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Die NHL-Saison 2025/26 war voller Highlights, Action und spannender Spiele. NHL.com/de blickt auf die Spielzeit der besten Akteure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zurück.

In dieser Ausgabe: Die Top 5 der besten General Manager

Die General Manager der 32 NHL-Teams haben einen anspruchsvollen und hochspannenden Beruf: Sie sind die Architekten, die Jahr für Jahr versuchen, eine Meistermannschaft zu bauen. Es braucht die richtigen Charaktere, Spielertypen und Qualität in der Spitze und der Tiefe sowie ein gutes Händchen und Verhandlungsgeschick bei Trades. Die Arbeit findet aber nicht nur in der Gegenwart statt, sondern betrifft auch immer die Zukunft, was etwa die Akquise von Draftpicks betrifft. In den NHL Drafts müssen die GMs also auch ein gutes Gespür für junge Talente haben, die den Kader kurz-, mittel- oder langfristig verbessern können.

Gleich vorneweg: Pat Verbeek (Anaheim Ducks), Jarmo Kekalainen (Buffalo Sabres) oder Kyle Dubas (Pittsburgh Penguins), die ihre Teams wider Erwarten in die Stanley Cup Playoffs geführt hatten, sind trotz dieser beachtlichen Leistung nicht vertreten.

5 - Mike Grier (San Jose Sharks)

Anders als bei den anderen vier General Managern in diesem Ranking ist die Ausgangslage bei Mike Grier von den San Jose Sharks eine andere: Seine Mannschaft befindet sich im Rebuild und hat in keinem seiner vier Jahre im Amt die Stanley Cup Playoffs erreichen können. Sportlich aber machten die Sharks in der Saison 2025/26 trotzdem einen gewaltigen Schritt nach vorne: Von vielen Experten als Letzter in der Pacific Division eingestuft, schloss San Jose (39-35-8) dort als Fünfter ab, war fast bis zum Schluss im Playoff-Rennen dabei und verpasste die Postseason am Ende nur um vier Punkte.

Was für Grier in diesem Ranking spricht, ist sein Kader-Aufbau für eine strahlende Zukunft in der Bay Area. Den NHL Draft 2026 haben die Sharks zweifelsohne gewonnen, denn sie sicherten sich mit dem Second-Overall-Pick Ausnahme-Stürmer Ivar Stenberg - vielleicht sogar der beste Spieler des gesamten Jahrgangs. Außerdem tradete Grier für das neunte und 21. Pick in der 1. Runde und sicherte sich mit Keaton Verhoeff und Ryan Lin zwei hochveranlagte und rechtsschießende Verteidiger.

Der unter Grier aufgewachsene Talente-Pool ist beeindruckend: In den letzten vier Drafts unter seiner Ägide sicherten sich die Sharks vielsprechende Spieler wie Will Smith (4th overall), Quentin Musty (26th overall), Macklin Celebrini (1st overall), Sam Dickinson (11th overall), Igor Chernyshov (33th overall), Michael Misa (2nd overall), Joshua Ravensbergen (30th overall), Simon Wang (33th overall), Stenberg (2nd overall), Verhoeff (9th overall) und Lin (21th overall). „The Future Is Teal“, heißt es längst in San Jose: „Die Zukunft ist Türkis.“

The Deep: Mike Grier

4 - Chris MacFarland (Colorado Avalanche; jetzt: Nashville Predators)

Wer ein Team zusammenstellt, das die Presidents‘ Trophy für das beste Team nach 82 Spielen der regulären Saison gewinnt, der muss zwangsläufig in diesem Ranking auftauchen. Chris MacFarland ist dieses Kunststück mit der Colorado Avalanche (55-16-11; 121 Punkte) gelungen.

In der Offseason war die Akquise von Verteidiger-Routinier Brent Burns der auffälligste Move. Vor der Trade-Deadline holte MacFarland mit Brett Kulak einen Verteidiger sowie mit Rückkehrer Nazem Kadri den vielleicht begehrtesten verfügbaren Center hinzu. Sie ergänzten ein über Jahre aufgebautes Gerüst um die tragenden Säulen Nathan MacKinnon, Gabriel Landeskog, Martin Necas, Artturi Lehkonen, Cale Makar und Devon Toews. Colorado ging als Top-Favorit auf den Stanley Cup in die Playoffs, wurde aber auch aufgrund vieler Verletzungen im Western Conference Finale von den Vegas Golden Knights gesweept (Serie: 0:4).

Seit Juni 2026 ist MacFarland neuer GM bei den Nashville Predators. Bei der Avalanche wird dieses Amt wieder von dessen Vorgänger Joe Sakic ausgeübt.

3 - Bill Guerin (Minnesota Wild)

Bill Guerin von den Minnesota Wild wurde mit den Jim Gregory General Manager of the Year Award ausgezeichnet und damit von einer Experten-Jury als ligaweit bester GM der regulären Saison 2025/26 bestätigt.

Guerin hatte während der Spielzeit mit einem Blockbuster-Trade auf sich aufmerksam gemacht: Offensivverteidiger Quinn Hughes wechselte für Marco Rossi, Zeev Buium, Liam Ohgren und ein Erstrunden-Pick im NHL Draft 2026 (Adam Novotny an 24. Stelle) von den Vancouver Canucks in die Twin Cities. Es war nicht der einzige Streich des Wild-GMs: Mit dem Deutschen Nico Sturm, Michael McCarron, Jeff Petry, Nick Foligno und Bobby Brink holte er weitere Puzzleteile für einen erfolgreichen Kader hinzu. Minnesota (46-24-12) schloss in der starken Central Division als Dritter ab, setzte sich in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 mit 4:2 gegen die Dallas Stars durch und zog dann in der Zweiten Runde gegen die Colorado Avalanche den Kürzeren (1:4).

Ein historischer Erfolg gelang Guerin als General Manager in einem anderen Team: Als GM der USA stellte er hauptverantwortlich den Kader für die Olympischen Spiele 2026 in Milano und Cortina zusammen, der die Goldmedaille nach Hause bringen sollte.

Die Wild überraschen Guerin mit dem Jim Gregory General Manager of the Year Award

2 - Bill Zito (Florida Panthers)

Die Florida Panthers haben nach Back-to-Back Stanley Cups und drei Final-Teilnahmen in Folge die Stanley Cup Playoffs in der Saison 2025/26 krachend verpasst (40-38-4; 15 Punkte Rückstand auf einen Playoff-Platz). Wie also kann ihr General Manager Bill Zito trotzdem auf Rang zwei in diesem Ranking landen?

Einerseits wurden die Panthers von unglaublichen Verletzungspech erfasst, wofür Zito, der Wert auf eine große Kader-Tiefe legt, nichts kann: Kapitän Aleksander Barkov verpasste die gesamte Saison, Power Forward Matthew Tkachuk, Sam Reinhart, Brad Marchand, Anton Lundell, Eetu Luostarinen, Tomas Nosek, Seth Jones und Niko Mikkola jeweils eine Vielzahl von Spielen.

Zitos Zeugnis fällt dennoch außerordentlich gut aus. Im letzten Sommer verlängerte er mit allen wichtigen Leistungsträgern wie Bennett, Aaron Ekblad und Marchand. Jüngst fädelte er den wohl wichtigsten Trade des gesamten Kalenderjahres 2026 ein, als er Brady Tkachuk für drei Erstrunden- und ein Zweitrunden-Pick von den Ottawa Senators nach Sunrise lotste. Zudem verlängerte Floridas GM mit Luostarinen um acht Jahre, brachte Radko Gudas als Free Agent zurück an die alte Wirkungsstätte und nahm mit Garnet Hathaway einen weiteren körperlich starken Spieler unter Vertrag. Den Abgang des jahrelangen Starters Sergei Bobrovsky kompensierte er durch die Akquise von Jacob Markstrom und dem Schweizer Akira Schmid.

Zito verlieh seinem Team in der Offseason also einen gehörigen Boost, sodass die Panthers in 2026/27 erneut zum ultimativen Favoritenkreis zählen dürften. Die Tkachuk-Brüder, Marchand, Bennett, Gudas, Hathaway - Der Architekt hat eine Mannschaft für die Playoffs gebaut.

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1 - Eric Tulsky (Carolina Hurricanes)

Alleine der Erfolg gibt Eric Tulsky das Recht, in dieser Bestenliste ganz oben aufzutauchen, denn er formierte den Stanley Cup Champion 2026. In der regulären Saison waren die Carolina Hurricanes bereits das beste Team in der Eastern Conference (53-22-7). In den Stanley Cup Playoffs wurden nacheinander die Ottawa Senators (4:0), Philadelphia Flyers (4:0), Montreal Canadiens (4:1) und Vegas Golden Knights (4:2) aus dem Weg geräumt. Das Besondere: Den Hurricanes gelang dieser Erfolg ohne echte Superstars, sondern mit einem unglaublichen Kraftakt des Kollektivs.

Tulskys Weg zum Job des General Managers ist unglaublich: Er hält den Bachelor of Arts in Chemie und Physik, erwarb später den Doktortitel in Chemie und arbeitete zunächst zwölf Jahre in der Hightech-Branche. Zum Hockey kam er über einen eigenen Blog, in dem er sein wissenschaftliches Arbeiten in Analysen und Statistiken einfließen ließ. 2020 wurde Tulsky Assistenz-GM in Carolina, 2024 wurde er zum General Manager ernannt und konstruierte seitdem die Meistermannschaft von 2026.

Vor der Saison 2025/26 fügte er einem bereits engen Teamgefüge starke Einzelspieler wie Stürmer Nikolaj Ehlers oder Verteidiger K’Andre Miller hinzu. Unter der Saison wechselte mit Brandon Bussi auch ein Torwart in die Organisation, der ebenfalls erheblich zum Erfolg beitrug. Kurios: An der Trade Deadline musste Tulsky gar nicht mehr tätig werden, denn sein Team lief unter Erfolgstrainer Rod Brind’Amour wie eine gut geölte Maschine.

Spannend wird sein, wie der Architekt des Stanley Cup Champions 2026 über den Sommer anpassen wird. Allzu große Veränderungen sind nicht zu erwarten. Warum auch? Der Erfolg gibt Tulsky Recht.

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