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Bill Guerin von den Minnesota Wild, Chris MacFarland von der Colorado Avalanche und Pat Verbeek von den Anaheim Ducks sind die Finalisten für den Jim Gregory General Manager of the Year Award.

Diese Auszeichnung wird seit der Saison 2009/10 jährlich an den General Manager verliehen, der seine Rolle während der regulären Saison am besten ausgefüllt hat. Über die Vergabe stimmen die General Manager der Liga sowie ein Gremium aus NHL-Führungskräften und Vertretern der Print- und Rundfunkmedien nach der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs ab.

Guerin sorgte am 12. Dezember für Aufsehen, als er Verteidiger Quinn Hughes von den Vancouver Canucks im Tausch gegen Verteidiger Zeev Buium, die Stürmer Marco Rossi und Liam Ohgren sowie einen Erstrunden-Pick beim NHL Draft 2026 verpflichtete. Hughes belegte nach diesem Transfer den dritten Platz in der Scorerwertung aller Verteidiger (54 Punkte in 48 Spielen) und verhalf den Wild zum dritten Platz in der Central Division (46-24-12). Dazu gewannen sie dank seiner Unterstützung erstmals seit 2015 wieder eine Playoff-Serie. Hughes wurde in einen Mannschaftskern integriert, dem bereits die Stürmer Kirill Kaprizov, Matt Boldy und Joel Eriksson Ek sowie Verteidiger Brock Faber angehörten.

COL@MIN, Sp4: Hughes bedient Sturm zum Ausgleich

Guerin übt sein Amt bei den Wild seit 21. August 2019 aus. Darüber hinaus fungierte er als GM der US-Nationalmannschaft, die bei den Olympischen Winterspielen 2026 die Goldmedaille gewann. Der 55-Jährige steht erstmals in seiner Karriere im Finale für diese Auszeichnung.

MacFarland trug maßgeblich dazu bei, dass sich die Avalanche (55-16-11) zum neunten Mal in Folge einen Playoff-Platz sicherte und die Saison mit der besten Bilanz der gesamten NHL abschloss. Colorado führte die NHL-Tabelle vom 1. November bis zum Saisonende an jedem einzelnen Tag an und sicherte sich dazu noch die William M. Jennings Trophy als der Klub, der die wenigsten Gegentore kassierte.

MacFarland verstärkte den Kader durch die Verpflichtung von Verteidiger Brent Burns in der Offseason sowie durch Center Brock Nelson, den Colorado bereits vor der Trade Deadline der vorangegangenen Saison erworben hatte. Nelsons 33 Tore bedeuteten in dieser Spielzeit den drittbesten Wert innerhalb des Teams. Auch die Stürmer Nazem Kadri und Nicolas Roy sowie die Verteidiger Brett Kulak und Nick Blankenberg wurden noch vor der diesjährigen Trade Deadline unter Vertrag genommen und halfen der Mannschaft, in die zweite Runde der Playoffs vorzustoßen.

COL@WSH: Nelson und Necas sorgen gemeinsam für den Siegtreffer in der Verlängerung

Der am 11. Juli 2022 zum General Manager beförderte 56-Jährige steht erstmals im Finale dieses Awards. Er könnte zum ersten GM der Avalanche seit dem Triumph von Joe Sakic in der Saison 2021/22 werden, der diesen Preis erhält.

Verbeek führte die Ducks (43-33-6) zu ihrer ersten Playoff-Teilnahme seit 2018. Dort erreichten sie die zweite Runde, nachdem sie in der Auftaktrunde die Edmonton Oilers nach sechs Spielen ausgeschaltet hatten. Vor Saisonbeginn verpflichtete er Joel Quenneville als Trainer. Unter dessen Führung erzielte Anaheim mit 265 Toren einen neuen Franchise-Rekord.

Den GM-Posten bei den Ducks hat Verbeek seit 4. Februar 2022 inne. Der nunmehr 61-Jährige war maßgeblich an der Auswahl junger Talente beteiligt – darunter Verteidiger Beckett Sennecke und Stürmer Leo Carlsson – und verpflichtete kurz vor der diesjährigen Trade Deadline den Verteidiger John Carlson. Zudem holte Verbeek in der Offseason die Stürmer Mikael Granlund und Chris Kreider ins Team. Bereits in der Vorsaison hatte er Stürmer Cutter Gauthier verpflichtet, der die Ducks in der aktuellen Spielzeit mit 41 Toren anführte.

ANA@VGK, GM 2: Carlsson chippt einen Querpass von Terry ins Tor

Als erstmaliger Finalist wäre Verbeek zugleich der erste General Manager der Ducks seit zwölf Jahren, der die Ehrung als Bester seiner Branche erhält. Letzter Preisträger von Anaheim in dieser Kategorie war Bob Murray in der Saison 2013/14.

In der vergangenen Saison ging die Auszeichnung an Jim Nill von den Dallas Stars.

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