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Mit neuem Selbstbewusstsein, aber auch großer Enttäuschung endete für die Boston Bruins am vergangenen Wochenende eine Saison 2025/26, die unter dem neuen deutschen Cheftrainer Marco Sturm überraschend viele positive Entwicklungen brachte. Nach dem bitteren Aus in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Buffalo Sabres (2:4 in der Best-of-7-Serie) zog die Organisation am Mittwoch bei der traditionellen Saisonabschlusspressekonferenz dennoch ein insgesamt ermutigendes Fazit – vor allem mit Blick auf Sturms erstes Jahr hinter der Bande.

Mit 100 Punkten führte Sturm die Bruins direkt zurück in die Erfolgsspur und übertraf damit viele externe Erwartungen deutlich. Bruins-Präsident Cam Neely lobte die Entwicklung unter dem neuen Trainer ausdrücklich: „Wir haben in diesem Jahr deutliche Fortschritte gemacht. Wir waren mit dem neuen Trainer und dem neuen System deutlich konkurrenzfähiger. Das Trainerteam hat einen tollen Job gemacht, aber es liegt auch noch viel Arbeit vor uns.“

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den New Jersey Devils

Besonders beeindruckt zeigte sich Neely davon, wie souverän Sturm seine erste NHL-Saison als Cheftrainer meisterte: „Marcos Aufgabe war nicht einfach. Er hat sich im Alltag sehr gut geschlagen. Zum Glück kannte er den Klub ja schon aus seiner Zeit als Spieler. Das hat es ihm sicherlich einfacher gemacht.“ Für Neely steht fest, dass Sturm den Umbruch erfolgreich moderiert und wichtige Grundlagen geschaffen hat.

Auch General Manager Don Sweeney fand deutliche Worte des Lobes: „Marco hat das toll gemacht, trotz des schwierigen Terminkalenders, den wir hatten. Der Umbruch im Kader lief sehr gut, angesichts der großen Veränderungen. Über den Sommer haben wir noch viel Arbeit vor uns. Auch die anderen Mannschaften bleiben nicht stehen.“ Sweeney betonte zudem, wie stolz er darauf sei, wie Sturm die zahlreichen Herausforderungen seiner Premierensaison gemeistert habe.

Innerhalb des Teams ist die Anerkennung ebenfalls groß. Verteidiger Charlie McAvoy sprach von einer besonderen Saison: „Ich bin unglaublich stolz auf die Gruppe. Wir haben viele Leute überrascht.“ Goalie Jeremy Swayman ergänzte: „Wir haben große Schritte gemacht und eine starke Basis geschaffen.“

Sturm selbst bleibt trotz aller positiven Ansätze fokussiert: „Wir wissen, dass wir besser werden und unseren Kader verstärken müssen. Wir werden kein Überraschungsteam mehr sein. Deshalb wird entscheidend sein, wie wir in die neue Saison starten.“

Dass die Bruins ihren deutschen Trainer als langfristige Schlüsselfigur sehen, zeigt auch Neelys Aussage zur offenen Kapitänsfrage: „Marco wird bei dieser Entscheidung eine entscheidende Rolle spielen.“

Boston hat unter Coach Sturm einen wichtigen ersten Schritt gemacht – nun soll aus Fortschritt nachhaltiger Titelanspruch werden.