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Nach einer spannenden und ereignisreichen NHL-Saison 2025/26 gilt es, Bilanz zu ziehen. NHL.com/de wirft einen Blick auf die besten Spieler, Trainer und Manager der Liga.

In der heutigen Ausgabe: Die fünf besten Trainer.

Rod Brind’Amour, Carolina Hurricanes

Kaum überraschend dürfte es sein, dass mit Rod Brind’Amour der Trainer des frischgebackenen Stanley Cup-Siegers unter den fünf besten Trainern zu finden ist. Eine 53-22-7-Bilanz und 113 Punkte in der Hauptrunde sowie 16 Siege bei drei Niederlagen in den Playoffs sind herausragend und der Lohn einer stetigen Entwicklung des Teams unter Brind’Amour. 

Bemerkenswert ist, wie gut es Brind’Amour gelang, den Carolina Hurricanes seine Handschrift aufzuerlegen. Hohes Tempo, aggressives Forechecking und ein klarer Plan sind zur DNA in Carolina geworden. In den acht Spielzeiten, in denen Brind’Amour die Verantwortung für die Hurricanes trägt, haben sie sich immer für die Endrunde qualifiziert und insgesamt 441 Siege eingefahren. Damit waren sie in diesem Zeitraum das erfolgreichste aller Teams.

Mit der Entwicklung von einer Hauptrunden-Mannschaft zum Titelträger hat Brind’Amour den letzten Schritt gemacht, der ihn endgültig in die Top-Riege der NHL-Trainer katapultiert.

Jon Cooper, Tampa Bay Lightning

Der Gewinner des Jack Adams Award 2025/26, Jon Cooper, darf unter den fünf besten Übungsleitern der NHL ebenfalls nicht fehlen. Nachdem Cooper 2013/14 und 2018/19 zwar Finalist für den Jack Adams Award war, aber die Trophäe am Ende nicht gewann, war es 2025/26 so weit. Er ist damit nach John Tortorella (2003/04) erst der zweite Trainer der Tampa Bay Lightning, der diese Auszeichnung erhielt.

Cooper wird nicht nur für die herausragende Saison 2025/26 (50 Siege, 106 Punkte) ausgezeichnet, sondern auch für seine langfristigen Erfolge. Die Lightning erreichten neunmal hintereinander die Playoffs und mussten nur einmal in den 13 Jahren unter Cooper die Saison nach der Hauptrunde beenden. 2020 und 2021 führte er Tampa Bay zum Titel.

Die besondere Stärke von Cooper zeigt sich in der Dauer seines Erfolgs. In einer Liga, die durch Salary Cap und Draft immer ausgeglichener wird, gelang es ihm, konstante Erfolge zu feiern. Dabei passte er den Spielstil an die Spieler an, die ihm zur Verfügung standen. Ihm gelang es auch große Akteure, wie Nikita Kucherov, in das Mannschaftsgefüge zu integrieren und gleichzeitig deren individuelle Stärke noch weiter auszubauen.

Lightning-Cheftrainer Jon Cooper erhält den Jack Adams Award

Paul Maurice, Florida Panthers

Auch wenn die Florida Panthers mit Trainer Paul Maurice 2026 die Stanley Cup Playoffs verpasst haben, gehört er noch zu den besten seines Fachs. Maurice führte Florida 2023, 2024 und 2025 in das Finale, gewann 2024 und 2025 zweimal den Titel und sorgte so für eine der stärksten Phasen der Salary-Cap-Ära.

Das Scheitern in der Hauptrunde 2026 ist schmerzhaft, doch liegen die Gründe dafür in einer Saison, die von Verletzungssorgen geprägt war. In Summe verpassten die Akteure der Panthers 500 Partien durch Blessuren. Dabei war besonders das langfristige Fehlen von Aleksander Barkov und Matthew Tkachuk verheerend.

Maurice bleibt dennoch einer der besten Trainer der Liga, dem es in den Playoffs regelmäßig gelingt, seinen Mannschaften noch einen Energieschub zu geben und sich taktisch auf jeden Gegner einzustellen. Die von ihm geprägte körperliche und emotionale Spielweise dürfte die Panthers auch 2026/27 wieder zu einem Playoff-Aspiranten machen.

Martin St. Louis, Montreal Canadiens

Die Montreal Canadiens befinden sich weiterhin im Aufbau und Martin St. Louis ist einer der wichtigsten Bausteine zum Erfolg der Frankokanadier. Der Chefstratege in Montreal brilliert darin, die junge Mannschaft in jeder Saison weiterzuentwickeln, dabei fördert er die Talente der Canadiens und schenkt ihnen Vertrauen, das sie mit Leistung zurückzahlen. 2025/26 sammelte das Team 106 Punkte und scheiterte in den Playoffs erst im Eastern Conference Finale am späteren Champion aus Carolina.

In der Endrunde glänzten die Canadiens besonders in den entscheidenden Momenten. Beide Serien konnten sie im siebten Spiel für sich entscheiden. Diese Leistung ist besonders bemerkenswert, da Montreal mit 25,8 Jahren im Durchschnitt das jüngste Team in einem Conference Finale seit 1993 (Montreal Canadiens) stellte.

St. Louis glänzt nicht nur durch die Entwicklung junger Spieler wie Lane Hutson oder Ivan Demidov, sondern auch durch seinen Umgang mit den Top-Akteuren wie Nick Suzuki, der unter ihm zum Selke-Trophy-Gewinner avancierte. Sollte Montreal auch nächste Saison einen Entwicklungsschritt nehmen, wäre St. Louis noch klarer unter den Top-Trainern der Liga zu platzieren.

Jared Bednar, Colorado Avalanche

Die Colorado Avalanche waren über 82 Hauptrunden-Spiele das beste Team der NHL. Sie sammelten 121 Punkte und hatten eine herausragende 55-16-11-Bilanz. Einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg in Colorado ist Jared Bednar. Der Trainer kommt in 782 Hauptrundenspielen auf 445 Siege und auch in der Endrunde ist seine Bilanz positiv (60-41).

Bednar gelang es, die Avalanche für fast ein Jahrzehnt in der Spitzengruppe der NHL zu halten. Dabei entwickelte er die Offensivmaschine immer weiter und sorgte 2025/26 dafür, dass Colorado die beste Defensive der NHL stellte (203 Gegentore). Gerade diese Weiterentwicklung und Anpassungsfähigkeit ist in der Salary-Cap-Ära ein wichtiger Faktor für Trainer, um langfristigen Erfolg zu sichern.

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