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Penguins suchen ihre Powerplayform

Headcoach Sullivan will in Spiel 3 des Stanley Cup FInales mehr Schüsse aufs Tor sehen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Hätte Jake Guentzel in Spiel 3 nicht die Kohlen aus dem Feuer geholt und doppelt getroffen, so wäre die gravierende Powerplayschwäche der Pittsburgh Penguins im Stanley Cup Finale ein entscheidender Faktor geworden.

Das für die Penguins erfreuliche Resultat von 4-1, das zur komfortablen 2-0 Führung in der best-of-7 Serie gegen die Nashville Predators führte, täuscht über eine Schwäche hinweg, die in den Auswärtspartien in den Spielen 3 und 4 das Zünglein an der Waage darstellen könnte.

Von sieben Überzahlgelegenheiten in den Stanley Cup Playoffs konnten die Penguins noch keine einzige verwerten. In 11:26 Minuten in numerischer Überlegenheit, brachten die Penguins lediglich zwei Schüsse auf das Predatorstor.

"Ich weiß, dass wir besser spielen können", sagte Center Evgeni Malkin gegenüber der Pittsburgh Post-Gazette. "Wir sind nicht glücklich. Wir hatten so viele Powerplays."

Es ist verblüffend, dass das Powerplay der Penguins nun, wo es in die alles entscheidende Saisonphase geht, einen solchen Einbruch erlitt.

Während der gesamten Saison war eben jenes Überzahlspiel eines der Paradestücke des Teams aus Pennsylvania.

Schon in der NHL-Hauptrunde überzeugten die Penguins mit einem soliden Überzahlspiel. Mit einer Erfolgsquote von 23,1 % rangierte Pittsburgh ligaweit auf dem geteilten dritten Platz. In insgesamt 260 Gelegenheiten während der regular Season erzielten sie 60 Treffer.

Video: NSH@PIT, Sp2: Pens gelingen drei Tore im 3.

Während den Stanley Cup Playoffs 2017 legten sie sogar noch eine Schippe drauf. In den ersten drei Runden erhöhten sie ihre Ausbeute auf eine stolze Quote von 25,4%. In 96:40 Minuten in Überzahl, erzielten sie 15 Tore. Dabei gelang ihnen in 13 von 21 Spielen Powerplaytore -- oft in entscheidenden Situationen.

Für Penguinstrainer Mike Sullivan hat die Verbessserung der Überzahlausbeute seines Teams vor Spiel 3 höchste Priorität.

"Am Mittwoch haben wir im Powerplay bestimmt nicht geglänzt", sagte Headcoach Sullivan. "Trotzdem haben sich diese Jungs in der NHL-Hauptrunde und den Playoffs in dieser Hinsicht bislang sehr gut geschlagen."

Auch gegen die Predators sieht das Überzahlspiel phasenweise nicht schlecht aus. Die Penguins kontrollieren die Scheibe, spielen hervorragende Pässe und setzen sich gut in der gegnerischen Zone fest.

So auch am Mittwoch. Kurz bevor Guentzel in der 17. Spielminute den 1-1 Anschlusstreffer erzielte, agierten die Penguins in Überzahl und zogen einen sehenswerten Spielzug auf.

Abgesehen von der mageren Ausbeute, kann Sullivan dem Überzahlspiel seiner Mannschaft in den ersten beiden Spielen des Stanley Cup Finales positives abgewinnen.

"Solange wir in der Zone waren, hatten wir unsere Gelegenheiten", erklärte er. "Ich denke, wir haben einen guten Job gemacht und die gesamte Spielfläche ausgenutzt.

"Es ist kein Fall von schlechter Ausführung", fügte er hinzu. "Wir müssen einfach mehr Pucks aufs Tor bringen, wenn wir die Chance haben, zu schießen."

Insgesamt gaben die Penguins im Stanley Cup Finale in Überzahl sieben Schussversuche ab. Fünf davon verfehlten ihr Ziel oder wurden von einem Verteidiger abgefangen.

"Jedes Powerplay ist sehr wichtig", erklärte Malkin. "Wenn wir nicht treffen, müssen wir mehr Schüsse aufs Tor bringen und härter spielen. Ich denke, wir haben etwas zu gewöhnlich gespielt. Wir versuchen zu oft, noch einen weiteren guten Pass zu spielen, aber das funktioniert nicht."

Video: NSH@PIT, Sp2: Malkin festigt die Führung

Man kann die magere Überzahlausbeute nicht einzig den Penguins zuschreiben. Einen großen Anteil daran hat auch die Penaltykilling-Formation der Predators. Engmaschig stehend geben sie den Penguins kaum Raum für gefährliche Schussversuche.

"Wir müssen nun lernen", erzählte Malkin. "Wir müssen Videos ansehen und darüber sprechen, was wir verbessern können. Das ist kein Spaß."

Headoach Sullivan ist davon überzeugt, dass seine Jungs ihre Lehren aus den ersten beiden Spielen ziehen und ein wirksames Mittel finden werden.

"Ich weiß, dass unser Powerplay am Samstag besser wird", sagte er.

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