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NHL plant neue Saison vorläufig ohne Olympia

Commissioner Gary Bettman sieht keine neuen Entwicklungen in diesem Bereich

von Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

BOCA RATON, Fla. - Die NHL fokussiert sich auf einen Spielplan ohne die Olympischen Winterspiele 2018 für die nächste Saison. Das sagte Comissioner Gary Bettman am Mittwoch.

Dies könne sich jedoch rasch ändern, wenn "etwas Dramatisches" zu einem späteren Zeitpunkt passieren werde, so Bettman. Doch derzeit sind keine konkreten Treffen zwischen der NHL, der IHHF, der NHLPA und dem IOC terminiert.

"Es gibt diesbezüglich nichts neues" sagte Comissioner Bettman nach einem Treffen der General Manager in Boca Raton. "Die überwältigende Mehrheit der Teams denkt, dass eine solche Unterbrechung doch ein recht großer Einschnitt in den Spielplan wäre. Und die Stimmung ist aktuell nicht gerade optimistisch in dieser Angelegenheit."

NHL-Spieler hatten an den letzten fünf Olympischen Winterspielen teilgenommen. Doch im Laufe der Jahre empfanden die Teameigentümer es als zunehmend unattraktiv ihre Spieler zu dieser Veranstaltung fahren zu lassen, gerade auch wenn es in Übersee stattfand, und dafür die eigene Liga extra zu schließen.

Comissioner Bettman sagte die NHL setze sich diesbezüglich aber noch keine zeitliche Deadline. Danach gefragt wie es in der Angelegenheit nun weiter gehe sagte er: "Wir müssen mit den Beteiligten reden. Aktuell gibt es sonst für uns nichts weiter zu tun. Es liegt nichts Konkretes auf dem Tisch."

Deputy Commissioner Bill Daly sagte er habe mit der NHLPA nicht darüber gesprochen, dass Spieler von sich aus zu den Olympischen Spielen fahren könnten. "Das können sie aus vertragsrechtlichen Gründen auch nicht" betonte er.

Offizielle Vertreter des Schwedischen Verbandes hatten an dem treffen der GMs mit den Teilnehmern darüber gesprochen, ihr Interesse daran ausgedrückt, dass die NHL-Spieler an den Spielen würden teilnehmen können, damit ihr Nationalteam in bestmöglicher Besetzung bei Olympia würde antreten können.

"Auch unsere Liga in Schweden hat einen sehr engen Terminplan. Das würde sehr kompliziert, wenn wir den Spielbetrieb dort einstellen müssten in dieser Zeitspanne" sagte Jorgen Lindgren, CEO der Schwedischen Eishockeyliga.

Lindgren betonte die SHL plane zweigleisig.

"Wir können die NHL gut verstehen, welche Probleme es verursachen würde die Liga zu schließen, so viel Geld dadurch zu verlieren usw." sagte Tommy Boustedt, der Generalsekretär der Schwedischen Eishockeyvereinigung. "Es gibt da wohl auch keine einfache Lösung."

"Meine persönliche Meinung ist, dass das IOC verstehen muss, das Eishockey wohl die wichtigste Sportart bei der Winterolympiade ist. Das sollte auch entsprechend gewürdigt werden. Aktuell ist der Sport offensichtlich noch nicht so willkommen wie er sollte."

Aber selbst wenn die Spieler nicht an den Spielen in 2018 teilnehmen sollten, so bedeutet das noch nichts für Peking im Winter 2022.

"Im chinesischen Markt gibt es da wohl noch einmal ganz andere Möglichkeiten" sagte Daly. "Da dürften ganz andere Rahmenbedingungen herrschen."

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