Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Tampa Bay Lightning

In den vergangenen beiden Wochen strauchelten die Buffalo Sabres gegen Ende ihrer Überraschungssaison etwas, doch pünktlich zum Gipfeltreffen zeigten sie sich wieder von ihrer besten Seite. Am Montag gewannen sie das direkte Duell zwischen den beiden besten Teams der Atlantic Division zu Hause im KeyBank Center mit 4:2 und zogen dadurch mit 102 Punkten mit den Lightning gleich.

„Das war ein wichtiges Spiel für uns“, betonte Buffalos Trainer Lindy Ruff. „Das war eine große Prüfung für uns, weil wir wussten, was auf dem Spiel steht. Wir wussten, dass sie in der Tabelle direkt vor uns sind. In den beiden Spielen davor waren wir nicht gut, und gute Teams wissen, wie man zurückschlägt. Das haben unsere Spieler heute super gemacht.“

Meilenstein für Kucherov

Im ersten Drittel durften zwischenzeitlich noch die Gäste feiern. Nikita Kucherov verwertet ein Powerplay in der 12. Minute mit einem Direktschuss aus dem rechten Bullykreis. Damit glich er nicht nur zum 1:1 aus, sondern erzielte auch das 400. Tor seiner NHL-Karriere, die er komplett in Tampa verbrachte.

TBL@BUF: Kucherov verwertet Guentzels Vorlage zum Ausgleich im Powerplay

Vor Kucherov gelang dieser Meilenstein in der Geschichte der Lightning nur seinem langjährigen Mitspieler Steven Stamkos, der 555 Tore für das Team erzielte. Kucherov ist nicht nur der zweitbeste Torjäger der Franchise-Geschichte, sondern mit 1120 Punkten auch der zweitbeste Scorer hinter Stamkos (1137) und mit 720 Assists der beste Vorbereiter.

In der laufenden Saison liegt der 32-jährige Außenstürmer mit 126 Punkten (43 Tore, 83 Assists) gleichauf mit Connor McDavid auf Platz eins der Liga.

Sabres halten Lightning in Schach

Vor Kucherovs Treffer holte Alex Tuch in der sechsten Minute mit seinem 30. Saisontor die frühe Führung für Buffalo. Von dem Ausgleich ließen sich die Sabres nicht beeindrucken. In den ersten beiden Dritteln hatten sie mit 24:16 Torschüssen deutlich mehr Spielanteile und nutzten diesen Vorteil auch aus. In der 15. Minute eroberte Josh Norris die Führung zurück.

„Das Spiel tat uns gut“, freute sich Stürmer Jason Zucker. „Mit den beiden Spielen davor waren wir nicht sonderlich zufrieden. Es tat gut, wieder zu gewinnen und noch dazu zu Hause vor unseren Fans. Das hat Spaß gemacht.“

Im zweiten Drittel zog Tampa durch Jake Guentzel erneut gleich (24.), Zucker brachte die Hausherren aber wieder in Front (28.). Im Schlussabschnitt verteidigten die Sabres die Führung und warteten auf ihre Chance. Die kam, als Tampa in den letzten Minuten Torhüter Andrei Vasilevskiy für den sechsten Skater vom Eis nahm. Jack Quinn nutzte das leere Tor auf Vorlage von Zucker und Torwart Ukko-Pekka Luukkonen zum 4:2 (59.).

„Unser Spiel hat mir heute nicht gefallen“, bemängelte Lightning-Trainer Jon Cooper. „Es stand 2:2, und wir waren in einer ganz guten Position. Dann geben wir ein Tor her durch Abwehrfehler, die nicht passieren sollten. Im dritten Drittel mussten wir dem Spiel dann hinterherjagen. Wir hatten gute Szenen, aber wir haben sie nicht genutzt. Es war zu spät und zu wenig. Das Spiel war ein bisschen frustrierend.“

TBL@BUF: Zucker lenkt Byrams Schuss zur Führung ins Tor

Spannender Dreikampf

Die Atlantic Division sorgt in dieser Saison für jede Menge Spannung und das nicht nur im Kampf um die letzten Plätze in den Stanley Cup Playoffs. Auch an der Spitze ist bis zum Ende noch nichts entschieden.

Durch den Sieg ziehen die Sabres (47-23-8) mit 102 Punkten mit den Lightning (48-23-6) gleich, die auf dem ersten Platz bleiben, da sie bisher ein Spiel weniger bestritten haben. Es ist aber kein reiner Zweikampf, denn auf Platz drei lauern mit nur zwei Punkten Abstand die Montreal Canadiens (45-22-10). Die Lightning und Canadiens haben noch fünf Spiele vor sich, die Sabres noch vier.

Die Platzierung innerhalb dieses Trios macht für die Playoffs einen großen Unterschied. Alle drei Teams gehören zu den besten Mannschaften der Liga. Platz zwei und drei treten in der ersten Playoff-Runde gegeneinander an, während der Erstplatzierte auf eins der Wild Card Teams trifft. Das direkte Duell mit einer der Spitzenmannschaften würde man zum Beginn der Playoffs gerne vermeiden. Der Unterschied zwischen Platz zwei und drei entscheidet in dieser Serie außerdem über den Heimvorteil.

Die Sabres haben einen Tag Pause, ehe sie am Mittwoch auswärts bei den New York Rangers um weitere wichtige Punkte spielen. Tampa muss bereits am Dienstag ebenfalls auswärts gegen die Ottawa Sabres wieder aufs Eis. Montreal tritt am Dienstag zu Hause gegen die Florida Panthers an.

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