Das System des erfahrenen Hitchcock könnte in Dallas zumindest in der ersten Saison greifen, weil mit Torhüter Ben Bishop, Verteidiger Marc Methot und Zwei-Wege-Center Martin Hanzal weitere wichtige Stellschrauben verändert wurden. Die Stars sollten von daher erfolgreicher spielen als zuletzt.
John Stevens, Los Angeles Kings
Der 51-jährige John Stevens ist bereits seit 1998 als Trainer aktiv, als eine Augenverletzung seine Spieler-Karriere beendete. Zum zweiten Mal nach den Philadelphia Flyers von 2006 bis 2009 wird er in der NHL hauptverantwortlich hinter der Bande stehen, nachdem er lange Zeit Farmteams trainiert hatte oder als Assistent tätig war. So auch seit sieben Jahren bei den Kings, die ihn am 23. April als Nachfolger von Darryl Sutter zum Chef beförderten.
Los Angeles fehlte es an Produktion durch ihre Stars und aufgrund von Problemen mit der Gehaltsobergrenze waren kaum Neuverpflichtungen möglich, so dass Stevens mit gewohntem Material auskommen muss. Keine leichte Aufgabe in einer Pacific Division, in der sich die Konkurrenz deutlich weiterentwickelt hat. Stevens wird sich schwer tun, die Kings in die Erfolgsspur zu führen, wenn die Leistungsträger weiter schwächeln.
Bob Boughner, Florida Panthers
Der ehemalige NHL-Verteidiger war bereits zwei Mal Assistent, doch die meiste Zeit verbrachte er in der OHL mit den Windsor Spitfires, mit denen er 2009 und 2010 den Memorial Cup gewann. Der 46-jährige Boughner wurde am 12. Juni als neuer Cheftrainer der Panthers verpflichtet.
Bei Florida, die zuletzt etwas überraschend die Playoffs verpassten, aber auch von Verletzungen geplagt waren, hat sich einiges getan und sie gaben fünf ihrer acht Topscorer aus der abgelaufenen Saison ab. Zwar wurde versucht diese adäquat zu ersetzen, doch Boughner wird keine leichte Aufgabe haben, mit dem vorhandenen Spielermaterial die Playoffs zu erreichen. Eine wichtige Rolle nimmt Torhüter Roberto Luongo ein, der im Sommer an der Hüfte operiert wurde.