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Rowe will Panthers auf einen neuen Weg bringen

Floridas General Manager äußert sich zur Entlassung von Trainer Gerard Gallant

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Als Florida Panthers Trainer Gerard Gallant nach der 3-2 Niederlage am Sonntag bei den Carolina Hurricanes in ein Taxi und nicht in den Teambus einstieg, war die Verwirrung groß und erste Quellen sprachen von einer Entlassung.

Über den Stil der Aktion sofort nach Spielende kann man streiten, aber in der Analyse war schnell klar, dass es nicht nur der Auftritt kurz zuvor gewesen sein konnte, denn die Panthers waren das bessere Team, hatten aber in kurzer Zeit drei Tore kassiert, welche die bittere Niederlage bedeutete.

Tom Rowe der bisherige General Manager, der den Posten des Trainers bis zum Saisonende interimsmäßig übernehmen wird, äußerte am Montag durchaus Diskrepanzen, die bereits im Somme zu Tage traten.

"Wir wollten das Team weiterentwickeln und eine Mannschaft stellen, die schnell ist, den Puck schnell bewegen kann, das gegnerische Tor attackiert und Druck auf den Puck in allen Zonen ausüben kann", sagte Rowe. "Gerard und ich sprachen darüber und er sagte, er wolle mehr Größe und wir entschieden in eine andere Richtung zu gehen."

"Waren wir jeden Tag in der Woche auf derselben Wellenlänge? Nein, wenn es darum geht. Der beste Weg es ihnen zu sagen ist, dass die Philosophie eine andere war und das hat in die Entscheidung hinein gespielt."

Vergessen waren die 47 Siege und 103 Punkte, welche die Panthers in der Vorsaison unter der Ausrichtung von Gallant holten. Damit stellten sie einen neuen Franchiserekord auf und gewannen überraschend die Atlantic Division.

Bereits vor einigen Tagen war die Entscheidung gefallen, dass es der Teamleitung nicht gefällt, in welche Richtung sich alles entwickelt. Die Panthers liegen jedoch mit 11-10-1 (23 Punkte) nach 22 Spielen in dieser Saison sogar leicht besser als sie es noch vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt mit 9-9-4 (22 Punkte) waren.  

Ursprünglich sollte Gallant bis zum Ende der sechs Spiele umfassenden Auswärtsreise, die am Dienstag bei den Chicago Blackhawks fortgesetzt wird, weiter arbeiten können.

"Nachdem wir am [Sonntag-] Abend im zweiten Drittel eingebrochen sind, kam es uns schneller in den Sinn", sagte Rowe.

Rowe bringt Erfahrung als Trainer mit und kommt aus diesem Bereich, ehe er im Januar stellvertretender GM und ab Mai GM in Florida wurde. Rowe trainierte das AHL Farmteam der Panthers für zweieinhalb Jahre. Zuvor war er von 2008-11 Assistenztrainer in Carolina und in der Saison 2012-13 Trainer von Lokomotive Jaroslavl in der russischen KHL.

Die Aufgaben als General Manager wird Präsident Dave Tallon mit dem bisherigen Team übernehmen. Für Rowe geht es darum schnell Struktur in die Auftritte der Panthers zu bringen, denn eine solche Phase wie am Sonntag, als sie im zweiten Drittel überrannt wurden und die vorentscheidenden drei Tore kassierten, war nicht das erste Mal aufgetreten.  

Bei einem Meeting mit der Mannschaft will Rowe die Grundlagen legen. "Ich sollte darlegen, was unser Plan ist und was wir anders machen wollen", sagte Rowe. "Der Grund, warum die Spieler Gerard so mochten ist, dass er sie mit Respekt behandelte. Ich bin da nicht viel anders. Ich denke jeder möchte mit Respekt behandelt werden und wenn man Leute mit Respekt behandelt, dann erhältst du Respekt zurück."

Die Panthers müssen laut Rowe defensiv und bei den Special Teams besser werden. Florida ist diese Saison 21. im Powerplay mit nur 14,7 Prozent Erfolgsquote und 19. in Unterzahl mit 81,3 Prozent. Vergangene Saison waren die Zahlen nicht viel besser: 23. im Powerplay mit 16,9 Prozent und 24. in Unterzahl mit 79,5 Prozent.  

Die schlechten Zahlen in den besonderen Spielsituationen waren auch eine Ursache, warum die Panthers in der abgelaufenen Spielzeit in der ersten Runde der Eastern Conference Playoffs an den New York Islanders scheiterten.

"Wir denken, dass wir gegen die Islanders wirklich gut gespielt haben, aber das Powerplay war nicht in der Lage in der Form zu liefern, wie wir es benötigt hätten", sagte Rowe in Anspielung auf die lediglich zwei Überzahltreffer bei 13 Möglichkeiten in dieser Serie. "Also dieser Bereich und die Bearbeitung der defensiven Zone sind etwas, das wir uns im Detail anschauen und verbessern müssen."

"Dieses Team ist für Schnelligkeit und Geschick gebaut. Das ist die Art wie die National Hockey League funktioniert. Alles, was du tun musst ist anzuschauen, was Pittsburgh letzte Saison tat, die Art, wie sie spielten, die Art, wie sie den Puck attackierten und die Art, wie sie jeden Schritt der Gegner schwer machten, indem sie Druck ausübten, das ist so wie wir spielen wollen. Es macht Spaß so zu spielen. Die Spieler mögen es so zu spielen. Das ist das, was die Fans sehen wollen."

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