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Die Erfahrenen müssen in Minnesota liefern

Eric Staals Offensivausbeute und Ryan Suters Eiszeit unter Beobachtung bei den Wild

von Jessi Pierce / NHL.com Korrespondent

Eine NHL Saison ist voller Wendungen für jedes der 30 Teams der Liga. Hier sind fünf der größten Fragen, die die Saison 2016-17 der Minnesota Wild prägen könnten:

Wird Bruce Boudreaus System in Minnesota funktionieren?

Die Wild sind traditionell ein Team, das über die Defensive kommt. Vergangene Saison belegten sie bei den geschossenen Toren den 18. Platz in der NHL (213) und kassierten die neuntmeisten Tore, im Schnitt 2,5 pro Spiel. Unter Boudreau lagen die Anaheim Ducks vergangene Saison bei den geschossenen Toren auf dem 17. Platz und kassierten die wenigsten Gegentreffer, daran lässt sich erkennen, welche Mannschaft mehr Puckbesitz hatte. Seit Jahren wünschen sich die Fans der Wild etwas mehr Offensivqualität. Die jüngste Vergangenheit zeigt, dass Boudreau hierfür in Minnesota der richtige Mann sein könnte. Die Spieler haben sein Vorhaben angenommen und man spürt regelrecht in der Kabine, wie sich die Spieler darüber freuen, dass sie nun die Möglichkeit bekommen ein schnelleres Spiel aufzuziehen, wodurch sich mehr Torchancen ergeben werden.

Ist Eric Staal das fehlende Puzzlestück?

Am ersten Tag des Trainingscamps sagte Boudreau, dass er Staals Fähigkeiten kenne. Er wisse, was er von ihm zu erwarten habe und er erwarte, dass er kommende Saison sein gesamtes Potenzial zeige. Zach Parise äußerte sich ähnlich. Staal genießt das Vertrauen und könnte damit das fehlende Puzzlestück sein, wodurch sie die Wild von einem guten zu einem großartigen Team entwickeln. Mit 31 Jahren sollte Staal noch ausreichend Energie in den Knochen haben. Mit 39 Punkten hatte er seine schlechteste Saison, doch das könnte ihm einen Motivationsschub geben, um in der kommenden Spielzeit besser zu werden.

Welche jungen Spieler könnten einschlagen?

Rechtsaußen Alex Tuch, Wilds Erstrundenpick (Nr. 18) beim NHL Draft 2014, konnte beim Camp schnell die Trainer und Teamkollegen beeindrucken. Seine Größe (1,93m, 101kg) und seine Geschwindigkeit wussten sie zu schätzen und auch seine Puckfertigkeit konnte man bei den Vorbereitungsspielen der Wild sehen. In den zwei Jahren am Boston College kam er auf insgesamt 62 Punkte (32 Tore, 30 Assists) und er half den Eagles Anfang dieses Jahres zum Erreichen des NCAA Frozen Four Halbfinales. Tuch unterschrieb am 13. April einen 3-Jahres Einstiegsvertrag und seine Chancen stehen nicht schlecht, dass er zum Saisonauftakt dem Kader angehören und sich bei den Wild über die Spielzeit hinweg etablieren wird.

Center Joel Eriksson Ek ist ein weiterer Spieler, der in der kommenden Saison Eiszeit in Minnesota bekommen und seinen Weg machen könnte. Eriksson Ek's Schnelligkeit könnte perfekt zu Boudreaus Tempospiel passen. Weitere Spieler, die es zu beachten gilt sind die Stürmer Sam Anas, Zac Dalpe, Kurtis Gabriel und Verteidiger Mike Reilly.

Könnte etwas weniger Eiszeit für Ryan Suter hilfreich sein?

Seit er 2012 zu den Wild kam stand Suter eine Menge Zeit auf dem Eis. Der Verteidiger hat es in vier Spielzeiten auf eine durchschnittliche Eiszeit von 28:44 Minuten pro Spiel gebracht. Boudreau sagte, dass es an der Zeit sei ihm etwas von diesem Arbeitspensum abzunehmen. Matt Dumba kam vergangene Saison auf 16:50 Minuten und Reilly auf 12:05 Minuten. Das Spiel von Suter war durch die Menge an Eiszeit beeinflusst.
Sollte ihm etwas mehr Zeit zur Erholung gegönnt werden, könnte es seinem Spiel dienlich sein und Dumba sowie Reilly werden mehr Gelegenheit bekommen, um sich zu beweisen.

Kann Devan Dubnyk weiterhin die Belastung im Tor aushalten?

Dubnyk war das Zahnrad, das in der vergangenen Saison die Maschine am Laufen hielt, auch wenn sie zwischendurch stotterte. Dubnyk war Wilds unumstrittener Torwart. Er bestritt 67 Partien und teilte sich damit den ersten Platz unter allen Torhütern der Liga.

Er beendete die Saison mit einer Bilanz von 32-26-6 bei einem Gegentrefferschnitt von 2,33 und mit einer Fangquote von 91,8 Prozent. Es ist gerade einmal ein Jahr her, dass er zu einem Vezina Trophy Finalisten ernannt wurde und Dubnyk glaubt, dass er, so wie er im Sommer gearbeitet hat, auch in der kommenden Saison dafür in Frage komme. Es ist zu erwarten, dass er erneut die Hauptlast tragen wird und Darcy Kuemper einspringt, wenn es nötig ist. Kuemper kam letzte Saison auf eine Bilanz von 6-7-5 mit einem GAA von 2,43 und einer Rettungsquote von 91,5 Prozent. Die Wild einigten sich am 1. Juli auch mit Alex Stalock auf einen 2-Wege Einjahresvertrag. Er erzielte in fünf Spielzeiten bei den San Jose Sharks eine Bilanz von 24-19-7 mit einem GAA von 2,37 und einer Fangquote von 91,1 Prozent. 

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