Makar Hughes Werenski Seider 4 Split

Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft über die kommenden Tage einen Blick auf die aktuellen Spitzenspieler auf jeder Position. Grundlage dafür ist die offizielle Positionsangabe in den Statistiken von NHL.com, selbst wenn ein Spieler in der abgelaufenen Saison anders eingesetzt wurde.

In der heutigen Ausgabe: Die zehn besten Verteidiger.

Cale Makar, Colorado Avalanche

Die Nummer eins unter den Verteidigern ist Cale Makar. Er gewann innerhalb der vergangenen fünf Jahre zwei Mal die Norris Trophy (2022, 2025) für den besten Verteidiger und landete in der abgelaufenen Saison auf Platz zwei. In 75 Spielen erzielte er für die Colorado Avalanche 79 Punkte (20 Tore, 59 Assists) und war einer der Gründe dafür, dass das Team die reguläre Saison dominierte und als punktbeste Mannschaft die Presidents' Trophy gewann.

COL@LAK, GM 3: Makar skatet mit dem Puck an der blauen Linie und findet eine Lücke

In den Stanley Cup Playoffs spielte er teilweise verletzt und fiel für die letzten beiden Spiele der Avalanche aus, was zu ihrem Aus im Western Conference Finale beitrug. In elf Spielen sammelte er fünf Punkte (vier Tore, ein Assist). Makars Skating, sein Umgang mit dem Puck und seine Dominanz in der offensiven Zone machen ihn zu einem der wertvollsten Spieler der NHL.

Zach Werenski, Columbus Blue Jackets

Der aktuelle Gewinner der Norris Trophy landet auf Platz zwei. Zach Werenski spielte bei den Columbus Blue Jackets eine überragende Saison und war mit 81 Punkten (22 Tore, 59 Assists) der zweitbeste Scorer und drittbeste Torjäger unter allen Verteidigern der Liga. Er paart ein außergewöhnliches Spielverständnis mit beeindruckender Technik und ist dadurch einer der besten Offensivverteidiger der NHL. Er verpasste mit den Blue Jackets die Playoffs, gewann mit den USA aber Gold bei den Olympischen Winterspielen Milano/Cortina 2026 und erzielte dabei sechs Punkte (ein Tor, fünf Assists) in sechs Spielen.

Quinn Hughes, Minnesota Wild

Am Ende der regulären Saison stand Quinn Hughes mit 76 Punkten (sieben Tore, 69 Assists) nur auf Rang fünf unter den Abwehrspielern der Liga. Dabei muss man allerdings beachten, dass er die Saison bei den Vancouver Canucks, einem der schwächsten Teams der NHL, begann. Nach seinem Wechsel zu den Minnesota Wild nach 26 Saisonspielen verbesserte sich seine Punktausbeute nochmal deutlich.

COL@MIN, Sp3: Hughes ist im Powerplay aus dem hohen Slot erfolgreich

Hughes lieferte in den Playoffs überragende 15 Punkte (vier Tore, elf Assists) in elf Partien und verhalf den Wild zu ihrem ersten Sieg in einer Playoff-Serie seit 2015. Zum Titelgewinn bei den Olympischen Spielen trug er mit acht Punkten (ein Tor, sieben Assists) bei. Er ist einer der läuferisch besten Spieler der Welt und nutzt diese Qualität, um den Puck im gegnerischen Drittel zu halten, bis sich eine hochkarätige Chance ergibt.

Rasmus Dahlin, Buffalo Sabres

In der Scorerliste landete Rasmus Dahlin nur knapp hinter Hughes, Werenski und Makar. Seine 74 Punkte (19 Tore, 55 Assists) waren ein wichtiger Faktor beim Aufstieg der Buffalo Sabres vom Tabellenkeller zu einem der Spitzenteams der Eastern Conference. So erreichten sie erstmals seit 2011 wieder die Playoffs, in denen Dahlin weitere 14 Punkte (vier Tore, zehn Assists) verbuchte.

Evan Bouchard, Edmonton Oilers

Aufgrund seiner offensiven Fähigkeiten könnte Evan Bouchard in dieser Liste weiter oben stehen, allerdings sind seine Leistungen in der Defensive ein klares Minus. Im gegnerischen Drittel ist allerdings kein Verteidiger auch nur annähernd so effizient. Er führte die Statistik der Verteidiger mit 95 Punkten (21 Tore, 74 Assists) an. Die Oilers scheiterten enttäuschend in der ersten Playoff-Runde, Bouchard erzielte trotzdem sieben Punkte (ein Tor, sechs Assists) in sechs Spielen.

Lane Hutson, Montreal Canadiens

Lane Hutson ist einer der aufregendsten jungen Verteidiger der NHL. Der 22-Jährige baute auf die 66 Punkte (sechs Tore, 60 Assists) aus seiner Rookie-Saison 2024/25 mit 78 Zählern (zwölf Tore, 66 Assists) auf. Mit den Canadiens marschierte der Offensivverteidiger bis ins Eastern Conference Finale durch und erzielte dabei 16 Punkte (drei Tore, 16 Assists) in 19 Spielen.

Moritz Seider, Detroit Red Wings

Der Deutsche Moritz Seider etablierte sich über die vergangenen Jahre als einer der Spitzenverteidiger der Liga. In der Scorerliste landete er mit einem persönlichen Rekord von 60 Punkten (zehn Tore, 50 Assists) nur auf Rang elf, allerdings verfügt er über deutlich mehr Qualität in der Defensive als viele der Verteidiger, die mehr punkteten.

PHI@DET: Seider mit einem Tor und vier Assists

Miro Heiskanen, Dallas Stars

Die Dallas Stars haben mit Miro Heiskanen einen der besten Zwei-Wege-Verteidiger in ihren Reihen. Der Finne sammelte in 77 Spielen der regulären Saison 63 Punkte (neun Tore, 54 Assists). In den Playoffs war er trotz einer Verletzung einer der besten Spieler der Stars, konnte das Aus gegen Minnesota aber mit sechs Punkten (zwei Tore, vier Assists) in sechs Spielen nicht verhindern.

Charlie McAvoy, Boston Bruins

Ein weiterer Abwehrspieler, der an beiden Enden der Eisfläche zuverlässig ist, ist Charlie McAvoy. Er hat keine leichte Saison hinter sich. Er wurde zwei Mal von einem Puck am Kiefer getroffen und bekam einen harten Ellbogencheck ins Gesicht. Obwohl er aufgrund eines Kieferbruchs 13 Spiele verpasste, stellte er mit 61 Punkten (elf Tore, 50 Assists) einen persönlichen Rekord auf. Außerdem gewann er mit Hughes und Werenski Gold bei den Olympischen Spielen.

Adam Fox, New York Rangers

Adam Fox bekam in dieser Saison vielleicht nicht die Aufmerksamkeit, die er verdient hätte. Das lag einerseits an der enttäuschenden Saison seiner New York Rangers, andererseits daran, dass er verletzungsbedingt nur 55 Spiele bestritt. Trotzdem gelangen ihm beeindruckende 53 Punkte (neun Tore, 44 Assists). Mit dieser Leistung wäre er womöglich ein Kandidat für die Norris Trophy gewesen, wenn er nicht so viele Spiele verpasst hätte.

NYR@PIT: Fox bringt die Rangers in Führung

Im weiteren Kreis: Jaccob Slavin (Carolina Hurricanes), Matthew Schaefer (New York Islanders), Darren Raddysh (Toronto Maple Leafs), Roman Josi (Nashville Predators), Jakob Chychrun (Washington Capitals)

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