipp: 7. Platz in der Central

Dallas Stars
(2015-16: 50 Siege - 23 Niederlagen - 9 OT/SO Niederlagen, 1. Central)

Nach dem Gewinn der Central Division im Vorjahr sind die Ansprüche der Texaner noch einmal gewachsen. Die Stars verfügen mit Jamie Benn und Tyler Seguin über zwei der offensivstärksten Angreifer in der NHL. Fünf Stürmer der Stars kamen in der vergangenen Saison auf 50 oder mehr Scorerpunkte. Keine andere Mannschaft der Liga schoss mehr Tore. Auf der Torhüterposition hat Dallas mit Kari Lehtonen und Antti Niemi zwei erfahrene Männer stehen. Erfahrung, die den jungen Verteidigern hinter Dan Hamhuis und Johnny Oduya, mit Ausnahme von John Klingberg, 24, noch fehlt.

Mein Tipp: 2. Platz in der Central

Minnesota Wild
(2015-16: 38 Siege - 33 Niederlagen - 11 OT/SO Niederlagen, 5. Central)

Die Wild starten mit einem nahezu unveränderten Kader in die kommende Spielzeit. Der Abgang des Österreichers Thomas Vanek soll durch Center Eric Staal und Linksaußen Chris Stewart kompensiert werden. Der neue Headcoach Brude Boudreau wird frischen Wind und höchstwahrscheinlich ein neues Spielsystem nach St. Paul bringen. Ob es angesichts des momentan zur Verfügung stehenden Kaders zur erneuten Qualifikation für die Playoffs reicht ist fraglich. Ihre größte Stärke dürfte zum einen ihre Ausgeglichenheit sein, wodurch sie schwer von ihren Gegnern auszurechnen sind, und zum anderen die von Ryan Suter angeführte kompakte Defensive vor Schlussmann Devan Dubnyk.

Mein Tipp: 5. Platz in der Central

Nashville Predators
(2015-16: 41 Siege - 27 Niederlagen - 14 OT/SO Niederlagen, 4. Central)

2016/17 könnte das Jahr der Predators werden. Mit dem Schweizer Roman Josi und P.K. Subban als seinen Partner spielt das vermutlich offensivstärkste Verteidigerduo der NHL in Nashville. Sollte Schlussmann Pekka Rinne wieder an seine Leistungen von vor zwei Jahren anknüpfen können, dürften sich auch die stärksten Gegner an den Predators die Zähne ausbeißen. Filip Forsberg und James Neal sind Nashvilles torgefährlichste Stürmer. Center Ryan Johnson dürfte sich mittlerweile in Tennessee akklimatisiert haben und könnte für eine positive Überraschung gut sein. Ohne Zweifel zählt Nashville mittlerweile zu den Topadressen der Liga.

Mein Tipp: 1. Platz in der Central

St. Louis Blues
(2015-16: 49 Siege - 24 Niederlagen - 9 OT/SO Niederlagen, 2. Central)

Ein Jahr nachdem sie aufgrund einer starken regulären Saisonleistung als Favorit auf den Western Conference Titel wieder einmal in den Playoffs vorzeitig gescheitert waren, könnte es durchaus sein, dass die dominanten Zeiten der Blues sich langsam dem Ende nähern. Kapitän David Backes wurde ebenso abgegeben, wie Schlussmann Brian Elliott. Mit Vladimir Tarasenko haben sie noch einen der torgefährlichsten Stürmer in ihren Reihen und auch ihre Verteidigung ist, angeführt von Alex Pietrangelo, Jay Bouwmeester und Kevin Shattenkirk hervorragend aufgestellt. Die Aufgaben im Tor werden Jake Allen und Carter Hutton übernehmen.

Mein Tipp: 4. Platz in der Central

Winnipeg Jets
(2015-16: 35 Siege - 39 Niederlagen - 8 OT/SO Niederlagen, 7. Central)

Nach einer für sie enttäuschenden Spielzeit 2016/17, die als Tabellenletzter in der Central abschlossen, könnten die Jets in der anstehenden Saison wieder einen Schritt nach vorne machen. Das Hauptaugenmerk ihrer Fans dürfte auf dem 18-jährigen Patrik Laine liegen. Der Finne wird sogar als Kandidat für die Calder Trophy gehandelt. Mit Mark Scheifele, Blake Wheeler und Drew Stafford stehen noch weitere Stürmer, die wissen wo das Tor steht, im Kader der Jets. Dustin Byfuglien ist ein überragender Verteidiger und auch der 22-jährige Jacob Trouba hat sich enorm entwickelt. Das größte Manko der Jets ist die Torhüterposition. Wer wird ihre Nummer 1? Ist es Ondrej Pavelec oder muss er sich die Aufgaben im Kasten mit Connor Hellebuyck und Michael Hutchinson teilen?

Mein Tipp: 6. Platz in der Central

PACIFIC DIVISION

Anaheim Ducks
(2015-16: 46 Siege - 25 Niederlagen - 11 OT/SO Niederlagen, 1. Pacific)

Die Pacific Division wird von drei Teams aus Kalifornien dominiert, eines davon sind die Ducks, bei denen nun wieder Randy Carlyle hinter der Bande stehen wird. Mit Carlyle als Trainer gewannen die Ducks 2007 den Stanley Cup. Können sie mit ihm zu alten Erfolgen zurückfinden? Die Ducks zählen definitiv zum erweiterten Favoritenkreis, nicht mehr und nicht weniger. Ryan Getzlaf und Corey Perry sind zwar noch Ausnahmestürmer haben aber, schaut man sich die Zahlen des letzten Jahres an, ihren Zenit überschritten. In der Defensive stehen junge, schnelle Verteidiger und mit John Gibson, 23, verfügen sie über einen jungen Torhüter, der kommende Saison für die eine oder andere Überraschung sorgen könnte.

Mein Tipp: 3. Platz in der Pacific

Arizona Coyotes
(2015-16: 35 Siege - 39 Niederlagen - 8 OT/SO Niederlagen, 4. Pacific)

Tobias Rieder konnte sich mit den Coyotes auf einen neuen Vertrag einigen, doch der deutsche Stürmer wird wohl auch in der kommenden Spielzeit in der NHL kein Playoffeishockey spielen. In Glendale arbeitet man noch an einer erfolgreichen Mannschaft für die Zukunft. Trotz ihrer vielen jungen Talente, wie ein Max Domi, Anthony Duclair oder Laurent Dauphin, die sie in der Organisation haben, werden die Coyotes erst in den nächsten Jahren eine bedeutende Rolle in der Western Conference spielen. Es schaut so aus, als brächte General Manager John Chayka diese Franchise auf den richtigen Weg.

Mein Tipp: 5. Platz in der Pacific

Calgary Flames
(2015-16: 35 Siege - 40 Niederlagen - 7 OT/SO Niederlagen, 5. Pacific)

Mit Glen Gulutzan als neuem Übungsleiter, mit den zwei neuen Torhütern Brian Elliott und Chad Johnson sowie mit ganz vielen jungen hochbegabten Spielern gehen die Westkanadier das Unternehmen Playoffqualifikation an. Würde Eishockey nur mit zwei Sturm- und Verteidgungsreihen gespielt, dann wären die Flames schon einen Schritt weiter und durchaus ein Kandidat für die oberen drei Plätze. Dem momentanen Kader fehlt es sowohl im Angriff, wie auch in der Defensive an Tiefe. In Calgary darf man gespannt darauf sein, wie sich ihr 18-jähriger Linksaußen Matthew Tkachuk entwickelt.

Mein Tipp: 4. Platz in der Pacific

Edmonton Oilers
(2015-16: 31 Siege - 43 Niederlagen - 8 OT/SO Niederlagen, 7. Pacific)

Was haben die Oilers nicht schon alles versucht, um an alte glorreiche Zeiten anzuknüpfen. Seit mittlerweile zehn Jahren versucht man sich am Neuaufbau einer schlagkräftigen Truppe, die wieder ein Playoffkandidat ist. Im Sommer entschied sich das Management ihren besten Außenstürmer Taylor Hall abzugeben. Die Stürmer Milan Lucic, Jesse Puljujarvi und Kris Versteeg wurden verpflichtet. Mit Connor McDavid, Leon Draisaitl und Ryan Nugent-Hopkins sind drei torgefährliche Angreifer in ihren Reihen noch keine 25 Jahre alt. Das Erreichen der Playoffs wird vermutlich für die Oilers in diesem Jahr noch nicht drin sein, doch sie könnten sich als positive Überraschung herausstellen.

Mein Tipp: 6. Platz in der Pacific

Los Angeles Kings
(2015-16: 48 Siege - 28 Niederlagen - 6 OT/SO Niederlagen, 2. Pacific)

Die Kings werden sich auch in der kommenden Saison einen spannenden Kampf um den Divisionstitel liefern. Die Verantwortlichen in Los Angeles haben um ihre beiden Leader Anze Kopitar im Sturm und Drew Doughty in der Verteidigung eine bärenstarke Mannschaft aufgebaut. Die Abgänge der Stürmer Kris Versteeg und Milan Lucic dürften sie angesichts der Tiefe ihres Kaders verschmerzen können und hinten im Tor sind über Schlussmann Jonathan Quick alle Zweifel erhaben. Mit den Kings darf man in der kommenden Saison wieder rechnen, ob es jedoch zu einem dritten Titelgewinn reicht, ist angesichts der starken Konkurrenz sehr fraglich.

Mein Tipp: 1. Platz in der Pacific

San Jose Sharks
(2015-16: 46 Siege - 30 Niederlagen - 6 OT/SO Niederlagen, 3. Pacific)

Es war schon etwas überraschend, dass die Sharks in diesem Frühjahr bis in das Stanley Cup Finale vordringen konnten. Aus dem ersten Titelgewinn ihrer Franchisegeschichte wurde es Nichts. Nun möchte die Mannschaft von Peter DeBoer den zweiten Anlauf starten. Ihren Kader konnten sie weitestgehend zusammenhalten und somit dürfen sich die in die Jahre gekommenen, aber immer noch hocheffektiv, auf höchstem Niveau spielenden Sharks-Urgesteine Joe Thornton, 37, und Patrick Marleau, 37, weiterhin Hoffnung auf den Gewinn der begehrten Trophäe machen. Sollten die Sharks kommende Saison einen besseren Start als im vergangenen Jahr hinlegen könnte sogar der Divisionstitel drin sein.

Mein Tipp: 2. Platz in der Pacific

Vancouver Canucks
(2015-16: 31 Siege - 38 Niederlagen - 13 OT/SO Niederlagen, 6. Pacific)

Der Schwede Loui Eriksson könnte sich als ideale Ergänzung für die erste Sturmformation der Canucks mit Henrik und Daniel Sedin herausstellen. Vergangene Saison erzielten die Canucks die wenigsten Tore in der Western Conference und man darf unken, dass es auch im kommenden Jahr nicht besser wird. Die Sedin-Brüder sind mittlerweile 36 Jahre und Alexandre Burrows ein Jahr jünger. Die Hoffnungen der Westkanadier liegen auf dem Schweizer Angreifer Sven Baertschi, 24, auf Markus Granlund, 23 und dem 21-jährigen Bo Horvat. Doch wer kommt nach? Ein Jake Virtanen oder ein Brendan Gaunce sind bisher noch einiges schuldig geblieben.

Mein Tipp: 7. Platz in der Pacific

 

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