Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den New Jersey Devils

Die New Jersey Devils geben den Kampf um einen Spot in den Stanley Cup Playoffs noch nicht verloren. Am Sonntag gewannen sie bei den Montreal Canadiens mit 3:0. Sie revanchierten sich damit für die tags zuvor gegen den gleichen Kontrahenten erlittene Heimniederlage (3:4 n.P.) und beendete dessen Siegesserie nach acht Spielen.

Trotz des jüngsten Triumphes wird die Luft immer dünner für die Vertretung aus Newark. Das liegt daran, dass sie neben eigenen Erfolgen im Playoff-Rennen auch auf Patzer der Konkurrenz angewiesen ist. Fünf Partien vor Schluss der regulären Saison fehlen New Jersey sieben Punkte auf die zweite Wildcard in der Eastern Conference.

Im Bell Centre erwies sich das Team um Kapitän Nico Hischier als Party-Crasher. Durch die Niederlage der Detroit Red Wings gegen die Minnesota Wild am Sonntagnachmittag hatten sich die Canadiens vor Spielbeginn die Qualifikation für die Postseason gesichert. Die Freude darüber wurde durch die Heimpleite ein wenig getrübt. Timo Meier, Cody Glass und Connor Brown erzielten jeweils ein Tor für die Devils. Jack Hughes verbuchte zwei Assists. Einen bärenstarken Auftritt legte Torhüter Jacob Markstrom hin, der dank seiner 18 Saves seinen 25. NHL-Shutout feierte.

NJD@MTL: Meier zur Führung der Devils im 1. Drittel

„Es war eine großartige Mannschaftsleistung. Genauso sollte es zu diesem Zeitpunkt der Saison auch sein. Vor allem, wenn man wie wir auf jeden Punktgewinn für die Playoffs angewiesen ist“, konstatierte Markstrom, der erstmals seit 5. April 2025 in einer Begegnung ohne Gegentreffer blieb. „Wir haben den Canadiens kaum Platz gelassen. Mit unseren zahlreichen Blocks, einem guten Unterzahlspiel und Forechecking haben wir es ihnen schwergemacht.“

Meier brachtedie Devils nach elf Minuten mit 1:0 in Führung. Ein Schuss von Hughes aus dem linken Bullykreis rutschte durch die Schoner von Montreals Schlussmann Jacob Fowler. Der Schweizer reagierte gedankenschnell und spitzelte die Scheibe über die Linie. Für ihn war es der 24. Treffer in der laufenden Spielzeit. In der teaminternen Torjägerliste rangiert er mit dieser Ausbeute an dritter Stelle hinter Hischier (26) und Hughes (25). Seine 42 Scorerpunkte aus 72 Einsätzen bedeuten Rang vier unter den Punktesammlern der Devils.

Nach einer unglaublichen Energieleistung erhöhte Glass knapp zwei Minuten vor Ablauf des zweiten Drittels auf 2:0. Er eroberte den Puck in der neutralen Zone, spazierte durch die Verteidigung der Canadiens und überwand Fowler mit einem Schlenzer aus dem rechten Bullykreis durch die Beine. „Ich hatte viel Tempo drauf und konnte den Sololauf deshalb voll durchziehen. Zum Schluss habe ich die Lücke gesehen und ihm die Scheibe durch die Schoner gespielt“, beschrieb Glass das Zustandekommen seines 17. Saisontores. „Ich bin froh, dass mir das gelungen ist. Gestern habe ich grottenschlecht gespielt. Das wollte ich heute unbedingt vergessen machen“, fügte der Angreifer hinzu.

Den Schlusspunkt zum 3:0 setzte Brown dreieinhalb Minuten vor dem Ende der Begegnung mit einem Empty-Net-Goal. Hughes bediente den Torschützen in der neutralen Zone. Der machte noch ein paar Schritte und beförderte die Scheibe ins verwaiste Canadiens-Gehäuse.

NJD@MTL: Markstrom verdient sich seinen 25. NHL-Shutout

„Ich fand unseren Auftritt heute Abend durchweg außergewöhnlich“, resümierte New Jerseys Trainer Sheldon Keefe. Nach der Niederlage vom Vorabend hatte er seine Mannschaft am Vormittag zur Fehleranalyse gebeten. „Wir haben über ein paar Sachen gesprochen, die wir aus meiner Sicht defensiv hätten besser lösen müssen. Das hat sich ausgezahlt. Wir sind diesmal strukturell viel besser gewesen und haben in allen Bereichen zugelegt“, erklärte der Coach.

Um die klitzekleine Playoff-Hoffnung am Leben zu erhalten, müssen die Devils weiterhin ihre Hausaufgaben machen, sprich die fünf ausstehenden Spiele allesamt gewinnen. Völlig abwegig ist das nicht. Bei den Gegnern handelt es sich nicht um die absoluten Spitzenteams der Liga, sondern ausnahmslos um Mannschaften aus dem Osten, die wie New Jersey um den Einzug in die Postseason kämpfen.

Am Dienstag empfangen die Devils im Prudential Center die Philadelphia Flyers. Am Donnerstag geht es dort gegen die Pittsburgh Penguins. Am Samstag folgt ein Gastspiel bei den Red Wings, ehe am Sonntag die Ottawa Senators in Newark aufkreuzen. Mit einem Auswärtsmatch gegen die Boston Bruins am 14. April endet die reguläre Saison für New Jersey.

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