Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Detroit Red Wings und den Philadelphia Flyers

Mit einer persönlichen NHL-Bestleistung hat Moritz Seider die Hoffnungen der Detroit Red Wings auf die Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs am Leben gehalten. Der deutsche Verteidiger steuerte am Donnerstag ein Tor und vier Assists zum 6:3-Heimsieg gegen die Philadelphia Flyers bei und kam erstmals auf fünf Punkte in einer Partie. Er ist der vierte Defensivspieler in der Klubgeschichte, der dies geschafft hat.

„Heute Abend hat jeder von uns eine überragende Leistung geboten, das macht es einfacher“, sagte Seider nach dem Triumph gegen Philadelphia in der Little Caesars Arena. „Aber es war nur eines von vier Endspielen. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen und müssen noch sechs Punkte holen. Dann werden wir sehen, wo wir landen und ob es gereicht hat“, fügte er hinzu. Die Red Wings haben drei Spiele vor Schluss der regulären Saison einen Rückstand von drei Zählern auf die Ottawa Senators und den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference.

PHI@DET: Seider mit einem Tor und vier Assists

Mit einem mächtigen Schlagschuss im Powerplay brachte Seider seine Farben zu Beginn des zweiten Abschnitts mit 2:1 in Führung und setzte damit den Ton für die verbleibenden knapp 40 Minuten. Detroit hatte die Flyers fortan sicher im Griff und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. „Dieses Tor hat das Match verändert. Die Fans haben sich lautstark bemerkbar gemacht und uns unterstützt. Das hat uns zusätzlich gepusht. Es ist uns außerdem gelungen, unser Spiel einfach zu halten“, erklärte Seider.

Bei seiner Galavorstellung gegen Philadelphia stellte Seider zwei weitere eigene Ligabestmarken auf. Der Treffer war sein zehnter in dieser Saison. Davor hatte er höchstens neunmal in einer Spielzeit eingenetzt. Und mit der Vorlage zum 6:2 von Dylan Larkin machte der Blueliner zum ersten Mal seit seinem Debüt die 60 Punkte voll. Seit 15 Jahren war dies keinem Red-Wings-Verteidiger mehr gelungen. 2010/11 hatte es Nicklas Lidström auf 62 Zähler gebracht.

Seider ist erst der fünfte Defensivmann in der ruhmreichen Geschichte von Detroit, der ein Fünf-Punkte-Spiel hinlegt hat. Seine Vorgänger heißen Ebbe Goodfellow, Reed Larson, Red Kelly und Flash Hollett. Larson war vor Seider der letzte Akteur aus der Riege, der dieses Kunststück vollbrachte, und zwar am 27. Februar 1985.

Vor der denkwürdigen Vorstellung gegen die Flyers lag Seiders Rekord bei vier Punkten in einer Begegnung. Am 10. Januar 2023 verbuchte er vier Assists gegen die Winnipeg Jets. Außer ihm können nur Lidström, Larson und Paul Coffee auf zwei Auftritte mit vier Vorlagen in der Red-Wings-Historie verweisen.

„Er beherrscht alles. Es ist wirklich bemerkenswert, wenn man sein Alter bedenkt“, sagte Detroits Trainer Todd McLellan über Seider, der am Montag seinen 25. Geburtstag feierte.

Neben ihm ragte beim Heimerfolg gegen Philadelphia ein weiterer Spieler der Gastgeber heraus. Dylan Larkin erzielte einen Hattrick. Patrick Kane und Alex DeBrincat komplettierten die Torschützenliste des Gewinnerteams. Kane fehlt nur noch ein Zähler, um die 1400 Punkte in seiner NHL-Laufbahn zu erreichen und DeBrincat ist der erste Spieler der Red Wings seit Marian Hossa in der Saison 2008/09, der 40 Tore geschossen hat.

„Das war eine unglaubliche Mannschaftsleistung. Der Sieg fühlt sich im Moment besser an als der Hattrick. Aber wir kämpfen weiter um unser Leben“, räumte Larkin ein. Der Kapitän weiß, dass im Grunde nichts wirklich gewonnen ist, wenn die Mannschaft in den drei ausstehenden Partien nicht das Maximum herausholt. Nur dann besteht eine realistische Chance, das Playoff-Ticket zu lösen.

Am Samstag empfangen die Red Wings die New Jersey Devils. Es ist ihr letztes Heimspiel in dieser Saison. Zum Abschluss steht eine Dienstreise in den Sunshine State auf dem Programm. Am Dienstag ist Detroit bei den bereits für die Postseason qualifizierten Tampa Bay Lightning zu Gast und am Donnerstag bei den Florida Panthers. Der amtierende Stanley Cup Champion hat dieses Jahr die K.o.-Phase verpasst und kann den Titel deshalb nicht verteidigen.

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