Und wie. Die Rangers legten im Mittelabschnitt in Unterzahl nach. Erneut funktionierte die Kombination Zibanejad zu Kreider, wobei letzterer die Szene in der eigenen Verteidigungszone selbst einleitete, den Schweden auf die Reise schickte, im Sprint nachrückte und dann kompromisslos das Zuspiel seines Sturmpartners verwertete (27.). Crosby konnte als letzter Mann nicht viel ausrichten. Zibanejad knackte mit seiner ersten Vorlage die Marke von 500 Scorerpunkten in der NHL. Er steht jetzt bei 502 Punkten (226 Tore, 276 Vorlagen) in 669 Spielen mit den Ottawa Senators und den Rangers.
Kreider untermauerte mit seinem Doppelpack seine Ambitionen im Hinblick auf die Rocket Richard Trophy als bester Torschütze der Liga. Mit seinen zwei Toren gegen die Penguins hat der US-Amerikaner mit dem Deutschen Leon Draisaitl auf Platz zwei der Torjägerliste gleichgezogen. Beide haben 44 Tore auf ihrem Konto. Auston Matthews (Toronto Maple Leafs) hat bereits 46-mal getroffen.
Nach diesem Tor hätte der Arbeitseinsatz von Jarry eigentlich beendet sein sollen. Casey DeSmith löste ihn zwischen den Pfosten ab. Doch nach 4:19 Minuten und drei Saves musste der Ersatzmann wegen einer Kopfverletzung das Eis schon wieder verlassen und Jarry zurück ins Tor.
Im Schlussdrittel verdarben die Gäste Rangers-Keeper Igor Shesterkin den Shutout. Routinier Jeff Carter traf in Überzahl. Gestört haben dürfte das den Torwart aber nicht. Er zeigte eine solide Leistung, hatte am Ende 20 Saves auf dem Konto und seinen Teil dazu beigetragen, dass das Team einen unterm Strich kaum gefährdeten Sieg einfuhr. Dem Russen dürfte es außerdem Selbstvertrauen gegeben haben, war er doch bei den vorherigen fünf Einsätzen zweimal ausgetauscht worden - zuletzt beim 4:7 bei den Devils.
Den Schlusspunkt setzte Andrew Copp, der sich über das 5:1 (58.) besonders freute. Schließlich war es sein erster Treffer im Rangers-Trikot. Der Stürmer war zur Trade Deadline von den Winnipeg Jets nach New York gekommen.
Ähnliches: [Blog zur NHL Trade Deadline 2022]
Nach solch einer Vorstellung hatte der Coach der Gastgeber nichts zu meckern: "Das ist die Art, wie wir spielen können. Das war womöglich unser komplettestes Spiel", lobte Gallant seine Schützlinge. Er hatte zuvor seine Sturmreihen etwas umgestellt. So spielte zum Beispiel Lafreniere nicht mehr in der ersten Reihe mit Zibanejad und Kreider, sondern in der dritten mit Filip Chytil und Barclay Goodrow. Dort konnte er auf seiner angestammten Position auf dem linken Flügel für viel Gefahr sorgen. Im ersten Sturm war er in der Regel auf Rechtsaußen zu finden. "Ich denke, er war heute exzellent", meinte Gallant zur Leistung des Angreifers. Der freute sich natürlich, dass er wieder links spielen durfte. "Aber ich kann beide Seiten spielen. Wir haben so viele Optionen bei unseren Stürmern. Da sind wir richtig tief aufgestellt. Wo auch immer ich spielen soll, ich werde bereit sein. Das war ein gutes Spiel für alle", betonte Lafreniere.
In der Tabelle bleiben sowohl die Penguins als auch die Rangers den Carolina Hurricanes an der Spitze der Metropolitan Division auf den Fersen. Carolina hat 91 Punkte, Pittsburgh 88, die Rangers jetzt 87. Wenn die Rangers aber weiter so schnell aus den Startblöcken kommen, könnte sich diese Reihenfolge bald ändern.