Hischier

Vom 15. bis 31. Mai 2026 steigt die Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schweiz. NHL.com/de blickt in einer Vorschau auf das Turnier voraus.

Die Spielorte

Erstmals seit 2009 findet wieder eine IIHF WM in der Schweiz statt. Eigentlich hätte das Turnier bereits 2020 dort ausgetragen werden sollen, doch wurde es seinerzeit aufgrund der Covid-Pandemie abgesagt.

Gespielt wird in der Swiss Life Arena (12.000 Zuschauer, Heimat der ZSC Lions in der NL) in Zürich sowie in der BCF-Arena (9000 Zuschauer, Heimat des HC Fribourg-Gottéron) in Fribourg.

Die Mannschaften in Gruppe A treten allesamt in Zürich an, die in Gruppe B in Fribourg. Ab dem Halbfinale steigen alle Partien in der Swiss Life Arena.

Der Modus

16 Nationen nehmen an der Weltmeisterschaft teil. Diese unterteilen sich in die Gruppen A und B, in der jeweils eine Vorrunde im Modus Jeder-gegen-Jeden ausgetragen wird. Somit kommt jedes Team auf sieben Gruppenspiele.

Die Plätze 1 bis 4 qualifizieren sich für die K.o.-Runde, die am 28. Mai startet. Für die Teams auf den Rängen 5 bis 7 ist die WM beendet. Der jeweils Gruppenletzte steigt in die Division IA ab.

Im Viertelfinale wird überkreuz gegen die andere Gruppe gespielt (Erster Gruppe A gegen Vierter Gruppe B, Zweiter Gruppe A gegen Dritter Gruppe B, Dritter Gruppe A gegen Zweiter Gruppe B, Vierter Gruppe A gegen Erster Gruppe B). Der jeweilige Gewinner zieht ins Halbfinale ein, für den Verlierer ist die WM vorbei.

Die Halbfinals sind für den 30. Mai angesetzt. Die Verlierer treffen sich im Spiel um Platz 3, die Gewinner im Finale - beide Spiele finden am 31. Mai statt.

Die Teilnehmer

In der Gruppe A befinden sich WM-Titelverteidiger und Olympiasieger USA, Gastgeber Schweiz, Finnland, Deutschland, Lettland, Österreich, Ungarn und Aufsteiger Großbritannien.

In Gruppe B treten WM-Rekordsieger Kanada, Schweden, Tschechien, Dänemark, Slowakei, Norwegen, Slowenien und Aufsteiger Italien gegeneinander an.

Die Top-Favoriten

Die USA sind derzeit das Maß aller Dinge. Vor einem Jahr, bei der WM 2025 in Schweden und Dänemark, kürten sie sich mit einem 1:0-Sieg n.V. gegen die Schweiz zum Weltmeister. Im Februar 2026 gewannen sie Gold bei den Olympischen Spielen Milano Cortina 2026 mit einem 2:1 n.V. gegen Kanada. Mit ihrem Tempo und ihrer Spielstärke sind die USA auch bei der WM 2026 ein Top-Favorit. Der prominenteste Spieler im Aufgebot ist NHL-Superstar und Power Forward Matthew Tkachuk (Florida Panthers). Der Kader weist aber auch viele Talente auf, die in der NHL, AHL oder NCAA spielen. Dazu zählen etwa die Stürmer James Hagens (Boston Bruins), Ryker Lee (Nashville Predators / Michigan State, NCAA) oder Max Plante (Detroit Red Wings / Uni Minnesota-Duluth, NCAA) sowie Torwart Drew Comesso (Chicago Blackhawks / Rockford IceHogs, AHL).

Kanada ist derweil auf eine Revanche aus und sollte insbesondere nach dem frühen Aus im Viertelfinale der WM 2026 gegen Dänemark (1:2) bis in die Haarspitzen motiviert sein. Nicht weniger als ein Spektakel wird von Teenager Macklin Celebrini (San Jose Sharks) erwartet. Der First-Overall-Pick aus dem NHL Draft 2024 wurde sogar zum Kapitän ernannt. Mit Offensivverteidiger Evan Bouchard (Edmonton Oilers) sowie den Stürmern Ryan O’Reilly (Nashville Predators), Mark Scheifele (Winnipeg Jets), John Tavares (Toronto Maple Leafs) verfügen die Ahornblätter über klangvolle Namen und reichlich Superstar-Power.

SJS@WPG: Celebrini feiert Punkterekord

Schweden und Finnland tauchen automatisch im Kreis der Favoriten auf. Die Tre Kronor bekommen Unterstützung aus der NHL: Die Abwehrspieler Mattias Ekholm (Edmonton Oilers) und Oliver Ekman-Larsson (Toronto Maple Leafs) sowie die Stürmer Anton Frondell (Chicago Blackhawks) und Lucas Raymond (Detroit Red Wings) zählen zu den prominentesten Namen. Auf dem Radar haben sollte man ferner das 18-jährige Spielmacher-Talent Viggo Björk haben, der sich für den NHL Draft 2026 ins Schaufenster stellen möchte und dort schon jetzt als ein Top-10-Pick gehandelt wird. Traditionell defensivstarke Finnen warten mit NHL-Superstars wie Aleksander Barkov, Anton Lundell (beide Florida Panthers) und Teuvo Teravainen (Chicago Blackhawks) auf.

Weit mehr als nur ein „Dark Horse“ ist die Schweiz, die nach zwei Vize-Weltmeisterschaften in 2025 (0:1 n.V. gegen die USA) und 2024 (0:2 gegen Tschechien) die Euphorie-Welle der Heim-WM nutzen will, um den letzten Schritt zum langersehnten ersten WM-Gold zu gehen. Mit den Verteidigern Roman Josi (Nashville Predators) und J.J. Moser (Tampa Bay Lightning) sowie den Stürmern Nico Hischier, Timo Meier (beide New Jersey Devils), Nino Niederreiter (Winnipeg Jets) und Pius Suter (St. Louis Blues) stoßen sechs Profis aus der NHL zur Nati.

OTT@NJD: Hischier verwertet das Powerplay in der Verlängerung

Die Viertelfinal-Kandidaten

Neben den genannten Favoriten dürften auch Tschechien und die Slowakei in Gruppe B das Viertelfinal-Ticket lösen, doch sollte Dänemark auf keinen Fall unterschätzt werden. In Gruppe A kündigt sich ein Zweikampf zwischen Deutschland und Lettland um den letzten verfügbaren Viertelfinal-Spot an.

Die Außenseiter

Hochspannung verspricht nicht nur das Rennen ums Viertelfinale, sondern auch der Abstiegskampf. In beiden Gruppen deutet sich ein Dreikampf an: Österreich, Ungarn und Großbritannien in Gruppe A; Norwegen, Slowenien und Italien in Gruppe B.

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