Der Druck war spürbar, die Ausgangslage klar: Für die Seattle Kraken ging es im Auswärtsspiel bei den Tampa Bay Lightning am Donnerstag um nicht weniger als die Wahrung ihrer Hoffnungen auf eine Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs. Nach vier sieglosen Partien in Folge (0-3-1) war ein Erfolg in der Benchmark International Arena dringend nötig – und einer stand dabei besonders im Fokus: Torhüter Philipp Grubauer. Der deutsche Schlussmann, zuletzt eher selten im Einsatz (Saisonbilanz 2025/26: 28 Spiele, 13 Siege, 90,9 Prozent Fangquote), nutzte die Chance eindrucksvoll und führte Seattle mit 30 Paraden zu einem hart erkämpften 4:3-Erfolg nach Verlängerung.
„Das war ein starker Gegner heute. Aber wir haben dem Druck standgehalten. Für mich war es ein harter Abend. Sie haben viel Druck gemacht“, sagte Grubauer nach der Partie und brachte damit die Intensität dieses Duells treffend auf den Punkt.
Grubauer nutzt Chance in entscheidender Phase
Für Grubauer war es der erste Einsatz seit neun Tagen – keine einfache Situation für einen Torhüter, der Rhythmus und Spielpraxis braucht. Doch der 34-Jährige zeigte von Beginn an, dass er bereit war. Gegen eine offensivstarke Mannschaft aus Tampa war er sofort gefordert und hielt seine Mannschaft mit wichtigen Paraden im Spiel.
Gerade in einer Phase, in der Seattle um jeden Punkt kämpfen muss, kam dieser Auftritt zur richtigen Zeit. Die Kraken waren vor der Partie fünf Punkte hinter einem Wildcard-Platz in der Western Conference gelegen, der Rückstand konnte durch den Sieg auf drei Zähler verkürzt werden (Seattle 74 Punkte aus 71 Spielen, Nashville Predators 77 aus 72). Ein Erfolg, der ohne Grubauer kaum möglich gewesen wäre.
„Wir brauchen in dieser Phase jeden Punkt“, betonte der deutsche Nationaltorhüter. Und genau das spiegelte sich auch in seiner Leistung wider. Immer wieder entschärfte er gefährliche Abschlüsse, blieb ruhig in hektischen Szenen und strahlte jene Sicherheit aus, die seine Vorderleute in dieser schwierigen Phase dringend benötigen.


















