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Rekordmann Josi hofft auf Trendwende bei den Predators

Nashvilles Kapitän spricht vor seinem Auftritt beim NHL All-Star Game 2020 in St. Louis mit den Medienvertretern

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Roman Josi von den Nashville Predators freut sich riesig auf die Teilnahme am NHL All-Star Game 2020 am Samstag in St. Louis. Das machte er am Donnerstag beim Media Day im Vorfeld des Events im Enterprise Center deutlich. Für den Berner ist es nach 2016 und 2019 die dritte Teilnahme am Stelldichein der NHL-Branchengrößen. "Es ist ein besonderes Erlebnis, beim All-Star Game dabei zu sein. Ich habe noch viele gute Erinnerungen an das erste Mal 2016 in Nashville und an voriges Jahr. Das bevorstehende Wochenende wird wiederum eine feine Sache, da bin ich mir ganz sicher", sagte er.

Josi hat sich die Berufung für das All-Star Game redlich verdient. In der laufenden Saison stellte der Kapitän und Blueliner bereits zwei Franchise-Rekorde in Nashville auf. Er erzielte als erster Predators-Defensivmann in fünf aufeinanderfolgenden Spielen ein Tor und in zwölf Begegnungen nacheinander mindestens einen Scorerpunkt. Mit seinen derzeit 48 Punkten, 14 Toren und 34 Assists steht er jeweils an zweiter Stelle in der NHL-Gesamtwertung bei den Defensivspielern. In der teaminternen Scorerwertung liegt er mit der Ausbeute von 48 Zählern unangefochten an der Spitze. Die beiden Angreifer Filip Forsberg (32) und Matt Duchene (31) folgen in gebührendem Abstand.

Video: ANA@NSH: Arvidsson lenkt Josis Schuss in die Lücke

Die Saison der Rekorde dürfte für Josi längst noch nicht zu Ende sein. Seine persönliche NHL-Bestmarke von 15 Toren aus den Spielzeiten 2014/15 und 2018/19 dürfte er in Kürze überboten haben. Die dafür noch nötigen zwei Treffer stellen keine Hürde mehr dar. Wenn er weiterhin in dem Maße scort, wie das vor dem All-Star Game der Fall war, sollte er auch seine bislang beste Gesamtausbeute von 61 Punkten aus der Saison 2015/16 übertreffen. Unter Umständen wackelt sogar der bestehende Predators-Rekord von Angreifer Paul Kariya, der es in der Hauptrunde 2005/06 auf 85 Punkte brachte.

Laut Josi ist es kein Zufall, dass die nominellen Defensivspieler immer stärker als Scorer von sich reden machen. "Die Verantwortlichen der Teams wollen, dass sich die Verteidiger verstärkt in die Offensive einschalten. Das ist eine Entwicklung, die sich schon seit geraumer Zeit vollzieht", erläuterte der Mannschaftsführer der Predators. Er selbst setzte sich jedoch nicht unter Druck, um möglichst viele Scorerpunkte zu sammeln. "Das ist nicht wie bei den Stürmern. Oberstes Gebot für einen Verteidiger ist es erst einmal, seinen Job in der Defensive zu erledigen. Aber natürlich möchte man hinten und vorne eine gute Leistung zeigen", führte er weiter aus.

Trotz Josis Glanzvorstellungen hinken die Predators den hohen Erwartungen hinterher. Mit 51 Punkten aus 47 Begegnungen rangieren sie in der Western Conference auf Platz zwölf und damit deutlich außerhalb der Playoff-Zone. Allerdings hat Nashville einige Partien weniger ausgetragen als die Konkurrenz. Der Rückstand auf die zweite Wildcard im Westen beträgt momentan sechs Zähler. Zu Platz drei in der Central Division fehlen den Predators sieben Zähler.

Video: ARI@NSH: Josi haut Handgelenkschuss vom Punkt rein

Aufgrund des unbefriedigenden Abschneidens zog die Klubleitung Anfang Januar die Reißleine und trennte sich von Trainer Peter Laviolette. An seiner Stelle soll nun John Hynes die Predators in die Stanley Cup Playoffs führen. "Er hat einige Änderungen am System vorgenommen und will vor allem, dass wir schnell spielen", sagte Josi über die Arbeit des neuen Mannes an der Bande.
Der Kapitän sieht indes weniger den Coach, sondern vielmehr die Mannschaft in der Pflicht, um für eine Trendwende zu sorgen. "Am Ende müssen wir es als Spieler auf dem Eis selbst richten. Das Wichtigste ist, dass alle einen Zahn zulegen und wir Kontinuität in unser Spiel bekommen. Der Rest ergibt sich dann hoffentlich von alleine", meinte er.

Erfreut zeigte sich Josi, dass mit Nico Hischier ein zweiter Schweizer die Einladung zum All-Star Game erhalten hat. "Nico ist ein äußerst talentierter Spieler und ein toller Bursche. Für sein Alter ist er schon unheimlich reif. Er hat sich prima entwickelt und trifft die richtigen Entscheidungen. Es ist cool, dass wir beide hier sein können", betonte er.

Bei den NHL All-Star Skills 2020 am Vortag des All-Star Games ist Josi ebenfalls am Start. Er nimmt zwar nicht unmittelbar an einem Einzelwettbewerb teil, wird aber zumindest die Torhüter beim Save Streak testen.

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