Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Carolina Hurricanes und den Philadelphia Flyers

Nach den ersten beiden Spielen in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference stehen die Philadelphia Flyers schon mit dem Rücken zur Wand. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage zum Auftakt, zeigte sich die Mannschaft von Trainer Rick Tocchet in Spiel zwei gegen die Carolina Hurricanes zwar verbessert. Im Lenovo Center zu Raleigh gab es trotzdem am Ende eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung. Dabei sah es am Anfang noch sehr gut aus für die Gäste.

Sehr oft versuchen Profisportler nach einer Niederlage, ihr Mienenspiel unter Kontrolle zu halten. Das versuchten auch die Spieler der Philadelphia Flyers nach der Niederlage in Spiel zwei gegen die Carolina Hurricanes. Doch Flyers-Verteidiger Travis Sanheim gelang das nur bedingt. Enttäuschung und Frust waren ihm deutlich anzusehen. Vor allem darüber, dass man sich im Lager der Flyers wohl bewusst darüber ist, dass in Spiel zwei mehr drin gewesen wären. „Wir hatten unsere Chancen, aber die Hurricanes hatten das Scheibenglück“, meinte Sanheim.

Flyers deutlich besser

Das Team aus Philadelphia, das sich in der Ersten Runde souverän gegen die Pittsburgh Penguins durchgesetzt hatte, präsentierte sich beim zweiten Auftritt in der Arena des großen Favoriten deutlich verbessert im Vergleich zu Spiel eins. „Wir haben heute bessere Entscheidungen getroffen und ein besseres Pressing gespielt. Dadurch haben wir mehr Turnover provoziert und mehr Zeit in der offensiven Zone. Daran müssen wir anknüpfen“, konstatierte Sanheim. Und Stürmer Travis Konecny meinte: „Wir können noch ein anderes Level in unserem Spiel erreichen. Wir waren heute viel besser.“ Ein Rezept für den Erfolg: „Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen. Aber wir haben ihr Pressing gegen sie angewandt. Wir sind bei unserem Spielplan geblieben und haben einige Möglichkeiten bekommen.“

Die Flyers sorgten bei den Hurricanes sogar für ganz ungewohnte Gefühle. Als Verteidiger Jamie Drysdale nach 4:02 Minuten für die Führung der Gäste sorgte, war es das erste Mal nach 618:51 Minuten, dass die Hurricanes wieder mal in Rückstand waren. Drysdale zog trocken im Powerplay ab und ließ Frederik Andersen im Tor der Hurricanes keine Chance. Der Däne musste kurz darauf sogar nochmal hinter sich greifen. 39 Sekunden später erhöhte Sean Couturier für die Flyers. Allerdings: Danach bissen sich die Gäste an Andersen die Zähne aus. Kassierte er bei den ersten drei Schüssen, die auf sein Tor kamen, zwei Tore, so hielt er danach alles und kam am Ende auf 34 Saves.

PHI@CAR, Spiel 2: Drysdale punktet im Powerplay aus der Slot-Position

Stankoven trifft nicht

„Wir haben immer daran geglaubt, dass wir den Hurricanes Paroli bieten können. Wir waren in der regulären Saison schon auf einem Level mit ihnen. Es ist unglücklich, dass wir heute nicht gewonnen haben. Aber wir haben gesehen, was wir machen müssen, um erfolgreich zu sein“, meinte Drysdale. Erfolgreich, das waren in Spiel zwei am Ende allerdings erneut die Hurricanes. Und das, obwohl Logan Stankoven diesmal ausnahmsweise nicht traf. Dafür sprangen andere in die Bresche.

Nikolaj Ehlers, zum Beispiel. Der Däne brachte mit seinem Anschlusstreffer in Überzahl (11.) die Gastgeber wieder zurück ins Spiel. Für ihn war es das erste Playoff-Tor im Trikot der Hurricanes. „Das sind die Playoffs. Wir wussten, dass es nicht das ganze Spiel über so wie im ersten Drittel laufen würde. Wir haben uns für die Verlängerung noch mal berappelt. Wir wussten, dass wir so keine Chance haben würden, wenn wir so weitermachen“, meinte Drysdale. Sein Team habe durchaus ein paar gute Szenen gehabt. Danach sei man womöglich ein bisschen vom vorgegebenen Spielplan abgewichen. Dazu hätten die Hurricanes auch ein paar Änderungen vorgenommen. „Wir können definitiv noch besser sein.“

PHI@CAR, Spiel 2 2: Blake bereitet das Powerplay-Tor für Ehlers vor

Jarvis gleicht aus

Nach einem torlosen Mittelabschnitt schickte Seth Jarvis (52.) die Partie mit seinem Treffer in die Verlängerung. Dort sorgte Routinier Taylor Hall 66 Sekunden vor dem Ende der ersten Overtime für die Entscheidung. Aber auch in der Verlängerung hatten die Gäste die Möglichkeit, die Partie für sich zu entscheiden. Allen voran Konecny. Er räumte dann auch ein: „Wir haben gut gespielt. Aber ich hätte es beenden sollen. Jetzt geht es nach Philadelphia zu unseren Fans.“

„Das sind die Playoffs. Das vermeintlich bessere Team liegt hinten, fängt dann an zu drücken. Sie haben ihre Chancen bekommen. Aber wir haben trotzdem nicht viel zugelassen“, sagte Sanheim. Man müsse jetzt weitermachen und für das nächste Spiel bereit sein. „Wir hätten einen besseren Ausgang verdient gehabt.“

PHI@CAR, Spiel 2: Hall schießt den Puck präzise ins Tor und erzielt so den Siegtreffer in der Verlängerung.

Ein Vorteil für die Flyers: Die nächsten beiden Partien finden in der heimischen Xfinity Mobile Arena statt. Spiel drei der Serie findet statt am Donnerstag (8 PM ET; Freitag, 2 Uhr MESZ). „Wir haben vor unseren Fans die Chance, in die Serie zurückzukommen. Wir müssen es Spiel für Spiel angehen. Das ist alles, was wir gerade machen können. Wir versuchen, den ersten Sieg zu holen“, sagte Sanheim. Für Konecny geht es darum, Selbstvertrauen reinzubringen, sich gegenseitig zu unterstützen, wenn mal was schief gehe. Drysdale betonte: „Wir hatten eine bessere Mentalität bei Scheibenbesitz. In Spiel eins haben wir uns schnell zurückgezogen. Jetzt waren wir aggressiver. Das hat geholfen. Wir müssen daraus lernen und es in Spiel drei besser machen.“

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