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Rangers bauen auf neue Führungsspieler

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Nach Abgang von Girardi und Stepan müssen Akteure wie Zibanejad und Shattenkirk Verantwortung übernehmen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017/18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die New York Rangers.

Bilanz 2016/17: 48-28-6, 4. Platz in der Metropolitan Division
Playoffs 2017: 2-4 Niederlage in der zweiten Runde gegen die Ottawa Senators
Trainer: Alain Vigneault seit 21. Juni 2013
Neuzugänge: Anthony DeAngelo, Ondrej Pavelec, Kevin Shattenkirk, David Desharnais,
Abgänge: Oskar Lindberg, Derek Stepan, Dan Girardi, Antti Raanta, Adam Clendening,

Wo sie herkommen:

Wäre die bittere Niederlage in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Ottawa Senators nicht gewesen, die New York Rangers hätten stolz auf eine ansprechende Saison zurückblicken können.

Weil sie gegen die kanadischen Hauptstädter in Spiel 2 und 5 jeweils einen eigenen Vorsprung spät abgaben und sich in der Verlängerung geschlagen geben mussten, hat das Fazit der Spielzeit 2016/17 einen faden Beigeschmack.

In der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs schalteten die Rangers die Montreal Canadiens souverän aus, indem sie drei Siege in Folge einfuhren und auch in der Hauptrunde gaben sie ihren Fans etlichen Anlass zum Zungeschnalzen.

Video: MTL@NYR, Gm6: Zuccarello bekommt Pass von Hayes

Nicht nur in den Playoffs erzielten die Rangers jede Menge Tore -- in sechs Spielen gegen die Senators 20 (3,33 pro Spiel). Schon in der Hauptrunde war der im Angriff breit besetzte Kader das Aushängeschild der Rangers.

Doch weil die Defensive öfter als es ihnen recht war schwankte, konnten die Rangers ihre hochgesteckten Ziele nicht erreichen. Mit 98 Stanley Cup Playoffspielen seit 2011 haben die Rangers ligaweit die meisten Postseasonpartien absolviert, doch der große Coup sollte ihnen nicht gelingen.

Was sie änderten:

Die Verantwortlichen um Headcoach Alain Vigneault und General Manager Jeff Gorton waren in diesem Sommer alles andere als untätig. Sie kramten ihr schweres Werkzeug heraus, drehten an den dicken Schrauben und landeten einige spektakuläre Transfers.

Am 24. Juni tradeten die Rangers Jungtorhüter Antti Raanta und Center Derek Stepan zu den Arizona Coyotes. Im Austausch erhielten sie Rookieverteidiger Anthony DeAngelo und einen Erstrundenzug (Nr. 7) beim NHL-Draft 2017 mit dem sie Center Lias Andersson auswählten.

Wenige Wochen zuvor löste New York den Vertrag mit Verteidiger und Assistenzkapitän Dan Girardi auf. Mit Stepan und Girardi kehren dem Madison Square Garden zwei langjährige Leistungsträger den Rücken. Coach Vigneaults Wunsch entsprechend wird sich das Gesicht der Rangers durch diese Abgänge nachhaltig verändern und neue Führungsspieler müssen gefunden werden.

"Ich werde mich umsehen und auch mein Trainerteam wird sich umsehen. Wir werden jemanden finden, der mehr tun möchte. Nicht nur auf dem Eis, sondern auch in der Kabine", erklärte Alain Vigneault. "Jemanden, der seine Rolle erweitern möchte, der Führen möchte und Einfluss auf die anderen ausüben will."

Der Neuzugang, von dem sich die Verantwortlichen den größten Einfluss erwarten, ist ohne Zweifel Kevin Shattenkirk. Mit dem 28-jährigen Verteidiger von den Washington Capitals angelten sich die Rangers den dicksten Fisch aus dem diesjährigen Free-Agent-Becken. Am 1. Juli unterzeichnete er einen mit 26,6 Mio. Dollar dotierten Vierjahresvertrag in Manhattan.

Video: WSH@PIT, Sp3: Shattenkirk in OT und PP erfolgreich

Shattenkirk hat die erfolgreichste Saison seiner Karriere hinter sich. In 80 Hauptrundenspielen für die St. Louis Blues und die Capitals sammelte er 56 Punkte (13 Tore, 43 Assists). Shattenkirk gilt als eine regelrechte Powerplaymaschine. Vier Saisons in Folge erzielte er mindestens 25 Scorerpunkte in numerischer Überlegenheit.

Wie sie abschneiden könnten:

Trotz des schwerwiegenden Abgangs ihres Nummer 1 Centers Stepan können die Rangers zuversichtlich auf die kommende Spielzeit blicken. Die Offensive ist in der Tiefe immer noch glänzend besetzt.

Vor allem auf dem Flügel können die Rangers mit herausragenden Könnern aufwarten. Spieler wie Mats Zuccarello, Chris Kreider, Rick Nash, Michael Grabner und J.T Miller stünden etlichen NHL-Teams gut zu Gesicht. In der Sturmmitte hingegen könnte die Luft dünn werden.

Für Mika Zibanejad und Kevin Hayes steht die Tür weit offen, um Verantwortung als Center in den ersten beiden Sturmformationen zu übernehmen. Packen diese beiden ihre Gelegenheit am Schopfe, so könnte der erhoffte lange Playoffmarsch endlich gelingen.

Durch die Neuzugänge Shattenkirk und Youngster DeAngelo steht die Rangers-Verteidigung keinesfalls schlechter da als im Vorjahr. Lediglich hinter der Entscheidung voll und ganz auf Henrik Lundqvist zu setzen, steht ein Fragezeichen.

Video: OTT@NYR, Gm6: Lundqvist stoppt Karlsson

In der Vorsaison haderte die langjährige Nummer 1 der Rangers des Öfteren mit ihren Leistungen. New York konnte sich glücklich schätzen, in diesen Phasen mit Raanta einen überragenden Youngster in der Hinterhand zu haben.

Neu-Backup Pavelec verbrachte nahezu die gesamte Saison 2016/17 in der American Hockey League. Ob sich die Entscheidung, alles auf die Karte Lundqvist zu setzen am Ende auszahlen wird, bleibt

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