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ESDW Sabres gegen Canucks: 5 Gründe einzuschalten

Jungstars Eichel gegen Pettersson stehen vor allem im Fokus beim NHL Europa-Spiel der Woche am Samstag

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

NHL.com/de geht jeden Freitag in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe für das Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Buffalo Sabres gegen die Vancouver Canucks.

Am Samstag um 19.00 Uhr MEZ (live bei Sport1+, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv) treten im KeyBank Center von Buffalo die gastgebenden Buffalo Sabres gegen die Vancouver Canucks an. Es ist das erste an diesem Wochenende ausgestrahlte NHL Europa-Spiel der Woche. Am Sonntag um 20.00 Uhr MEZ folgen noch die Nashville Predators bei den Winnipeg Jets (live bei Sport1, DAZN, Teleclub Sport, NHL.tv).

Sabres (19-18-7) gegen Canucks (23-17-4) ist eine Partie zweier Mannschaften die außerhalb den Qualifikationsrängen zu den Stanley Cup Playoffs platziert sind und darum kämpfen, wieder einen einzunehmen. Dabei fehlen Buffalo nach gutem Saisonstart sieben Punkte auf den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference und Vancouver liegt nach einer Siegesserie von sieben Partien, die diese Woche jäh gestoppt wurde, als erster Verfolger zwei Punkte hinter einer Wildcard der Western Conference. Beide Teams sind dementsprechend auf jeden Zähler angewiesen und werden alles in die Waagschale werfen, um zwei davon am Samstag einzufahren. 

 

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Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Zweites Aufeinandertreffen nach Torspektakel im ersten Duell

Am 7. Dezember trafen sich beide Mannschaften in der Rogers Arena der kanadischen Metropole am Pazifik und lieferten ein Torspektakel ab. 6:5 nach Verlängerung gewannen die heimischen Canucks das Aufeinandertreffen. Ein Powerplay-Tor von J.T. Miller in der 64. Minute entschied die spannende Partie, nachdem Marcus Johansson für die Sabres erst 59 Sekunden vor dem Ende des dritten Drittels für den Ausgleich gesorgt hatte und das Spiel in die Verlängerung schickte. Buffalo konnte zum dritten Mal ausgleichen, inklusive zwei 2-Tore-Rückstände. Jack Eichel markierte in der dritten Minute der Overtime den vermeintlichen Siegtreffer für die Sabres, doch Teamkollege Henri Jokiharju wurde wegen Behinderung auf die Strafbank geschickt. "Wir haben uns ein weiteres Loch im dritten Drittel gegraben und genauso wie das frustrierend war, die Hartnäckigkeit der Jungs und die Art, wie sie damit umgegangen sind, hat das zu einem unglaublichen Eishockeyspiel gemacht", resümierte damals Sabres-Trainer Ralph Krueger. Buffalo wird sicher dieses Erlebnis noch im Hinterkopf haben und sinnt auf Revanche, wenn die Canucks in ihre Stadt kommen.

Video: BUF@VAN: Miller trifft in Überzahl zum Sieg

Elias Pettersson gegen Jack Eichel

Es wird das Duell der Jungstars, der beiden derzeitigen Topscorer ihrer Mannschaften. Elias Pettersson von den Canucks gegen Jack Eichel von den Sabres. Der fünfte Zug beim NHL Draft 2017 aus Schweden gegen den zweiten Zug beim NHL Draft 2015 aus den USA. Pettersson verbuchte während seiner Rookie-Saison 2018/19 in 71 Spielen 28 Tore und 38 Assists zu 66 Punkten. In dieser Saison liegt er bei 20 Toren und 26 Assists zu 46 Punkten in 44 Spielen und ist auf dem besten Weg seine Werte aus der vergangenen Spielzeit zu toppen.

Eichel steht dem in Nichts nach und befindet sich in einem besonderen Jahr. Nach seiner Karriere-Bestleistung in der abgelaufenen Saison mit 28 Tore und 54 Assists zu 82 Punkten, kann er mit einem weiteren Treffer bereits am Samstag diese Torausbeute einstellen. In 43 Spielen kommt der 23-jährige Center auf 27 Tore und 29 Assists zu 56 Punkten. Eichel hat eine Punkteserie von fünf Spielen am Laufen (drei Tore, zwei Assists) und holte in 23 seiner zurückliegenden 25 Spiele mindestens einen Punkt (19 Tore, 18 Assists). Pettersson sucht derweilen noch nach seiner Beständigkeit: Er hat seit Mitte November keine drei Spiele am Stück mehr punkten können. Am Samstag bekommt er die Chance dies zu ändern, nachdem er zuletzt zweimal hintereinander einen Zähler markierte. 

Video: EDM@BUF: Eichel verwandelt einen Penalty in Overtime

Vancouver muss wieder besser verteidigen

Vom 19. Dezember bis zum 4. Januar fuhren die Canucks erstmals seit dem Dezember 2013 wieder sieben Siege in Folge ein. Sechs der sieben Partien wurden allerdings zu Hause absolviert und nur ein 5:2-Auswärtssieg bei den Calgary Flames am 29. Dezember fiel in diesen Zeitraum. Momentan befindet sich Vancouver auf einem Roadtrip von fünf Spielen, wobei der Auftritt in Buffalo ihre dritte Station sein wird. Am Dienstag endete die Siegesserie bei den Tampa Bay Lightning jäh mit einer 2:9-Klatsche. Am Donnerstag folgte ein 2:5 bei den Florida Panthers. Damit haben die Canucks in zwei Auftritten 14 Gegentore kassiert und müssen wieder auf mehr Stabilität in der Defensive achten.

"Es geht vor allem darum, wieder die kleinen Details zu berücksichtigen", bemerkte Torhüter Thatcher Demko, der gegen die Panthers trotz der fünf Gegentore noch 44 Saves vorzuweisen hatte. "Unser Team kann einen Siegerstil spielen. Wir haben diese Mentalität in unserer Kabine und wir müssen nur wieder dorthin kommen." 

Es geht aber auch darum auswärts erfolgreicher zu sein, denn die bisherige Bilanz von 9-12-1 mit einem Punkteschnitt von 0,86 pro Spiel dürfte kaum für die Qualifikation zu den Playoffs ausreichen.

Buffalo auf der Suche nach Konstanz

Das neue Jahr der Sabres fing deutlich besser an, als das alte aufhörte. Doch um den Trend zu bestätigen, bedarf es weiterer Siege. Ab Mitte Dezember bis zum Jahreswechsel verloren sie sieben ihrer acht Spiele (1-6-1) und hatten in dieser Zeit ein Torverhältnis von 16:31 vorzuweisen. Die Offensive hat bis auf Eichel Nachholbedarf, doch immerhin konnten im neuen Jahr die Heimspiele gegen die Edmonton Oilers (3:2 OT) und Florida Panthers (3:2) dank einer guten Defensivleistung gewonnen werden. 

Video: FLA@BUF: Jokiharju schießt hoch nach Passsequenz ein

Ein Rückschlag war das 1:5 am Donnerstag beim Titelverteidiger St. Louis Blues. "Ich denke nicht, dass wir gute Entscheidungen mit dem Puck treffen", übte Eichel Kritik. "Wir haben ihn viel zu häufig verloren und das ist es. Natürlich wenn man fünf Tage nicht spielt, dann ist man nicht so drin wie man es ist, wenn man ständig spielt. Wir waren ausgeruht. Wir sollten viel Energie haben. Ich denke nur, dass unser Spiel nicht ins Laufen kam."

Ein Fakt, der auch Trainer Krueger beunruhigte und ihn veranlasste, schon mal harte Arbeit anzukündigen. "Jeder muss hungriger sein, den Puck auf das Tor zu bringen", betonte er. "Ich bin der Meinung, wir geben immer noch zu viele Möglichkeiten her, um ins Spiel zu kommen - unsere Verteidigung und unsere Stürmer. Wir müssen körperlicher spielen. Wir müssen andere Wege finden, mehr Druck auf das Tor auszuüben und wir müssen hart daran arbeiten, um das zu erreichen."

Die Fans dürfen gespannt sein, was unter diesen Voraussetzungen am Samstag passiert.

Powerplay der Canucks hakt etwas

Die Werte der Canucks bei den Special Teams sehen besser aus als die der Sabres. 25 Prozent ihrer Überzahlgelegenheiten hat Vancouver verwertet und liegt damit auf den vierten Platz in der Powerplay-Statistik. Buffalo kommt hingegen nur auf 17,6 Prozent, was den 22. Platz bedeutet. Wenn die Faustregel gilt, dass alles unter 20 Prozent verbesserungswürdig ist, dann haben die Sabres Nachholbedarf. Doch auch bei den Canucks schlichen sich in jüngster Zeit Schwächen ein. Zehn Überzahlmöglichkeiten ließen die Kanadier in den zurückliegenden drei Spielen liegen. Vielleicht gelingt ihnen am Samstag diese Negativtendenz zu brechen und ihren 41. Powerplaytreffer der Saison zu erzielen? Etwas dagegen haben, dürften die Unterzahlformationen der Sabres, jedoch nehmen sie mit 74,0 Prozent Erfolgsquote bei Unterzahl (PK%) nur den 29. Platz ein. Unter Berücksichtigung der erzielten Tore mit einem Mann weniger auf dem Eis (2), im Bereich der sogenannten Netto PK%, sind die Sabres mit 75,6 Prozent sogar Letzter. Vancouver liegt mit 80,1 Prozent knapp über den Normalwert von 80 Prozent und steht damit auf den 17. Platz. Sie konnten bereits fünfmal mit einem Mann weniger auf dem Eis treffen. Es dürfte also interessant werden, was passiert, wenn ein Spieler am Samstag seine Strafe antreten muss.   

Video: EDM@VAN: Hughes trifft im Powerplay zur Führung

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