"Ich will noch nicht in die Analyse gehen, denn während einer langen Saison gibt es Höhen und Tiefen", sagte Bobrovsky, der mit einem Gegentorschnitt von 2,68 und einer Fangquote von 91,3 Prozent zwar gute, aber keine überragenden Statistiken vorweisen kann. "Du weißt nie, was passiert. Du musst für den Moment spielen und das machen, was es braucht, um deinen Team zu helfen."
Seine Mit- und Gegenspieler waren jedenfalls beeindruckt von der Vorstellung. "Die Leute fragen mich, gegen welchen Goalie es sich am schwersten spielt und ich sage jedes Mal Bobrovsky. Ich weiß nicht, ob das immer nur gegen uns ist, aber es scheint, als brauchst du immer perfekte Schüsse, um zu treffen, denn Gegentore sind niemals seine Schuld. Wir hatten ein paar richtig gute Chancen und haben Druck aufgebaut. Ich wüsste nicht, was wir mehr hätten tun können", sagte Devils-Stürmer Taylor Hall.
"Wenn Bobrovsky in Top-Form und mit viel Selbstvertrauen spielt, dann macht das uns auf der Bank selbstbewusst und ruhig. Wir erwarten, dass er solche Paraden für uns macht und es ist großartig, was das mit der Moral in unserer Mannschaft macht. Er ist zur Stelle, wenn wir ihn brauchen", lobte Atkinson seinen Torhüter.
Brutale erste Reihe
Selbstvertrauen ist Atkinson und seinen Reihenkollegen jedenfalls deutlich anzumerken: In New Jersey verbuchte die Top-Reihe der Blue Jackets drei Scorerpunkte (zwei Tore, ein Assist) und eine kumulierte Plus-Minus-Bilanz von +6. Beim 1:0 wartete Panarin geduldig auf eine Lücke und setzte dann Atkinson mit einem präzisen Pass in Szene. "Ich bringe mich in offene Positionen. Das ist mein Spiel", so Atkinson, der in jeden seiner letzten drei Spiele ins Tor traf und dabei vier Treffer erzielte. "Ich liebe es, Tore zu schießen und weiß, dass es Panarin auch liebt. Er spielt aber auch genauso gerne einen Pass und ich versuche mich dafür in Stellung zu bringen."
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Beim 3:0 brach Panarin dann selbst durch und vollendete mit einem Rückhandschuss. Der 27-jährige Russe hat mit den Devils offenbar einen Lieblingsgegner gefunden: 14 Scorerpunkte (vier Tore, zehn Assists) in zehn Duellen mit New Jersey sprechen eine klare Sprache.
Die gute Chemie zwischen den drei Stürmern ist unübersehbar. In den jüngsten drei siegreichen Partien kamen Panarin (zwei Tore, drei Assists, +5), Dubois (vier Assists, +6) und Atkinson (vier Tore, +6) auf 13 Scorerpunkte (sechs Tore, sieben Assists) und einen Plus-Minus-Wert von +17!
"Wir haben eine gute erste Reihe, sie erzielen viele Tore für uns", zeigte sich auch Torschütze Bjorkstrand beeindruckt. "Es ist schön, wenn auch wir mitmischen können, denn es hilft dem Team, wenn mehrere Reihen treffen."
Die richtige Chemie macht's
In Columbus aber glänzt derzeit vor allem die brandheiße Panarin/Dubois/Atkinson-Reihe. Das Trio verfügt über Tempo, gutes Passspiel, einen präzisen Schuss und arbeitet hart. In der Saison 2018/19 sammelten Panarin (elf Tore, 28 Assists), Dubois (13 Tore, 18 Assists) und Atkinson (23 Tore, 15 Assists) bereits 108 Scorerpunkte (47 Tore, 61 Assists). Sie erzielten zusammen also knapp die Hälfte aller Blue-Jackets-Tore in der laufenden Spielzeit (40,17 Prozent).
Diese Ausbeute ist vor allen Dingen deshalb so beeindruckend, weil die jeweiligen Gegner zumeist ihre Top-Reihe dagegenstellen. In New Jersey etwa nahmen es Hall, der Schweizer Nico Hischier und Kyle Palmieri - eigentlich selbst ein äußerst produktives Gespann - mit dem Trio auf. Die ernüchternde Bilanz: Keine Scorerpunkte und ein kumulierter Plus-Minus-Wert von -2.