GDE

In der Stanley-Cup-Qualifikationsrunde greifen 24 Mannschaften ins Geschehen ein. NHL.com/de stellt in einer Bestenliste die besten zehn Spieler auf jeder Position vor. In dieser Ausgabe: Die besten zehn Torhüter.

1. Tuukka Rask (Boston Bruins)
Die Boston Bruins stellen mit Tuukka Rask und Jaroslav Halak das beste Torhütergespann der Liga. Rask ragte aus den beiden Top-Goalies nochmals heraus und stoppte 92,9 Prozent der auf ihn abgegebenen Schüsse. Ein herausragender Wert bei 41 absolvierten Begegnungen. Unter den Schlussmännern mit 30 oder mehr Partien konnte nur Anton Khudobin einen besseren Wert vorweisen (93 Prozent). Rasks Gegentorschnitt von 2,12 war der Ligabestwert unter den Goalies mit 30 oder mehr absolvierten Saisonpielen. Boston konnte sich auf den finnischen Torwart verlassen und darf sich sicher sein, dass er ihnen auch in der Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs immer die Chance geben wird um die Spiele zu gewinnen.

BOS@NYI: Rask holt vierten Shutout der Saison

2. Connor Hellebuyck (Winnipeg Jets)
Unter Dauerbeschuss stand die Nummer zwei auf der Liste der besten Goalies. Connor Hellebuyck war mit 58 absolvierten Matches einer der Vielspieler der Liga und parierte mit 1656 Schüssen so viele wie kein anderer Torhüter. Die Winnipeg Jets profitierten erheblich von den Top-Leistungen Hellebuycks, die er trotz der hohen Belastung abrufen konnte. In 3268 Spielminuten musste Hellebuyck nur 140 Mal hinter sich greifen und kam so auf einen Gegentorschnitt von 2,57 sowie eine Fangquote von 92,2 Prozent. Sechs Shutouts waren in dieser Saison Ligabestwert.
3. Anton Khudobin (Dallas Stars)
Der Spitzenreiter in der Fangquoten-Statistik aller Torhüter mit mehr als 12 Partien hieß Anton Khudobin. In 30 Begegnungen konnte er 93,0 Prozent der Schüsse parieren und so sogar bessere Werte aufweisen, als die nominelle Nummer eins der Stars, Ben Bishop. Mit 34 Jahren gehört Khudobin zu den erfahrenen Goalies. Besonders in einer ungewohnten Situation wie der Qualifizierungsrunde zu den Stanley Cup Playoffs kann diese Erfahrung ein entscheidender Vorteil sein.

CHI@DAL: Khudobin stoppt mehrere Schüsse in Folge

4. Jaroslav Halak (Boston Bruins)
Jaroslav Halak komplettiert das Traum-Duo zwischen den Pfosten der Bruins. 31 Partien durfte der 35-Jährige absolvieren und teilte sich damit die Arbeitslast mit Rask relativ gleichmäßig. Zusammen konnten die beiden Goalies dafür sorgen, dass Boston in der regulären Saison die wenigsten Gegentreffer kassierte. Neben der guten 91,9-Prozent-Quote an Paraden konnte der slowakische Schlussmann drei Partien ohne Gegentor verbuchen. Das Torhüter-Tandem Halak und Rask wird der entscheidende Rückhalt für Boston sein.
5. Jordan Binnington (St. Louis Blues)
Der Heilsbringer bei den St. Louis Blues hieß zuletzt häufig Jordan Binnington. In der vergangenen Saison schien der amtierende Stanley Cup Champion bereits im Januar aus dem Playoff-Rennen, ehe Binnington im Alter von 26 Jahren zum Starter befördert wurde. Der Rest ist Geschichte. Die Blues starteten eine historische Aufholjagd und stemmten nach sieben Partien gegen Boston die Trophäe in die Höhe. Binningtons Anteil in der vergangenen Saison war mit einer Fangquote von 92,7 Prozent groß und auch in dieser Spielzeit konnte der Schlussmann überzeugen. 91,2 Prozent parierter Schüsse und ein Gegentorschnitt von 2,56 sind zwar schwächere Werte als im Vorjahr, aber noch immer gut genug für einen Rang unter den besten fünf Torhütern der Liga.

Jordan Binnington top goalies

6. Andrei Vasilevskiy (Tampa Bay Lightning)
Die Tampa Bay Lightning sind besonders für ihre Offensive bekannt. Das Team aus Florida traf 245 Mal in die Maschen der Kontrahenten und war damit das gefährlichste Team der NHL. Doch auch im eigenen Tor können die Bolts mit einem starken Schlussmann aufwarten. Andrei Vasilevskiy ist mit 52 absolvierten Partien einer der wenigen verbliebenen Viel-Spieler der NHL und kann trotz der hohen Belastung herausragende Statistiken aufweisen. 91,7 Prozent der Schüsse stoppte er. Auch an Vasilevskiy ging die Offensivstärke der Lightning nicht vorbei. Mit vier Vorlagen ist er der beste Punktesammler unter den NHL-Schlussmännern.
7. Carey Price (Montreal Canadiens)
Fast 3440 Minuten (3439:49), und damit die meisten aller NHL-Goalies, absolvierte Carey Price für die Montreal Canadiens in dieser Saison. In seinen 58 Partien, ebenfalls Rekordwert in der Liga, blieb er viermal ohne Gegentor und musste im Schnitt 2,79 Pucks pro Partie passieren lassen. In 682 NHL-Partien und weiteren 60 Playoff-Begegnungen konnte der kanadische Schlussmann ausreichend Erfahrung sammeln, um für die aktuelle Ausnahmesituation gewappnet zu sein. Ein Price in Bestform zählt sicher zu den besten Goalies der Liga und wäre für Montreal der Schlüssel für eine große Überraschung.

EDM@VGK: Fleury gegen Oilers mit dem 61. NHL-Shutout

8. Marc-Andre Fleury (Vegas Golden Knights)
Marc-Andre Fleury ist das Gesicht der Vegas Golden Knights. Der Schlussmann ist der absolute Leistungsträger der jüngsten NHL-Franchise. In seiner dritten Saison in der Glückspielmetropole ließen die Statistiken beim mittlerweile 35-jährigen ein wenig nach. In der Premieren-Spielzeit parierte er noch 92,7 Prozent der Schüsse, in den 49 Matches der laufenden Saison waren es 90,5 Prozent. Nachdem Fleury den Beginn des Trainings Camp verpasste, befindet er sich nun mit Robin Lehner im Duell um den Starter-Job. Für Fleury kein Problem: "Am Ende des Tages zählt es nur zu gewinnen. Das ist der Grund warum wir alle hier sind."
9. Frederik Andersen (Toronto Maple Leafs)
Der Schwachpunkt der Toronto Maple Leafs ist beim Blick auf die Statistiken klar erkennbar. Mit 227 Gegentreffern stellte Toronto die zweitschlechteste Defensive aller im Rennen um den Titel verbleibenden Teams. Nur die Florida Panthers kassierten noch ein Tor mehr. Schlussmann Frederik Andersen verhinderte im Gehäuse der Maple Leafs schlimmeres und konnte trotz vieler zugelassener Schüsse und guter Chancen eine Fangquote von über 90 Prozent vorweisen (90,9). 29 der 52 Partien, die Andersen zwischen den Pfosten absolvierte, konnten gewonnen werden. Auf 13 Niederlagen kommen sieben Matches, die in die Verlängerung gingen. Sollte der dänische Schlussmann, wie auch in der vergangenen Saison, in der KO-Phase weiter zulegen können, kann er für die nötige Stabilität in Torontos eigener Zone sorgen.

Grubauers Top-Saves in dieser Saison

10. Philipp Grubauer (Colorado Avalanche)
Ein deutsch-tschechisches Torhüter-Tandem soll bei den Colorado Avalanche die Gegner zur Verzweiflung bringen. Philipp Grubauer ist trotz der etwas schwächeren Statistiken noch etwas stärker einzuschätzen, als sein Kollege Pavel Francouz. Besonders die Erfahrung von 174 NHL-Partien und die stetige Weiterentwicklung in den vergangenen Jahren sprechen für den Deutschen. Nur 8,4 Prozent der Schüsse fanden zuletzt den Weg vorbei an Grubauer, der in dieser Saison 36 Partien für Colorado absolvierte und im Schnitt 2,63 Gegentreffer hinnehmen musste. Das Rennen um den Posten als Nummer eins in den KO-Spielen ist bei den Avalanche offen. Das Mehr an Erfahrung könnte Grubauers Trumpf gegenüber Francouz sein.