Vor dem Start der NHL Preseason 2026/27 am 19. September bietet NHL.com/de einen detaillierten Einblick in jedes Team.
In dieser Ausgabe: Florida Panthers
Zum dritten Mal in Folge werden die Mannschaft, Betreuer, Trainerstab und Funktionäre der Florida Panthers beim ersten Saisonspiel miterleben, wie das Banner eines Stanley Cup Champions unters Hallendach gezogen wird. Kleiner Wermutstropfen: Diesmal handelt es sich nicht um ihr eigenes, sondern um das des Gegners. Die Zeremonie findet im Lenovo Center von Raleigh statt, wo das Team im Auftaktmatch beim Meister Carolina Hurricanes antritt.
Für General Manager Bill Zito kommt dieses Duell gerade recht. Es stellt nach seiner Einschätzung eine gute Standortbestimmung dar. „Sie sind der Titelträger. Für uns ist es zwar ein harter Beginn, aber irgendwann hätten wir sowieso gegen sie ranmüssen. Nun trifft es uns eben gleich im Eröffnungsspiel. Sie sind es, die es zu schlagen gilt und wir freuen uns über diese Möglichkeit“, sagte er in Bezug auf die Begegnung mit den Hurricanes.
Nach zwei Triumphen im Stanley Cup hintereinander in den Jahren 2024 und 2025 erlebten die Panthers zuletzt eine völlig verkorkste Saison. Die Mannschaft wirkte nach den vorangegangenen Erfolgen müde und uninspiriert. Hinzu kamen langwierige Verletzungen von Leistungsträgern, wie Kapitän Alexander Barkov, Matthew Tkachuk, Seth Jones und Niko Mikkola. Am Ende verpassten die Schützlinge von Trainer Paul Maurice die Stanley Cup Playoffs als Drittletzter der Eastern Conference deutlich. 15 Punkte betrug der Rückstand auf die zweite Wildcard, die sich die Ottawa Senators sicherten.
Zito nahm das Ganze zum Anlass, dem Kader eine Frischzellenzufuhr zu verpassen. Noch vor dem Start der Free Agency zog er Brady Tkachuk von den Senators durch einen Trade an Land. Das sorgte für großes Aufsehen in der Branche. Denn der Angreifer war Kapitän in Ottawa und hatte in den Wochen davor alle kursierenden Transfergerüchte vehement bestritten. Jetzt wird er bei Florida gemeinsam mit seinem Bruder Matthew auf Punkt- und Torejagd gehen. Neben einem erstklassigen Spielverständnis bringt der Neuzugang auch eine gesunde Portion Härte mit, die gut zum System der Panthers passt.
Zwei weitere Verstärkungen sind ebenfalls dafür bekannt, dass sie in der Lage sind, dem Gegner unter die Haut zu gehen. Es handelt sich um Stürmer Garnet Hathaway (Philadelphia Flyers) sowie Verteidiger und Rückkehrer Radko Gudas (Anaheim Ducks).
Eine Komplettveränderung gab es auf der Torhüterposition: Jacob Markstrom (New Jersey Devils) und Akira Schmid (Vegas Golden Knights) ersetzen Sergei Bobrovsky (Toronto Maple Leafs) und Daniil Tarasov (Detroit Red Wings). Neu sind zudem die Stürmer Lars Eller (Senators) und Sam Lafferty (Chicago Blackhawks) sowie Blueliner Alexander Petrovic (Dallas Stars).
Neben den beiden Torleuten der vergangenen Saison haben auch die Angreifer Mackie Samoskevich (Seattle Kraken), A.J. Greer (Ducks), Evan Rodrigues und Jesper Boqvist (beide Devils) die Vertretung aus Sunrise verlassen.
Große Hoffnungen bei den Panthers ruhen auf dem Comeback von Barkov. Der Mannschaftsführer, der zu den besten Zwei-Wege-Stürmern der NHL gehört, konnte in der zurückliegenden Spielzeit verletzungsbedingt keine einzige Partie bestreiten. Jetzt ist er wieder fit und bereit zu weiteren Glanztaten.
Die DACH-Spieler der Panthers
Gespannt darf man sein, wie sich Schmid im Kampf um den Posten der Nummer 1 im Tor schlägt. Der Schweizer gehörte vorige Saison zu den positiven Überraschungen. Bei den Golden Knights hatte er mit einer Matchbilanz von 16-10-6, einer Fangquote von 89,3 Prozent, einem Gegentorschnitt von 2,59 und zwei Shutouts respektable Werte vorzuweisen. Zwar ist Markstrom leicht favorisiert als Stammtorhüter, doch sollte er zu irgendeinem Zeitpunkt schwächeln, stünde mit Schmid eine ausgezeichnete Alternative zur Verfügung.





















