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Samstag mit extremen Ergebnissen

Torfestival in Buffalo und vier Shutouts ließen die Fans ausflippen

von Marc Rösch @NHLde / NHL.com/de Autor

Wirklich viel hat am Samstagabend nicht gefehlt und die berühmt berüchtigte Trageeinheit Hopfengetränke für die Mannschaft wäre fällig gewesen. Gleich neun Mal ließen die Buffalo Sabres vor eigenem Publikum die Torsirene aufheulen, spielten die Ottawa Senators förmlich an die Wand.

 

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"Wir haben definitiv die richtige Reaktion gezeigt", freute sich Buffalos Stürmer Jason Pominville, der vor der Partie für sein eintausendstes NHL-Spiel ausgezeichnet wurde, über die mehr als geglückte Revanche für die knappe Niederlage in Ottawa am Donnerstag. "Wir hatten in Ottawa ein starkes drittes Drittel und wollten unbedingt in der Offensivzone spielen. Ich weiß nicht, ob es die Zeremonie vor dem Spiel oder die Atmosphäre in dieser Halle war, aber wir waren alle richtig heiß. Es war definitiv ein tolles Spiel für mich und ich freue mich riesig darüber, dass ich es zusammen mit dieser Truppe und meiner Familie teilen kann. Der Sieg war natürlich richtig klasse."

Die Fans im KeyBank Center erlebten einen wahnwitzigen Eishockeyabend. Die Partie endete mit 9:2-Toren für ihre Mannschaft und die Sabres-Anhänger waren völlig aus dem Häuschen.

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"Dass die Fans voll abgegangen sind, war einfach das Beste", erzählte Stürmer Kyle Okposo. "In der Halle war eine riesige Begeisterung. So etwas habe ich in meiner Zeit hier noch nicht erlebt. Ich meine, das war echt cool. Vor allem die "Sweet Caroline"-Chöre am Ende, einfach nur berauschend."

Alle Anwesenden waren am Samstag völlig von den Socken. Dennoch sind Ergebnisse wie dieses in der aktuellen Spielzeit keine Seltenheit. Bis einschließlich Samstag wurden 206 Partien ausgetragen. In 21 davon gab es über zehn Tore zu bestaunen. Das ist der höchste Wert seit der Saison 1995/96, als es im gleichen Zeitraum 30 Spiele mit zweistelliger Trefferanzahl gab.

Soweit so gut. Völlig verblüffend ist jedoch die Tatsache, dass die Stürmer zwar mehr Wege finden, Tore zu schießen, die Torhüter sich aber gleichzeitig auch geschickter darin anstellen, diese zu verhindern. Geht nicht? Geht wohl doch:

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Sowohl Pekka Rinne als auch Marc-Andre Fleury, Thomas Greiss und Frederik Andersen hielten am Samstag ihren Kasten sauber und spielten zu Null.

Andersen mauerte in der PPG Paints Arena sein Tor von oben bis unten zu und verhalf seinen Toronto Maple Leafs mit 31 Saves zu einem spektakulären 5:0-Auswärtssieg gegen die Pittsburgh Penguins. "Hier gegen dieses gute Team einen Sieg zu holen ist wirklich schwer", erklärte Andersen.

Für Fleury sprang nach 34 Saves nicht nur ein 3:0-Sieg gegen die Carolina Hurricanes, sondern auch der 50. NHL-Shutout seiner Karriere heraus. Solche Spiele zu Null sind für ihn das Salz in der Suppe: "Es rundet die Sache ab. Solche Siege und vor allem solche Shutouts geben uns ein tolles Gefühl und unterstreichen die Leistung des Teams."

Mit diesen vier Shutouts behielten die Torhüter in der laufenden Saison insgesamt 23 Mal eine weiße Weste. Das sind drei Shutouts mehr als im gleichen Zeitraum während der vorangegangenen Spielzeit.

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In der Momentaufnahme ist die aktuelle Saison also eine, in der extreme Ergebnisse immer häufiger werden. Eine Erklärung hierfür haben die Torhüter jedoch nicht parat. Greiss, der beim 3:0-Sieg gegen die New Jersey Devils seinen neunten NHL-Shutout feierte, machte 35 teils spektakuläre Saves. So verhinderte er nach 8:11 Minuten im zweiten Spielabschnitt einen vielversprechenden Sololauf von Taylor Hall. Dennoch ist für ihn alles nur Routine.

"Ich habe mich einfach voll auf ihn fokussiert, wollte ihm keinen Platz anbieten", analysierte Greiss. "Man spielt eben einfach und schaut darauf, was passiert. Als Torhüter wartest du immer darauf, dass er seinen Move macht."

 

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Dass er bei seinen Rettungstaten in dieser Saison schon des Öfteren ein äußerst glückliches Händchen behielt, stimmt den Füssener zwar positiv, er weiß jedoch auch, dass Glück und Pech nah beieinander liegen.

"Wir sind in diesem Jahr sehr strukturiert und spielen hervorragend als ein Team zusammen", beschrieb Greiss das Erfolgsrezept. "Am Ende ist es immer toll, wenn du keine fünf oder sechs Tore an einem Abend zulässt. So kann es weitergehen. Jeder ist glücklich. Zurzeit genießen wir das Eishockey einfach."

Wie angesichts solcher Ergebnisse auch die (neutralen) Fans.

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