Tampa Bay Lightning v Dallas Stars

Die Dallas Stars haben am Samstagabend im American Airlines Center einen 8:1-Kantersieg gegen due Tampa Bay Lightning gefeiert. Dabei erhielten die Texaner Tore von sieben unterschiedlichen Schützen. Herausragend präsentierte sich die erste Sturmreihe mit dem formstarken Drei-Punkte-Mann Joe Pavelski (1-2-3) und Doppelpacker Jason Robertson (2-0-2). Dallas überzeugte aber auch in der Tiefe sowie bei den Special Teams und darf Ansprüche stellen, einer der Top-Favoriten für den Gewinn des Stanley Cup zu sein. 

Torfeuerwerk im Hangar

Im Hangar, wie das American Airlines Center auch genannt wird, lieferten die Stars ein Torfeuerwerk ab. Wohlgemerkt nicht gegen ein Team aus dem Tabellenkeller, sondern gegen die Lightning, Stanley Cup Champion von 2020 und 2021, und gegen einen Elite-Torwart wie Andrei Vasilevskiy (19 Saves, 76 Prozent Fangquote), der in der zweiten Pause von Backup Jonas Johansson (sieben Saves, 77,8 Prozent Fangquote) ersetzt wurde.

Tyler Seguin brachte den Stein nach nur 61 Sekunden ins Rollen (2.). Robertson (7.) und Jamie Benn (8.) bauten eine frühe 3:0-Führung aus. Es folgte der Ehrentreffer für Tampa (Victor Hedman, 13., im Powerplay), ehe die Torlampe in Dallas weiter flackerte: Mason Marchment (24.), Pavelski (33., im Powerplay), Robertson (35., im Powerplay), Thomas Harley (54.) und Sam Steel (55.) sorgten für einen 8:1-Blowout.

„Wir hatten einen guten Start und 60 starke Minuten“, freute sich Stars-Kapitän Benn. „Unser Penalty Killing hat ganze Arbeit geleistet und hat gegen ein starkes gegnerisches Powerplay nur ein Gegentor zugelassen. Diese zwei Punkte nehmen wir gerne mit.“

Pavelski, Robertson und Marchment haben einen Lauf

Das Powerplay der Stars war perfekt (2/2; 100 Prozent Erfolgsquote), das Penalty Killing grundsolide (5/6; 83,3 Prozent Erfolgsquote). Vorne sorgten sieben unterschiedliche Torschützen für acht Treffer. Herausragend präsentierte sich Dallas‘ Top-Reihe um Robertson (2-0-2), Roope Hintz (0-2-2) und Pavelski (1-2-3), die es kumuliert auf sieben (!) Scorerpunkte brachte.

Robertson verlängerte seine persönliche Scoringserie auf fünf Spiele (3-4-7), Pavelski seine eigene gar auf neun Partien (6-6-12). Mit seinem 61. Multi-Punkte-Spiel nach dem Erreichen des 35. Lebensjahres rückt der 39-Jährige bis auf zwei Punkte an Stars-Legende Mike Modano heran, der ligaweit die meisten in dieser Altersklasse unter allen US-Spielern erzielen konnte (63).

Auch die zweite Reihe mit Marchment (1-1-2), Matt Duchene (0-0-0) und Tyler Seguin (1-0-1) funktionierte gut und steuerte zwei Tore bei. Insbesondere bei Marchment läuft es nach einem schweren Saisonstart (null Punkte in den ersten fünf Spielen) jetzt deutlich besser (4-5-9 aus den letzten sieben Spielen). Auch erzielte er drei Tore in den letzten zwei Spielen (3-1-4) und kann eine Scoring-Serie von drei Partien vorweisen (3-2-5).

„Er ist gerade ein völlig anderer Spieler. Ich hatte schon das Gefühl, dass wir in dieser Spielzeit eine ganz neue Version von ihm sehen. Er hatte eine schwere Vorsaison sowohl auf als auch neben dem Eis, es ist also schön zu sehen, dass es jetzt bei ihm läuft“, verteilte Stars-Trainer Peter DeBoer ein Sonderlob an Marchment. „Im Eishockey geht es viel um Selbstvertrauen. Als Trainer ist es manchmal schwer, Spielern Selbstvertrauen zu geben. Du kannst ihnen nur Möglichkeiten geben und es anerkennen, wenn sie es gut machen, was wir auch immer wieder tun. Aber wenn du dich da draußen richtig gut fühlen willst, dann musst du selbst in Fahrt kommen und dranbleiben.“

DAL 8, TBL 1

Gefahr aus der Tiefe

Gefahr versprühten aber auch die Bottom-Six-Lines: Die dritte Reihe um Benn (1-1-2), Wyatt Johnston (0-1-1) und Ty Dellandrea (0-0-0) sammelte zusammen drei Scorerpunkte. Die vierte Formation mit Steel (1-0-1), Radek Faksa (0-1-1) und Craig Smith (0-0-0) deren zwei. Somit steuerten alle vier Sturmreihen Tore bei.

„Wenn du ein Anwärter auf den Stanley Cup sein willst, dann brauchst du diese Tore aus der Tiefe“, betonte Robertson, der die Leistung der hinteren Reihen explizit hervorhob: „Es ist schön zu sehen, dass ein Typ wie Steel, der so gut spielt, viel harte Eiszeit in Unterzahl bekommt, und auch dort gute Arbeit leistet, unter den Torschützen auftaucht. Es ist toll, wenn deine Bottom-Six-Jungs rausgehen, produzieren und treffen.“

Starkes Goaltending von Jake Oettinger (32 Saves, 97 Prozent Fangquote), der das hochkarätige Torhüter-Duell mit Vasilevskiy damit klar gewinnen konnte, rundete den perfekten Abend für Dallas ab.

Home and Home: In Tampa gegen die Lightning

Die Texaner bringen alles mit, was es für einen langen Playoff-Run braucht: Qualität in der Spitze und Tiefe, Secondary Scoring, starke Special Teams und einen guten Torhüter. Nicht umsonst zählen die Stars (14-5-3) schon jetzt zu den Top-6-Teams in der NHL und zum Kreis der aussichtsreichsten Kandidaten auf den Stanley Cup.

Das nächste Spiel ist ein „Home and Home“, es geht am Montagabend (7 p.m. ET, NHL.tv; Di. 1 Uhr MEZ) also wieder gegen die Lightning, allerdings bei wechselndem Heimrecht in Tampa.

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