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Die Stanley Cup Playoffs sorgen weiter für jede Menge Gesprächsstoff. So gibt es derzeit zwei Stürmer, die den gegnerischen Abwehrreihen die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Heiß hergehen dürfte es beim einzigen Zweitrundenspiel am heutigen Mittwoch in Denver zwischen den Colorado Avalanche und den Minnesota Wild. Die Carolina Hurricanes und ihr Trainer Rod Brind’Amour betrieben derweil zwischendurch Stressabbau. Und die Vegas Golden Knights haben am Dienstag einen Franchise-Rekord eingestellt.

Zwei Serientäter machen von sich reden

In den vergangenen Tagen haben zwei Serientäter von sich reden gemacht. Es handelt sich um Beckett Sennecke von den Anaheim Ducks und Alex Newhook von den Montreal Canadiens.

Sennecke erzielte in den zurückliegenden vier Partien der Zweiten Runde in der Western Conference gegen die Vegas Golden Knights jeweils einen Treffer. Der Flügelstürmer ist der vierte Rookie in den letzten 25 Jahren, dem ein solcher Streak in den Playoffs gelungen ist.

ANA@VGK, GM 5: Sennecke staubt im Powerplay zum 1:0 ab

Die drei Vorgänger von Sennecke haben klangvolle Namen. Auston Matthews traf in der Postseason 2017 viermal in Folge, Logan Couture schaffte dies 2011 und Nicklas Backstrom 2008. Teamintern hat der Ducks-Stürmer mit seinen mittlerweile fünf Playoff-Toren den Rookie-Rekord von Bobby Ryan aus dem Jahr 2009 egalisiert.

Newhook hat in der Zweiten Runde der Eastern Conference gegen die Buffalo Sabres eine Torserie von drei Begegnungen am Laufen. Dabei traf er insgesamt fünfmal ins Schwarze. Der Center avancierte dadurch zum vierten Akteur der Canadiens in 30 Jahren, der mindestens fünf Tore in einer Runde vorzuweisen hat.

Colorado will den Sack zu Hause zubinden

Im Lager der Colorado Avalanche verspürt man dem Vernehmen nach wenig Lust auf eine weitere Dienstreise nach St. Paul. Die Mannschaft will vielmehr den Sack in Spiel 5 der Zweiten Runde in der Western Conference gegen die Minnesota Wild vor eigenem Publikum zubinden und den Einzug ins Conference Finale perfekt machen. Die Vorzeichen stehen gut, den dafür notwendigen vierten Erfolg in der Serie am heutigen Mittwoch (8 p.m. ET; Do. 2 Uhr MESZ) in der Ball Arena von Denver einzufahren. In den laufenden Playoffs hat Colorado eine makellose Heimbilanz von 4:0-Siegen vorzuweisen. Nach Ansicht von Avalanche-Stürmer Logan O‘Connor muss die Mannschaft lediglich ihre Spielweise vom souveränen 5:2-Auswärtssieg in Spiel 4 kopieren. „Dringlichkeit, Kampfgeist, Matchplan und taktische Struktur – das alles hat gestimmt und ist von uns jederzeit wiederholbar“, ließ er selbstbewusst verlauten.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Minnesota Wild

Siegen oder fliegen heißt es für die Wild

Bei den Wild ist man sich vollkommen im Klaren darüber, was die Stunde geschlagen hat: Siegen oder fliegen lauten die zwei Optionen für die Mannschaft aus dem State of Hockey in Spiel 5 in den Rocky Mountains. Dass sich ersteres nicht mit einer lausigen Darbietung wie in der jüngsten Heimpartie bewerkstelligen lässt, macht der erfahrene Wild-Verteidiger Brock Faber deutlich.
 „Das war schlampig gespielt von uns. Wir konnten zu keinem Zeitpunkt unsere Bestleistung abrufen. Genau die benötigen wir aber, wenn wir dieses Team bezwingen wollen“, sagte er.

Der deutsche Wild-Stürmer Nico Sturm wird ebenfalls alles geben, um das Aus zu verhindern und seinen Traum vom dritten Stanley Cup am Leben zu erhalten. Der Augsburger gehörte in allen vier Duellen mit Colorado zum Lineup.

Hurricanes lassen zwischendurch die Seele baumeln

Die Carolina Hurricanes haben den Sweep gegen die Philadelphia Flyers in Runde zwei im Osten genutzt, um für zwei Tage die Seele baumeln zu lassen. Trainer Rod Brind’Amour verbrachte die Auszeit unter anderem beim Schlittschuhlaufen mit seinem Sohn. „Das war ein wunderbarer Stressabbau für mich“, erklärte er. Am Dienstag bat der Coach seine Mannen wieder zum Training.

Der Wechsel zwischen Erholung und Belastung ist laut Hurricanes-Stürmer effektiv und zweckdienlich. „Die Übungseinheiten haben ein hohes Tempo und eine hohe Intensität. Auf diese Weise hält man sich körperlich in Form. Und in der trainingsfreien Zeit macht man einfach das, worauf man Lust hat, um den Kopf frei zu bekommen“, sagte er.

Carolina wartet noch auf den nächsten Kontrahenten. Gegner im Conference Finale ist der Gewinner der Serie zwischen den Sabres und den Canadiens.

Carolina zieht als erstes Team ins Conference Finale ein

Weiße Weste in der Overtime

Die Vegas Golden Knights sind neben den Hurricanes die zweite Mannschaft in den diesjährigen Playoffs mit einer blütenweißen Weste in Overtime. Dreimal mussten beide Teams bislang in die Zusatzschicht und dreimal gingen sie als strahlender Gewinner hervor. Mit dem 3:2 n.V. gegen die Ducks am Dienstag in Spiel 5 stellten die Golden Knights zugleich ihren Franchise-Rekord für Overtime-Siege in einer Postseason ein.

ANA@VGK, GM 5: Dorofeyev fasst einen abgefälschten Querpass aus der Luft ab und erzielt den OT-Winner

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