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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten Torhüter

Andrei Vasilevskiy, Tampa Bay Lightning

Wenn es darum geht, den besten Torwart der Saison zu küren, fällt regelmäßig der Name von Vasilevskiy. Schon sechsmal gehörte er in seiner Laufbahn zu den Finalisten für die Vezina Trophy. 2018/19 gewann er den Preis erstmals. In der abgelaufenen Saison holte er ihn sich erneut ab. Wie kaum ein anderer Goalie füllt Vasilevskiy das Tor aus und bringt mit seinen Paraden selbst die Topscorer der Liga regelmäßig zur Verzweiflung. 39 Siege bedeuteten den Spitzenwert unter allen Torleuten in der zurückliegenden Spielzeit.

Leistungsdaten (2025/26): 58 Spiele, 58 Starts, Matchbilanz 39-15-4, GAA 2,31, Fangquote 91,2 Prozent, zwei Shutouts

Vasilevskiy mit der Vezina Trophy für den besten Torhüter überrascht

Ilya Sorokin, New York Islanders

In Sachen Shutouts konnte Sorokin in dieser Saison keiner das Wasser reichen. Siebenmal hielt er seinen Kasten sauber, womit er seine eigene Bestmarke aus der Saison 2021/22 egalisierte. Anfang 2026 schwang sich Sorokin zum alleinigen Rekordhalter bei den Islanders in dieser Kategorie auf. Alles in allem sind für ihn nunmehr 29 Shutouts registriert. Die verpasste Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs ist der einzige Makel in einer ansonsten starken Saison.

Leistungsdaten: 55 Spiele, 54 Starts, Matchbilanz 29-24-2, GAA 2,68, Fangquote 90,6 Prozent, sieben Shutouts

Jeremy Swayman, Boston Bruins

Als unumstrittene Nummer 1 führte Swayman die Bruins zurück in die Playoffs. Schnell gewann er dank ausgezeichneter Auftritte das Vertrauen seines Trainers Marco Sturm, der ihm bei wichtigen Partien fast immer den Vorzug vor Joonas Korpisalo gab. Seine 31 Siege, davon vier in Overtime, bedeuteten eine persönliche NHL-Bestleistung für Swayman. Bei der diesjährigen Wahl zur Vezina Trophy landete er hinter Vasilevskiy und Sorokin an dritter Stelle.

Leistungsdaten: 55 Spiele, 54 Starts, Matchbilanz 31-18-4, GAA 2,71, Fangquote 90,8 Prozent, zwei Shutouts

Scott Wedgewood, Colorado Avalanche

Der Schlussmann hatte großen Anteil daran, dass sich die Avalanche souverän die Presidents‘ Trophy als punktbeste Mannschaft der regulären Saison 2025/26 sicherte. Sein Gegentorschnitt von 2,02 und seine Fangquote von 92,1 Prozent waren Topwerte unter den Stammtorhütern der Liga. Dass die Reise in den Playoffs mit einem Sweep durch die Vegas Golden Knights abrupt zu Ende ging, ist ihm nicht anzulasten.

Leistungsdaten: 45 Spiele, 43 Starts, Matchbilanz 31-6-6, GAA 2,02, Fangquote 92,1 Prozent, vier Shutouts

Logan Thompson, Washington Capitals

Der Schlussmann der Capitals erlebte gleich in vierfacher Hinsicht ein Rekordjahr. 58 Einsätze, 58 Starts, einen Gegentorschnitt von 2,44 und vier Shutouts wie 2025/26 hatte er zuvor in seiner Laufbahn noch nicht zu verzeichnen. Mit der Breakout-Saison rechtfertigte er im Nachhinein das Vertrauen der Klubverantwortlichen, die ihn 2024 mit einem Sechsjahresvertrag ausgestattet hatten.

Leistungsdaten: 58 Spiele, 58 Starts, Matchbilanz 31-21-6, GAA 2,44, Fangquote 91,2 Prozent, vier Shutouts

WSH@TOR: Thompson liefert mit 21 Saves Shutout gegen Maple Leafs

Dan Vladar, Philadelphia Flyers

Die Flyers hatten nicht viele für einen Spot in den Playoffs auf der Rechnung Dass es am Ende dennoch klappte, hatte eine Menge mit Torwart Vladar zu tun. Er wuchs in der zurückliegenden Saison mehrfach über sich hinaus und trug mit dazu bei, dass Philadelphia auf Rang drei in der Metropolitan Division landete. In den Playoffs schalteten die Flyers die Pittsburgh Penguins aus, ehe sie sich dem späteren Champion Carolina Hurricanes geschlagen geben mussten. In der Postseason knüpfte Vladar nahtlos an die zuvor gezeigten Vorstellungen an.

Leistungsdaten: 52 Spiele, 51 Starts, Matchbilanz 29-14-7, GAA 2,42, Fangquote 90,6 Prozent, kein Shutout

Connor Hellebuyck, Winnipeg Jets

Obwohl er seit Jahren zu den zuverlässigsten Torhütern der NHL gehört, konnte sich Hellebuyck vom völlig unerwarteten Sinkflug der Jets nicht gänzlich abkoppeln. So zeigte auch er im Ligabetrieb bis dato selten gesehene Schwächen. Bei den Olympischen Winterspielen 2026 war er dagegen ganz der Alte. Mit den USA sicherte er sich die Goldmedaille im Finale gegen Kanada. Bei diesem Turnier hatte er die beste Fangquote (95,6 Prozent) und den geringsten Gegentorschnitt (1,18) vorzuweisen. Folgerichtig wurde er als bester Torwart bei Olympia auserkoren. Bei der Wahl zum IIHF-Spieler des Jahres belegte er den zweiten Platz.

Leistungsdaten: 57 Spiele, 57 Starts, Matchbilanz 23-23-11, GAA 2,86, Fangquote 89,5 Prozent, kein Shutout

Igor Shesterkin, New York Rangers

Den Wert eines Torhüters für das eigene Team bemerkt man mitunter gerade dann, wenn er nicht zur Verfügung steht. Bei Shesterkin traf dies in der vergangenen Saison zu. Wegen einer Verletzung musste er längere Zeit pausieren. In dieser Phase verloren die Rangers zahlreiche Spiele, wodurch sie früh den Kontakt zu den Playoff-Plätzen abreißen lassen mussten. Kaum war der Goalie zurückgekehrt, lief es wieder besser. Doch für die Endrundenteilnahme reichte es nicht mehr.

Leistungsdaten: 51 Spiele, 51 Starts, Matchbilanz 25-19-6, GAA 2,50, Fangquote 91,2 Prozent, ein Shutout

OTT@NYR: Shesterkin vereitelt die große Chance von Cozens

Frederik Andersen, Carolina Hurricanes (neu: Edmonton Oilers)

Als frischgebackener Triumphator im Stanley Cup wird Andersen in der kommenden Saison die Edmonton Oilers verstärken. Auch dank seiner überragenden Fangkünste in den Playoffs gelang es den Hurricanes, den zweiten Meistertitel in der Geschichte nach 2006 einzufahren. Kleiner Wermutstropfen: Ausgerechnet in der Finalserie gegen die Vegas Golden Knights schwächelte Andersen zeitweise, was aber wohl hauptsächlich einer Verletzung geschuldet war. In der regulären Saison hatte er ebenfalls ab und an seine Schwierigkeiten. In der Endrunde bewies er jedoch, dass er zu den Besten seiner Branche zählt.

Leistungsdaten: 35 Spiele, 35 Starts, Matchbilanz 16-14-5, GAA 3,05, Fangquote 87,4 Prozent, kein Shutout

Karel Vejmelka, Utah Mammoth

Vejmelka war in der abgelaufenen Saison der unangefochtene Spitzenreiter, was die Einsatzzahl unter den Torleuten anbelangte. 64-mal stand er zwischen den Pfosten, davon 63-mal von Beginn an, was ebenfalls unerreicht blieb. In seiner Marathon-Spielzeit verbuchte er am 7. März auch noch seinen 100. NHL-Erfolg. Vejmelka gehört zu den Leistungsträgern bei Utah. Seinen Darbietungen ist es zu verdanken, dass das Franchise im zweiten Jahr des Bestehens die Playoff-Premiere erlebte.

Leistungsdaten: 64 Spiele, 63 Starts, Matchbilanz 38-20-3, Gegentorschnitt 2,75, Fangquote 89,6 Prozent, zwei Shutouts

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