Der Utah Mammoth hat sich am Dienstagabend mit einem 3:2-Auswärtssieg bei den Washington Capitals in der Capital One Arena zurückgemeldet und startet seinen Fünf-Spiele-Roadtrip damit auf dem richtigen Fuß. Entscheidend war eine konsequente „Angriffsmentalität“, die sowohl Trainer Andre Tourigny als auch seine Spiele hervorhoben. Hinzu kam ein stark verbessertes Powerplay (2/2), in dem der deutsche Flügelflitzer JJ Peterka den Siegtreffer erzielte.
Utah überzeugt mit einer guten Energie
Tourigny hatte sich nach der vorausgegangenen 0:4-Klatsche gegen die Chicago Blackhawks eine entsprechende Antwort gewünscht und wurde von seinen Spielern nicht enttäuscht.
„Die Energie auf der Bank“, habe dem Mommoth-Trainer am besten gefallen. „Die Jungs hatten heute eine gewisse Dringlichkeit und waren emotional in dieses Spiel involviert. Das hat mir gefallen. Wir waren gut vorbereitet und hatten eine gute Energie für dieses Spiel. Du weißt nie, wie sich eine Partie entwickelt. Wir haben gut gespielt, aber es kann immer viel passieren. Ich war aber zuversichtlich, dass unsere Jungs bereit waren.“
Dylan Guenther stellte im Slot auf 1:0 (12.). Per Distanzschuss im Powerplay erhöhte Mikhail Sergachev auf 2:0 (14.). Und Peterka stand ebenfalls in Überzahl vor dem Tor goldrichtig und verwandelte gedankenschnell zum 3:1 (39.).
„Der Start war wichtig und hat uns Selbstvertrauen gegeben“, befand Guenther. „Wir haben dadurch schnell zu unserem Spiel gefunden, was sich für den Rest der Partie durchgezogen hat.“
„Es war ein gutes Bounce-Back-Spiel, schon von Anfang an“, kam der zweifache Vorbereiter Clayton Keller auf eine ähnliche Einschätzung. „Wir haben darüber gesprochen, dass wir das letzte Spiel schnell vergessen wollen. Heute hat jeder seinen Beitrag geleistet. Es war eine tolle Leistung. ‚Vej‘ hat ein paar tolle Paraden gezeigt. Es war gut, so eine Antwort zu geben.“
Entlastung in Drucksituationen
Gemeint ist Torwart Karel Vejmelka (23 Saves, 92 Prozent Fangquote), der insbesondere in einer heißen Schlussphase mit einem kühlen Kopf und einen schnellen Fanghandschuh überzeugte.
„Mir hat unsere Reaktion und unser Tempo im Spiel gefallen, das Powerplay ist groß rausgekommen, ‚Veggie‘ hat ein paar wichtige Saves am Ende gezeigt, es gab also viel Positives in unserem Spiel“, analysierte Tourigny. „Am Ende haben sie noch einmal gedrückt, aber wir haben bei 5-gegen-6 selbst viel Druck auf sie ausgeübt, sodass sie immer wieder schnell handeln mussten und keine hochkarätigen Chancen herausspielen konnten.“
„Wir waren unter Druck, haben aber hart gearbeitet und ihre Verteidigung mit Forechecking unter Druck gesetzt“, lobte auch Guenther.
Perfektes Powerplay
Ein an diesem Abend perfektes Powerplay (2/2, 100 Prozent Erfolgsquote) war enorm wichtig für Utah.
„Der Puck ist endlich reingegangen“, lachte Tourigny auf die Frage, was in Überzahl besser gelaufen ist als zuvor, und schob eine ernstgemeinte Erklärung hinterher: „Das Wichtigste ist, dass wir aggressiv sind. Wir attackieren. Das ist vielleicht nicht immer die richtige Entscheidung, denn manchmal sollte man geduldiger sein. Aber ich möchte, dass wir überaus aggressiv und schnell spielen, überfallartig angreifen, Pucks aufs Tor schießen, Pucks jagen. Wir wollen nicht passiv auf den Außen bleiben, dort Pässe spielen und leicht ausrechenbar sein. Beim ersten Tor spielen wir direkt zum Tor, beim zweiten Tor nehmen wir einen Schuss durch den Verkehr und treffen. Beim dritten ist es ein Pass in den Slot und ein toller Job von JJ. Wir wollen diese Angriffsmentalität haben.“



















