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St. Louis vertraut auf erhöhte Durchschlagskraft

31 in 31: Mit O'Reilly, Bozak, Perron und Maroon sind die Blues im Angriff deutlicher breiter aufgestellt

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Autor

Die NHL-Saison 2018/19 wirft langsam aber sicher ihre Schatten voraus. Vor dem Start der Trainingslager analysiert NHL.com/de ab 5. August die 31 Teams der Liga in 31 Tagen. Zu jeder Mannschaft gibt es in der Serie "31 in 31" zwei Berichte mit interessanten Fakten, Einschätzungen und Einblicken.

In dieser Folge: St. Louis Blues

Ab durch die Mitte, lautet die Devise diesen Sommer bei den St. Louis Blues. Nachdem sie mit 94 Punkten (44-32-6) die Playoffs erstmals nach sechs Teilnahmen in Folge verpasst hatten, verstärkten sich die Blues diesen Sommer in der Offensive und besonders auf der Position des Mittelstürmers. Damit soll die große Schwäche des Teams, das nur 223 Tore lieferte, abgestellt werden.

Volle Kraft voraus
Die Blues stellten mit Jaden Schwartz, Brayden Schenn und Vladimir Tarasenko bereits in der vergangenen Saison phasenweise eine der beeindruckendsten Offensivformationen der NHL. Es fehlte dem Team allerdings an Toren aus den übrigen Reihen. Das sollen nun die Neuzugänge Ryan O'Reilly, Tyler Bozak, David Perron und Patrick Maroon ändern.

Video: TOR@BUF: O'Reilly nutzt Puck vom Schiedsrichter

O'Reilly erzielte für die Buffalo Sabres vergangene Saison 61 Punkte (24 Tore, 37 Assists) und dürfte mit der zweitbesten Bullyquote (58,3 Prozent) in Zukunft mit Tarasenko in der ersten Reihe auflaufen. Die Rolle des zweiten Centers ginge dann an Schenn, in der dritten Reihe wird Bozak erwartet, der bei den Maple Leafs in der abgelaufenen Saison auf 43 Punkte (elf Tore, 32 Assists) kam. Das Quartett in der Mitte wird wohl Robby Fabbri komplettieren. Der 22-jährige Kanadier, den die Blues in der ersten Runde des NHL Draft 2014 (Nummer 21) wählten, fiel die gesamte Saison wegen eines Kreuzbandrisses aus, erzielte in der vorherigen Saison jedoch in nur 51 Partien immerhin 29 Punkte (elf Tore, 18 Assists.

Eine weitere Schwachstelle, die von den Veränderungen profitieren soll, ist das Powerplay. Die Blues nutzten 15,4 Prozent ihrer Überzahlsituationen, nur die Edmonton Oilers schnitten mit 14,8 Prozent noch schlechter ab.

 

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Blick nach Schweden
Die Verantwortlichen der Blues werden kommende Saison wohl ein Auge auf das Geschehen in der schwedischen Svenska Hockeyligan haben. Dort wird der deutsche Stürmer Dominik Bokk für den schwedischen Meister, die Växjö Lakers, antreten.

Die Blues wählten Bokk im NHL Draft 2018 in der ersten Runde (Nummer 25). Bereits vergangene Saison erhielt das damals noch 17-jährige Ausnahmetalent einen Profivertrag bei den Lakers, nachdem er in der U20-Mannschaft bereits 41 Punkte (14 Tore, 27 Assists) in 35 Partien geliefert hatte. Bokk wird in der kommenden Saison weiterhin bei seinem bisherigen Arbeitgeber in Schweden bleiben, um seine Fähigkeiten weiterhin zu verbessern.

 

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Nachschub aus den eigenen Reihen
Die Blues werden voraussichtlich bereits in dieser Saison zwei jungen Spielern aus der eigenen Organisation eine Chance geben. Stürmer Robert Thomas und Verteidiger Jordan Schmaltz haben vielversprechende Leistungen in der Ontario Hockey League und der American Hockey League gezeigt.

Thomas kam in 49 Partien für die London Knights und die Hamilton Bulldogs in der OHL auf 75 Punkte (24 Tore, 51 Assists) und könnte mit seinen Fähigkeiten vor dem gegnerischen Tor ein weiterer Faktor im Angriff der Blues werden.

Schmaltz durfte vergangene Saison bereits 13 Mal für die Blues antreten und brachte es dabei auf einen Assist. Für die San Antonio Rampage lief er in der AHL 31 Mal auf und machte 23 Punkte (fünf Tore, 18 Assists). In der starken Abwehr der Blues hat er eine harte Konkurrenz, doch er hat sicherlich das nötige Talent sich durchzusetzen.

Stabiles Fundament
Um die Abwehr muss sich Trainer Mike Yeo keine Sorgen machen, immerhin kassierten letzte Saison nur fünf Teams weniger Tore als die Blues, deren Defensive lediglich 222 Mal überwunden wurde. Angeführt von Kapitän Alex Pietrangelo ließ das Team mit 29,7 Schüssen pro Spiel auch die drittwenigsten zu.

Sollte Torwart Jake Allen, der mit 90,6 Prozent Fangquote und 2,75 Gegentoren pro Spiel eines der schlechtesten Jahre seiner NHL-Karriere hatte, wieder zu seiner alten Form zurückfinden, kann er mit der Elite der Liga mithalten. Das dürfte die Chancen der Blues weiterhin verbessern.

Video: CBJ@STL: Allen stoppt Anderson mit der Fanghand

Rückkehr zu alter Größe
Wenn alles nach Plan läuft, dürfte das Scheitern der Blues bei der Playoff-Qualifikation in der abgelaufenen Saison nur ein Ausrutscher gewesen sein. Der talentierte Kader und die taktische Disziplin der Mannschaft ist zu groß, um erneut nicht unter die besten 16 Teams der Liga zu kommen.

Mit den Verstärkungen, die in diesem Sommer zu ihnen kamen, und den bewährten Kräften haben die Blues das Zeug um die ersten drei Plätze in der starken Central Division zu spielen und sich somit direkt für die Playoffs zu qualifizieren. Ergattern sie damit eine gute Ausgangsposition, können sie in den Playoffs weit vordringen.

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