Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.
In dieser Ausgabe: Edmonton Oilers
Leon Draisaitl und Connor McDavid sind die vielleicht größten NHL-Stars der Gegenwart. Doch einen Stanley Cup haben sie mit den Edmonton Oilers noch immer nicht gewonnen. Wird diese Durststrecke bald enden? Oder droht ihre Ära bei der Traditions-Franchise titellos zu bleiben?
Nachdem die Oilers in den Jahren 2024 und 2025 erst im Finale an den Florida Panthers scheiterten, war die vergangene Spielzeit eher eine Enttäuschung. Bereits in der regulären Saison fehlte jegliche Konstanz (41-30-11; 2. Platz Pacific Division), dann unterlagen sie in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs mit 2:4 den Anaheim Ducks. Die Konsequenz: Trainer Kris Knoblauch wurde freigestellt.
Mit Mike Babcock tritt ein Trainer-Routinier die Nachfolge an. Der 63-Jährige ist für seine Härte und Autorität bekannt. Aber das Wichtigste: Er weiß, wie sich Titel gewinnen lassen. In der Saison 2007/08 führte er die Detroit Red Wings zum Stanley Cup. Mit seiner Erfahrung soll er das fehlende Puzzleteil in Edmonton sein.
Die Kehrseite: Er hat seit der Spielzeit 2019/2020 kein NHL-Team mehr gecoacht. Im Jahr 2023 übernahm er zwar die Columbus Blue Jackets, doch die Zusammenarbeit endete wegen interner Unstimmigkeiten noch in der Saisonvorbereitung.
Dennoch sind insbesondere Draisaitl und McDavid davon überzeugt, dass Babcock genau der richtige Trainertyp für dieses Franchise ist. „Er hat einen klaren Plan und nimmt die Spieler in die Pflicht. Wenn es darum geht, Verantwortung einzufordern, spielt es für ihn keine Rolle, wer man ist“, sagte der Deutsche bei der European Player Media Tour.
„Wir wollen gecoacht werden, wir wollen uns verbessern. Auch Connor (McDavid) und ich haben es manchmal verdient, dass man uns lautstark kritisiert - genau wie die anderen. Ich denke nicht, dass ‚Babs‘ in dieser Hinsicht auf Namen Rücksicht nimmt. Das ist auch gut so.“
Veränderungen gibt es nicht nur auf der Trainerbank, sondern auch im Kader. Der größte Verlust ist Darnell Nurse. Der Kanadier spielte seit der Saison 2014/15 für die Oilers und war das Gesicht der Verteidigung. Im Sommer wurde der 31-Jährige per Trade im Austausch für die Verteidiger Shakir Mukhamadullin und Zack Sharp an die San Jose Sharks abgegeben.
Dafür wurde Verteidiger Ryan Shea als Free Agent verpflichtet. Der 29-Jährige kam vergangene Saison bei den Pittsburgh Penguins auf 35 Scorerpunkte (6-29-35) und 92 Blocks.
Auf der Torwart-Position soll der neu verpflichtete Frederik Andersen, der vergangene Saison mit den Carolina Hurricanes den Stanley Cup gewann, für einen besseren Rückhalt sorgen. Allerdings wird er verletzungsbedingt die Saisonvorbereitung verpassen. Ob er zum Saisonstart fit ist, dürfte zumindest fraglich sein.
Bis zu seiner Rückkehr dürfte Tristan Jarry die Nummer 1 bleiben und von Devon Levi als Backup unterstützt werden. Der 24-jährige Levi absolvierte bislang 39 Spiele für die Buffalo Sabres (Save-Quote: 89,4 Prozent) und wurde im Juli im Rahmen eines Trades verpflichtet.
Die DACH-Spieler der Oilers
Draisaitl ist die Scoring-Maschine von Edmonton. Vergangene Saison verbuchte er 35 Tore und 62 Assists. Nur McDavid (48-90-138) war noch effektiver. Allerdings war Draisaitl auch verletzungsgeplagt und konnte lediglich 65 Saisonspiele absolvieren.
Mit Josh Samanski gibt es noch einen weiteren deutschen Spieler, der bei den Oilers eine wichtige Rolle einnimmt. Der 24-Jährige wurde zwar nie gedraftet, empfahl sich aber mit starken Leistungen in der DEL bei den Straubing Tigers für höhere Aufgaben. Vergangene Saison absolvierte er seine ersten 24 Spiele in der NHL, erzielte zwei Tore und bereitete zwei Treffer vor. Auch in fünf der sechs Playoff-Spiele (ein Tor, eine Vorlage) unterstrich er seine Qualität. Dem Stürmer aus Erding ist der nächste Entwicklungsschritt zuzutrauen.























