Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Columbus Blue Jackets und den Colorado Avalanche

Die Colorado Avalanche ist nach wie vor auf der Suche nach Konstanz. Am Dienstagabend setzte es bei der 2:7-Auswärtsniederlage bei den Columbus Blue Jackets in der Nationwide Arena eine unerwartete wie deutliche Pleite. Der amtierende Presidents‘ Trophy-Gewinner verlor in der noch jungen Saison bereits sechs Spiele nach regulärer Spielzeit - in der Vorsaison war diese Anzahl erst am 23. Januar erreicht worden. „Heiß, kalt, heiß, kalt - also geht es um Konstanz“, sagt Avalanche-Trainer Jared Bednar zum Wechselbad der Gefühle, zeigte sich selbstkritisch und kündigte Konsequenzen an.

Deutliche Worte von Bednar

„Ein Fünftel der regulären Saison ist absolviert, wir waren geduldig und haben über viele Dinge gesprochen und auch ein paar gute Spiele gezeigt. Aber es ist heiß, kalt, heiß, kalt - also geht es um Konstanz. Ich muss meinen eigenen Ansatz interfragen und wie ich mit dieser Inkonstanz während des Spiels umgehe“, fand Bednar deutliche Worte.

„Ich hatte es zu Beginn der Saison schon ein wenig erwartet, aber wie gesagt, wir sind geduldig geblieben, haben ein paar Dinge angepasst und dann auch ein paar gute Spiele gesehen“, so der Avalanche-Headcoach weiter. „Das Spiel heute aber hat zu viel offenbart. Es muss eine Grenze geben. 20 Prozent der Saison sind absolviert, das ist kein kleines Fenster. Wir müssen uns zusammensetzen und ein paar Dinge diskutieren. Auch ich muss meinen Ansatz überdenken.“

Zu viele Gegentore - sogar beim „Lieblingsgegner“

Colorado war mit einer Allzeit-Bilanz von 46-19-6 ins Duell mit Columbus gegangen, hatte zuvor also 68 Prozent der zu vergebenen Punkte gegen den „Lieblingsgegner“ erobert. Gegen kein Team, das die Avalanche mindestens 20-mal spielte, hat sie eine so gute Bilanz.

An diesem Abend aber schenkten die Blue Jackets als erstes Team seit drei Jahren einem Jennings Trophy-Gewinner (Goalie-Gespann mit den wenigsten Gegentreffern in einer Saison) gleich sieben Tore ein.

Sieben Gegentore in einem Spiel gab es für Colorado in der gesamten letzten Saison nur zweimal. In der laufenden Spielzeit schnappte die Avalanche bereits einmal sieben sowie sechsmal mindestens sechs Gegentreffer.

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In Ohio lagen die Gäste aus Denver bereits nach 28 Sekunden mit 0:1 sowie nach 7:37 Minuten mit 0:2 zurück. Es waren zwei Gegentore auf nur fünf gegnerische Torschüsse.

„Es war nicht nur der Start, sondern es hat sich durch den gesamten Abend durchgezogen“, haderte Bednar.

Im Mittelabschnitt kassierte Colorado vier unbeantwortete Gegentreffer binnen 8:23 Minuten auf insgesamt sieben gegnerische Torschüsse im gesamten Durchgang.

„Es ist, wie es ist“, so Avalanche-Kapitän Gabriel Landeskog. „Wir müssen dieses Spiel abhaken.“

Durchschnittlich 3,25 Gegentoren/Spiel (19.) sind zweifelsohne zu viel für ein Team mit dem Selbstverständnis einer Spitzenmannschaft.

Landeskog will Lehren ziehen

Obwohl die Alarmglocken schrillen, ist die Avalanche noch weit entfernt von einer Krise: Drei der letzten vier Spiele wurden gewonnen. Aus dem Kurz-Roadtrip mit zwei Auswärtsspielen in Folge, entführte Colorado immerhin einen Sieg tags zuvor beim 5:2 bei den Chicago Blackhawks.

„Wir haben zwei von vier Punkten auf diesem Trip geholt und müssen weitermachen“, fordert Landeskog. „Es ist eine volle Woche. Wir müssen ein neues Kapitel aufschlagen, aber auch aus diesen Spielen lernen. Aus jedem Spiel kann man viel lernen, aber manche Dinge - zumindest einen Teil davon - muss man einfach hinter sich lassen und weitermachen.“

Schon am Donnerstag (9:30 p.m. ET; Freitag, 3:30 Uhr MEZ) geht es in der Ball Arena in Denver mit einem Heimspiel gegen die Nashville Predators weiter.

Die Avalanche (9-6-1) hält als Vierter der Central Division den ersten Wildcard-Rang in der Western Conference. Der Rückstand auf Division-Spitzenreiter Minnesota Wild beträgt sechs Punkte, der Vorsprung auf einen Nicht-Playoff-Platz vier Zähler.

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