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Die Pittsburgh Penguins und die Fenway Sports Group haben am Montag eine Vereinbarung getroffen, wonach die FSG die Mehrheitsbeteiligung an dem Team erwirbt.

Mario Lemieux, der als Spieler zwei Mal mit den Penguins den Stanley Cup gewann, bleibt Teil der Eigentümergruppe. Er und Ron Burkle wurden 1999 Mehrheitseigentümer der Penguins. Burkle bleibt ebenfalls der Eigentümergruppe erhalten.
"Wenn die Penguins ein neues Kapitel aufschlagen, werde ich weiterhin so aktiv und engagiert im Team sein wie immer. Ich freue mich darauf, unseren Erfolg mit unseren neuen Partnern bei der FSG weiter auszubauen", sagt Lemieux. "Sie haben eine Organisationsphilosophie, die den Ansatz widerspiegelt, der für Ron und mich in den letzten 22 Jahren so gut funktioniert hat."
Der Verkauf bedarf noch der Zustimmung des NHL Board of Governors.
"So wie ich es betrachte, glaube ich, dass es nichts an unserem Standpunkt ändert", sagte Penguins-Trainer Mike Sullivan am Mittwoch, bevor der Verkauf offiziell war. "Ich will damit sagen, dass ich vor Ron und Mario und ihrer Führungsarbeit sehr viel Respekt habe. Sie gaben uns die Möglichkeit, zu gewinnen. Aus meiner Sicht war es einfach eine großartige Erfahrung, mit diesen Jungs zu arbeiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich von unserem Standpunkt aus viel verändern wird. Wir werden unser Geschäft so weiterführen, wie wir es immer tun. Wir werden versuchen, mit diesem Team weiterhin voranzukommen und Wege zu finden, um erfolgreich zu sein."
Die Fenway Sports Group befindet sich bereits im Besitz der Boston Red Sox aus Major League Baseball (MLB) und dessen Fenway Park. Zudem besitzen sie den FC Liverpool aus der englischen Premier League und das Roush-Fenway-Racing-Team aus der NASCAR-Rennserie. John Henry ist der Haupteigentümer. Der NBA-Spieler LeBron James zählt zu seinen Partnern.
"Die Pittsburgh Penguins sind eine führende Franchise der National Hockey League mit einer sehr starken Organisation, einer großartigen Geschichte und einer lebendigen, leidenschaftlichen Fangemeinde", sagt Tom Werner, Vorsitzender der Fenway Sports Group. "Wir werden fleißig daran arbeiten, auf der bemerkenswerten Tradition der Pinguine mit den gewonnenen Meisterschaften und den aufregenden Spielen aufzubauen."
Und weiter: "Wir freuen uns ganz besonders, Mario Lemieux und Ron Burkle bei FSG willkommen zu heißen und haben größten Respekt vor all dem, was sie getan haben, um die Penguins zu der dauerhaft erfolgreichen Franchise zu machen, die wir heute kennen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Mario, Ron und dem gesamten Front-Office-Team der Penguins."
Mit Lemieux als Besitzer gewannen die Penguins drei Mal den Stanley Cup (2009, 2016, 2017). Sie zogen vor der Saison 2010/11 in eine neue Arena, die jetzt den Namen PPG Paints Arena trägt. Lemieux's gemeinsamer Antrag mit Burkle, die Pinguine zu kaufen, wurde am 1. September 1999 vom NHL Board of Governors genehmigt.
Dies geschah zwei Jahre, nachdem Lemieux seinen Rücktritt als Spieler bekanntgegeben hatte. Das Team schuldete ihm zu jener Zeit mehr als 32 Millionen US-Dollar an aufgeschobenen Gehaltszahlungen und wandelte einen Großteil dieses Geldes in Aktien der Penguins um. Dies machte ihn zum ersten Spieler im nordamerikanischen Sport, der das Team besaß, für das er früher gespielt hatte. Der Center kehrte am 27. Dezember 2000 als Spieler zurück und spielte fünf weitere Spielzeiten. 1991 und 1992 gewann er als Kapitän der Penguins den Stanley Cup.