Seider weiß, dass das Unterfangen, sich einen Stammplatz in Detroit zu erkämpfen, kein Selbstläufer für ihn wird und er sich in den nächsten Tagen von seiner besten Seite zeigen muss. "Ich will mich in allen Situationen auf dem Eis bewähren, den Puck gut bewegen und solide verteidigen. Darauf kommt es für mich am meisten an. Alles andere folgt dann ganz automatisch", beschrieb er sein Konzept fürs Trainingscamp.
Ein wertvoller Ratgeber für Seider ist Detroits Verteidigerlegende Niklas Kronwall, der nach seinem Karriereende vor zwei Jahren ins Management der Red Wings wechselte. "Er war immer für mich da. Wir hatten einige wirklich gute Treffen während des vergangenen Jahres in Schweden. Es ist cool, dass er jetzt in diesen Tagen wieder bei uns ist. Es ist etwas Besonderes für mich, von so einem Mann profitieren zu können, der für seine Persönlichkeit und seine harte Arbeit auf und abseits des Eises bekannt ist", hob der ehemalige Mannheimer hervor.
Das Trainingscamp soll für Seider diesmal endgültig die Durchgangsstation in die NHL sein. Er möchte nach eigenen Worten auf jeden Fall beim Saisoneröffnungsspiel der Red Wings am 14. Oktober dabei sein. Gegner vor eigenem Publikum ist dabei kein Geringerer als der amtierende Meister Tampa Bay Lightning. "Die NHL ist die beste Liga der Welt und man will natürlich ein Teil davon sein. Ich möchte gegen die besten Spieler der Welt antreten und am Ende die Spiele gewinnen. Es geht bei all dem aber gar nicht um mich, sondern um die Mannschaft. Unser Ziel ist es, als Team stärker zu werden und unsere Matchbilanz zu verbessern, so dass wir in der Zukunft auch mal wieder um einen Platz in den Playoffs kämpfen", führte Seider weiter aus.