Siege gegen einen früheren Arbeitgeber sind für jeden Profisportler besonders süß. Beim 4:1-Erfolg der New York Rangers gegen die Los Angeles Kings erlebte Goalie Jonathan Quick am Sonntag somit einen ganz besonderen Abend. Der routinierte Torhüter feierte einst mit den Kings seine größten sportlichen Erfolge, gewann mit den Kaliforniern unter anderem in den Jahren 2012 und 2014 den Stanley Cup. Nun traf er mit den Rangers im Madison Square Garden erstmals wieder auf die alten Kollegen, war dabei am Ende einer der Helden des Tages. Quick wurde durch diesen Sieg zugleich der erst sechste Torhüter in der Geschichte der Liga, der in seinem ersten Spiel gegen ein ehemaliges Team einen Sieg errang, nachdem er mindestens 500 Spiele für das frühere Franchise bestritten hatte.
Quick glänzt in besonderem Spiel
„Ja, das ist schon etwas Besonderes", gab Quick unumwunden zu. „Es ist ein Spiel, bei dem man im Sommer, wenn der Spielplan herauskommt, sofort weiß, wann wir gegen sie spielen werden. Der Einsatz der Jungs vor mir, die Art und Weise, wie wir defensiv gespielt haben, das war großartig."
Quick hat in Los Angeles Legendenstatus, spielte er von 2007 bis 2023 für die Kings. Neben den beiden Meisterschaften bleibt der Torhüter dort auch für viele andere sportliche Leistungen in Erinnerung. So führt er unter anderem die Torhüter-Statistiken der Kings in Bezug auf absolvierte Spiele (743), errungene Siege (370) und Shutouts (57) sowie Stanley Cup Playoff-Spiele (92), -Siege (49) und -Shutouts (10) an.
Im vergangenen März gaben ihn die Kalifornier an die Columbus Blue Jackets ab, die ihn ihrerseits wiederum einen Tag später an die Vegas Golden Knights weitergaben. Mit Vegas gewann Quick in diesem Sommer seinen dritten Stanley Cup, bevor er als Free Agent am 1. Juli ein neues Arbeitspapier in New York unterzeichnete. Dort überzeugt er nach wie vor mit starken Leistungen, kann auf eine Statistik von 8-0-1 verweisen, kommt auf einen Gegentorschnitt von 2,20 und eine überdurchschnittliche Fangquote von 92,2 Prozent.
Kein Wunder, dass die Leistung von Quick Rangers-Trainer Peter Laviolette nach der Schlusssirene am Sonntag ein Extra-Lob wert war. „Ich fand ihn fantastisch", gab der Coach zu Protokoll. „Dass er diesen immensen Erfolg bei einer anderen Organisation hatte, und dann hierher kommt und so gut spielt, wie er es bei uns getan hat, ist einfach beeindruckend. Jetzt dieses Spiel gegen sein altes Team zu sehen, das hat alle begeistert. Und wie toll er das ganze Spiel über gespielt hat, das war wirklich klasse."




















